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Ein Waldferienerlebnis für Neuköllner Kids der ganz besonderen Art


11.10.06, Pressemitteilung
Wie fühlt sich der Wald an? Wie bewegt man sich in einem Wald?

90 Kinder und Jugendliche aus Neukölln nutzen am 10., 11. und 12. Oktober 2006 die Gelegenheit, einen erlebnisreichen Ferientag im Berliner Wald zu verbringen. Mit Unterstützung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) organisieren die Berliner Forsten gemeinsam mit den Waldschulen dieses Angebot. Das Jugendamt Neukölln übernimmt dabei mit den Jugendfreizeiteinrichtungen „Wilde Rübe“, „Am Tower“ und „Lessinghöhe“ die Betreuung der Kinder und Jugendlichen.


Die sechs Waldschulen der Berliner Forsten bieten seit über 10 Jahren sehr erfolgreich Walderlebnisse für Berliner Kinder und Jugendliche an.
Seit etwa zwei Jahren spielt vor allem die intensive Ausrichtung auf die waldpädagogische Betreuung von Kindern aus den Innenstadtbezirken eine wachsende Rolle. Stadtquartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf rücken als wichtige Zielgruppe in den Fokus. Eine häufig schlechte Ausstattung mit Grün- und Freizeitflächen bei gleichzeitig großer Distanz zu den Wäldern kennzeichnet diese Viertel.

Der Jahrhunderte alte forstliche Fachbegriff der Nachhaltigkeit ist in aller Munde und auch in der Bildungslandschaft verankert. Auch die UN widmet sich seit 2005 verstärkt der „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Im Wald lernen oder genauer: von und mit dem Wald lernen ist der richtige Weg, Kindern und Jugendlichen das Prinzip der Nachhaltigkeit anschaulich zu machen.
Gesucht ist vor allem eine Bildung, die stärker verschiedenen Themen untereinander, aber eben auch den Kopf, das Herz und die Hand beim Lernprozess selbst miteinander vernetzt. Und natürlich die Vernetzung der Schule mit der Wirtschaft, dem außerschulischen Leben. Auch mit der Forstwirtschaft.

Nur wer seine Umwelt schätzen lernt, sie überhaupt wahrzunehmen lernt, wird diese auch schützen und pfleglich mit ihr umgehen. Im Wald - oder genauer von und mit dem Wald - zu lernen macht Kindern und Jugendlichen das Prinzip der Nachhaltigkeit lebendig. Im Zusammenhang mit dem Projekt "Soziale Stadt" sind Angebote wie dieses von großer Bedeutung. Kindern aus sozial benachteiligten Quartieren werden so Erfahrungen und Eindrücke geboten, die ihnen sonst schon wegen der Kosten verwehrt blieben.


Nach Umfragen im Rahmen einer Evaluation im Jahr 2004 hält mehr als die Hälfte aller Berliner Schulen das Waldschul-Angebot für unverzichtbar. Die Termine sind oftmals über Monate ausgebucht. Über 39.000 Gäste haben allein im vergangenen Jahr die Angebote der sechs Waldschulen der Berliner Forsten genutzt.
Diese Arbeit unterstützt das Land Berlin mit einer jährlichen Zuwendung in Höhe von 390.000 €.

Das mit Unterstützung der BVG und des Jugendamtes Neukölln erstmals realisierte Herbstferienangebot zeigt, dass die Arbeit der Waldschulen eine starke soziale Komponente hat. Im Zusammenhang mit dem Projekt „Soziale Stadt“ sind Initiativen wie diese von großer Bedeutung.




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