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Waldzustandsbericht 2011 – positiver Trend bei Entwicklung der Berliner Wälder stagniert


30.01.12, Pressemitteilung
Nach leichten Zustandsverbesserungen in den 90er Jahren stiegen zwischen 2000 und 2005 die Waldschäden an. Bis 2010 war eine positivere Entwicklung des Waldzustandes zu verzeichnen, die jetzt 2011 stagniert.
24 Prozent der Bäume weisen keine Schäden auf, 29 Prozent sind mittel oder stark geschädigt (+ 5 %). Die übrigen 47% sind in die sog. Warnstufe (Schadstufe 1) eingeordnet.


Umweltsenator Müller (SPD): „Berlins Wälder sind die grünen Lungen der Stadt. Umso mehr lohnt es sich für gesunde Wälder zu kämpfen: Um Klimawandel und Umweltbelastungen zu bestehen werden in Berlin die Wälder auch in Zukunft nachhaltig forstlich und entsprechend der hohen Standards von FSC und Naturland bewirtschaftet und zu anpassungsfähigen Mischwaldbeständen umgebaut.“

Seit Beginn der 1990er Jahre weisen die innerstädtischen Wälder höhere Schäden auf als die Brandenburger Wälder. In Folge der trocken-warmen Vegetationsperioden 1999, 2000, 2003 sowie erneut 2006 stieg der Flächenanteil deutlicher Schäden jeweils an. Günstige Witterungsbedingungen wie 2002, 2004, und 2007 – 2010 führten nicht zu einer anhaltenden Erholung des Kronenzustandes der Waldbäume. Mit der Unterbrechung des Rückgangs der mittleren Kronenverlichtung in den Jahren 2009 und erneut 2011 stagniert die Kronenverlichtung auf dem hohen Niveau von 23 Prozent. Das schlechtere Ergebnis des Berliner Waldes im Vergleich mit Brandenburg hängt einerseits mit den Großstadt bedingten Immissionen von Stickoxyden und Ozonbildnern im Ballungsraum Berlin zusammen, andererseits hat Berlin einen deutlich höheren Anteil an Laubbäumen, die insgesamt auf Luftschadstoffe und Witterungsextreme stärker reagieren als die Kiefer.

Die Hauptbaumart Kiefer zählt mit 32 Prozent ohne Schäden und mit 16 Prozent deutlichen Schäden zu den gesündesten Baumarten in Berlin. Die Eiche bleibt das Sorgenkind der Förster. Fast jeder 5. Baum in Berlin ist eine Eiche, kaum eine Eiche ist völlig ohne Schäden. Drei Viertel aller Eichen weisen deutliche Schäden auf. Dennoch kann auf den Waldumbau hin zu mehr Laubbäumen aus Gründen der Trinkwassersicherheit, der Sturmfestigkeit und wegen der hohen Waldbrandgefährdung der Kiefer nicht verzichtet werden.

Wegen der geringen Anzahl in der Stichprobe werden andere Laubbaumarten bzw. andere Nadelbaumarten jeweils zusammengefasst. Dabei zeigt sich, dass ca. ein Drittel der Laubbaumarten deutlich geschädigt sind. Die Nadelbaumarten sind mit 14 Prozent deutlichen Schäden wesentlich gesünder. Insgesamt stagniert bei diesen Baumarten das Schadniveau.



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