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Der Generalszug

Bereits 1840 entwickelte P. J. Lenné den Plan der „Schmuck- und Grenzzüge für die Stadt Berlin". In Ergänzung zu diesem erarbeitete er sowohl Planungen für das Gebiet zwischen den beiden Bahnhöfen, als auch 1850/51 für einen Stadtteil südlich des Landwehrkanals. In diesem Planungskonzept führte Lenné als markante Struktur jenen breiten, mit zahlreichen Schmuckplätzen ausgestatteten Boulevard ein, der in die zehn Jahre spätere Planung Hobrechts übernommen und als „Generalszug“ (s.u.) zu einem der bestimmenden städtebaulichen Merkmale Berlins wurde. Zwischen den beiden Eisenbahnlinien (Potsdamer und Anhalter) sah Lenné den größten Schmuckplatz dieses Boulevards vor, den „Wahlstattplatz“.

Auf diesen bezog sich vom Anhalter Bahnhof aus auch die Achse der Schöneberger Straße. Diese repräsentative Hauptstadtplanung konnte sich jedoch gegenüber den ökonomischen Notwendigkeiten und Interessen der beiden Eisenbahngesellschaften nicht behaupten, und so entstand die im Wesentlichen bis heute erhaltene räumliche Situation.


Das Gleisdreieck (graue Fläche) in den historischen Wegeverbindungen nach dem Hobrecht Plan
(Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)



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Von: Moderation (dr)

15.10.2005 | 14:27
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