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Initiative Verhalten im Brandfall
Verhalten im Brandfall

 

Presse und Aktuelles

Erfolgreiche Initiative "Verhalten im Brandfall" wird neu gestartet


12.06.08, Pressemitteilung
Am 12. Juni 2008 werden die Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Hella Dunger-Löper, und der Staatssekretär der Senatsinnenverwaltung, Thomas Härtel, gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr und der Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung AG im Rahmen einer Pressekonferenz die Initiative „Verhalten im Brandfall“ neu starten. Dazu wird auf dem Gelände der Berliner Polizei in Ruhleben ein Kinderwagen-Brand mit seinen Auswirkungen – Verrauchung eines Treppenraumes – vorgeführt und ein Fettbrand als Beispiel für die Brandursache in einer Wohnung gezeigt.

Im November 2005 wurde die in Deutschland einmalige Informationskampagne zum Thema Brandschutz gestartet. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer und Innensenator Ehrhart Körting stellten ein Brandschutzplakat und Postkarten mit dem einprägsamen Comic-Strip zum richtigen Verhalten bei Bränden in Wohngebäuden sowie einen Kurzfilm vor. Mittlerweile sind diese Plakate in vielen Wohngebäuden angebracht, aber leider noch nicht flächendeckend in allen Treppenräumen der Berliner Wohngebäude. Viele Berlinerinnen und Berliner haben den Kurzfilm im U-Bahn-Fernsehen gesehen und kennen die Postkarten mit dem einprägsamen Comic-Strip. Die Kampagne zeigte eine breite Resonanz in Berlin und darüber hinaus. Sie wird neu aufgelegt, um das Thema nachhaltig bei jeder Berlinerin und jedem Berliner im Bewusstsein zu halten.

Der Comic-Strip erklärt ohne Worte, wie man sich bei einem Brand im Wohngebäude richtig verhält. So wird zum Ersten der Fall eines verrauchten Treppenhauses abgebildet. Wenige Bilder erklären, dass man in diesem Fall in der Wohnung bleiben, die Feuerwehr (Notruf 112) rufen und am Fenster warten sollte. In einer zweiten Bilderserie wird ein Wohnungsbrand abgebildet. Hier wird geraten, die Wohnungstür zu schließen, sich über das Treppenhaus in Sicherheit zu bringen und dann die Feuerwehr zu rufen.

Staatssekretärin Dunger-Löper ist von dem Konzept der Kampagne überzeugt: „Wie verhalte ich mich im Brandfall, ist eine Frage, die sich jeder und jedem stellen kann. Darum muss man sicher stellen, dass auch jede Bürgerin und jeder Bürger weiß, wie man sich im Ernstfall richtig verhält, um das eigene und das Leben anderer im Ernstfall retten zu können. Hinweise in Textform stellen nicht sicher, dass sie von allen bemerkt und gelesen werden. Bilder hingegen wirken viel stärker und sind zudem für jedermann verständlich. So sprechen die Comics besonders Kinder an, die dadurch auch schon lernen, sich im Brandfall richtig zu verhalten.“
Ereignisse der letzten Monate geben wieder Anlass, an das richtige Verhalten im Brandfall zu erinnern. Wie wichtig dieses Thema ist zeigt auch die traurige Tatsache, dass trotz aller präventiven Bemühungen auch im ersten Quartal 2008 11 Brandtote zu beklagen waren. Weitere 69 Personen wurden mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht.
Diese Zahlen unterstreichen, dass über das richtige Verhalten im Brandfall dringend weiter aufgeklärt werden muss, betont Staatssekretär Härtel: „Wenn jeder Einzelne etwas mehr Verantwortung für sich aber auch für sein Umfeld übernimmt, dann ist allen geholfen. Ich begrüße die aktuelle Aufklärungskampagne, da sie einerseits hilft, die Sicherheit in unserer Stadt zu verbessern, aber auch andererseits die Vielschichtigkeit der Maßnahmen zum Vorbeugenden Brandschutz aufzeigt.“

„Als Versicherer der Region übernehmen wir für unsere Kunden nicht nur Risiken. Wir sehen unsere Aufgabe auch in der Information und Aufklärung der Menschen und helfen so, Schäden zu verhüten“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung AG, Dr. Frederic Roßbeck, zur Neuauflage der Kampagne.

Der Comic-Strip zum richtigen „Verhalten im Brandfall“ steht als Plakat Wohnungsbaugesellschaften zum Aushang in weiteren Wohngebäuden zur Verfügung (auf den Berliner Feuerwachen erhältlich). Auch als Aufkleber in Form einer Postkarte liegt er in mehr als 800 Verteilstellen, wie Gaststätten, Bürgerämtern und andere öffentlichen Einrichtungen aus. Des Weiteren wird der Comic-Strip auf 600 Großflächen – gesponsert von der Firma Ströer – im Berliner Stadtbild präsent sein. Zudem kann er als Datei von der Homepage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung heruntergeladen werden.
Ergänzt wird der Comic-Strip durch eine Neuauflage der mehrsprachigen Broschüre der Berliner Feuerwehr „Vorsicht: Feuer“. Hier werden Verhaltensregeln im Brandfall erklärt. Die Broschüre wird für Veröffentlichungen in der Presse, in Mieterzeitungen und als Anlage zu Hausordnungen zur Verfügung gestellt.

Je früher man Brände bemerkt, umso höher sind die Chancen die Situation unverletzt zu überstehen. Darum wirbt die Initiative auch mit Nachdruck für den freiwilligen Einbau von Rauchwarnmeldern. Zwei Drittel aller Brandopfer werden in den eigenen vier Wänden nachts im Schlaf überrascht. Denn Rauch ist schneller und lautloser als Feuer. Der laute Alarm des Rauchwarnmelders warnt jeden auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr. Batteriebetriebene Rauchwarnmelder sind preisgünstig überall im Handel zu bekommen und erfordern nur einen geringen Wartungsaufwand, lediglich muss in gewissen Abständen ihre Batterie erneuert werden. Wichtig ist, dass jeder Wohnungsnutzer von der Wichtigkeit eines Rauchwarnmelders für sein eigenes Leben und das seiner Familie überzeugt ist. Eine gesetzliche Verpflichtung kann das nicht ersetzen. Deshalb ruft das Land Berlin seine Bürgerinnen und Bürger wieder dazu auf, freiwillig Rauchwarnmelder einzubauen.



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