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Motten stoppen – Laub sammeln


30.10.06, Pressemitteilung
Pressemitteilung der BSR, der Ströer Gruppe und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Kastanienbäume brauchen die Hilfe der Berliner und Berlinerinnen.

Am heutigen Montag gab die Staatssekretärin für Verkehr und Umwelt, Maria Krautzberger am Zeltenplatz im Großen Tiergarten den Startschuss für die Kampagne "Rettet unsere Kastanie". Unterstützt wurde sie dabei von Vera Gäde-Butzlaff, Mitglied des Vorstandes der BSR, Ralf-Thomas Stichel, Geschäftsführer der Ströer Gruppe sowie einem Vertreter des Bezirksamtes Mitte, die gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu den Initiatoren der jährlichen Laubsammelaktion gehören.


"Der Befall unserer weißblühenden Rosskastanien durch die Miniermotte ist nicht zu übersehen: Die bereits in den Sommermonaten einsetzende Braunfärbung der Blätter und der vorzeitige Laubabwurf sind untrügliche Anzeichen dafür, dass die Berliner Kastanienbäume durch die Miniermotten geschädigt und geschwächt sind", erklärt die Staatssekretärin. "Ziel der seit 2002 betriebenen gemeinsamen Kampagne zur Eindämmung der Rosskastanien-Miniermotte ist deshalb die Erhaltung der Gesundheit der Rosskastanien durch Laubbeseitigung. Dazu ist es notwendig, die Bürger und Bürgerinnen umfassend zu informieren und bürgerschaftliches Engagement zu organisieren."

Für die Bekanntmachung der Aktion sorgt vor allem der Spezialist für Außenwerbung und Stadtmöblierung Ströer. "Damit der Aufruf möglichst viele fleißige Hände erreicht, unterstützen wir die Laubsammelaktion "Rettet unsere Kastanie" mit 165 MegaLight Anlagen, 500 Großflächen und einem 40 qm großen Werbesegel ", erläutert Ralf-Thomas Stichel, Geschäftsführer der Ströer Gruppe, die sich als aktiver Partner der Stadt versteht. "Diese 666 kostenlosen Flächen entsprechen einer Medialeistung von insgesamt 155.000 Euro", so Stichel weiter.

Im Rahmen der Kampagne finden verschiedene bezirkliche Aktionen im öffentlichen Grün statt, an denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Gleichzeitig ruft die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport alle Berliner Schulen auf, Laub im öffentlichen Grün und auf Schulhöfen zu sammeln. Diese Schulaktionen sind inzwischen bereits ein wertvoller Beitrag zur Umwelterziehung geworden.

Unabhängig ob Schulaktionen, Initiativen von Vereinen oder anderes bürgerschaftliches Engagement - unterstützt werden alle Helfer und Helferinnen durch die BSR. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass das Laub der Kastanienbäume fachgerecht entsorgt und kompostiert wird. Das ist notwendig, um die darin enthaltenen Puppen abzutöten und damit den Befall im nächsten Frühjahr einzudämmen", betont Vera Gäde-Butzlaff, Mitglied des Vorstandes der BSR. "Je mehr mitmachen, desto sicherer können die Aktionen zum Erfolg führen und diese schönen Bäume gerettet werden."

Zwar sind die Miniermotten mit den Laubsammelaktionen nicht vollständig von unseren Bäumen zu vertreiben, aber der Befall im nächsten Jahr wird dadurch deutlich reduziert. Das Belegen die Ergebnisse der Überwachung des Mottenfluges durch das Berliner Pflanzenschutzamt an ausgewählten Standorten. Über drei Jahre wurde die Anzahl der wöchentlich gefangenen Männchen auf geräumten und nicht geräumten Flächen verglichen. Es kann festgestellt werden, dass der Mottenflug in der ersten Generation auf den geräumten Flächen um ein Vielfaches geringer als an vergleichbaren nicht geräumten Flächen ist. Auch 2006 wiederholte sich der Trend: Auf den geräumten Standorten ließ sich durchschnittlich nur 15 % der Populationsdichte der Motte in der 1. Generation nachweisen. Im Jahresverlauf baut sich allerdings die Mottenpopulation auch auf den geräumten Standorten wieder auf. Sie ist allerdings insgesamt immer noch durchschnittlich um die Hälfte geringer.

Vergleich der Fangzahlen der Kastanienminiermotte zwischen einer vom Herbstlaub beräumten und nicht beräumten Fläche
Vergleich der Fangzahlen der Kastanienminiermotte zwischen einer vom Herbstlaub beräumten und nicht beräumten Fläche (Mittelwert 2003 bis 2005)

Für den gewünschten nachhaltigen Effekt muss in jedem Fall mindestens einmal vor Einbruch des Winters eine möglichst vollständige Laubbeseitigung erfolgen. Nur dann können die Berliner Kastanien wirklich gerettet werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Berliner Bezirke, die BSR und die Firma Ströer sind sich daher heute schon einig, auch im nächsten Jahr wieder zum Laubsammeln aufzurufen.




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