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Presse und Aktuelles

Berlins Zentren auf der Zielgeraden


20.07.05, Pressemitteilung
Pressemitteilung der IHK Berlin und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Senatswirtschaftsverwaltung und IHK initiieren neues Kooperationsmodell in der Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Gewinner des Wettbewerbs „Mitten-drIn Berlin! Die Zentren-Initiative“ setzen ihre Projekte um.


Der Countdown läuft. Die Gewinner des Wettbewerbs "„MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative"“ stehen kurz vor der Umsetzung ihrer Projekte.

Vom 4. bis 7. August 2005 zeigt „"Anstoß Neukölln"“ als erste von fünf siegreichen Initiativen das Ergebnis monatelanger intensiver Vorbereitungen zur Attraktivitätssteigerung der Karl-Marx-Straße. Die Geschäftsmeile bietet an vier Tagen eine Vielzahl von kulturellen und sportlichen Ereignissen. Diese werden nicht nur die Aufmerksamkeit der Berliner und Hauptstadtbesucher auf die Neuköllner Karl-Marx-Straße lenken, sondern auch das Interesse wecken an den anderen vier Initiativen, die ihre Ideen und Visionen zur Belebung der Einkaufsstraßen und Quartiere in Pankow und Lichtenberg sowie der Friedrichstraße bis Ende September/Anfang Oktober der Öffentlichkeit vorstellen werden.

Der Wettbewerb „"MittendrIn Berlin!“" ist dieses Jahr in der Hauptstadt zum ersten Mal von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Industrie- und Handelskammer (IHK) ausgelobt worden. Er soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Die Aktion knüpft an die City-Offensive „Ab in die Mitte“ an, die bereits mit großem Erfolg in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Sachsen durchgeführt wird. „MittendrIn Berlin!“ reagiert auf die Herausforderungen, die sich für den Einzelhandel durch den Strukturwandel ergeben.

Der Grundgedanke des Wettbewerbs ist eine neue Form der öffentlich-privaten Zusammenarbeit. Politik und Wirtschaft, Kultur und Sport, Bildungs- und Sozialeinrichtungen arbeiten Hand in Hand. Der Einzelhandel soll so angekurbelt, die Immobilienwirtschaft aktiviert und nicht zuletzt die Identität der Anwohner - oft unterschiedlicher nationaler Herkunft - mit ihrem Zentrum verstärkt werden. So wird insgesamt die Attraktivität und Lebensqualität der Stadtquartiere erhöht. Dieser Imagewandel soll schließlich weitere Initiativen in ihrer Arbeit ermutigen und bei den Berlinerinnen und Berlinern das Bewusstsein für ihre traditionellen Zentren stärken. Eine fachkundige Jury hat im April aus 34 eingereichten Projektbeschreibungen fünf Sieger gekürt. Innerhalb von wenigen Wochen haben die Initiativen aus Einzelhandel und Immobilienwirtschaft, Gastronomie und Hotels, Vereinen und Verbänden detaillierte Konzepte voller Kreativität und Einfallsreichtum erarbeitet.

Die Zentren-Initiative „MittendrIn Berlin!“ versteht sich als gemeinsame Aktion der Senats-verwaltung für Stadtentwicklung, der IHK und der privaten Wirtschaft. Die Initiatoren setzen damit ein Zeichen für neue Kooperationsmodelle in der Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Beteiligt sind unter anderen Karstadt und Kaufhof, der Handelsverband Berlin-Brandenburg, Engel & Völkers, Global Refund (Tax Free), die Securitas GmbH sowie weitere Sponsoren.
Außerdem wird der Wettbewerb unterstützt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft sowie den Bezirksämtern. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Wettbewerb war, dass die Initiativen ihre Projekte zu 30 % selbst finanzieren. Die übrigen Kosten werden durch die Siegprämie gedeckt.

Die Zentren-Initiativen stellen sich vor - Aktionsräume in Einkaufsstraßen und Wohnquartieren sorgen für Aufsehen
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Gewinner des Wettbewerbs "„MittendrIn Berlin! –- Die Zentren-Initiative"“ machen von August bis Anfang Oktober mit unterschiedlichen Aktionen auf ihre traditionellen Zentren aufmerksam. Hier ist die Programmplanung fast abgeschlossen, dort wird noch am Detail gewerkelt. Verraten wird an dieser Stelle nicht viel mehr, als dass die Initiativen aus Neukölln, Pankow und der Friedrichstraße sowie zwei aus Lichtenberg durch eine Vielzahl kreativer Ideen und publikumswirksamer Veranstaltungen ihr Zentrum zum Stadtgespräch erheben werden. Den vollständigen Veranstaltungsablauf der einzelnen Initiativen sowie Informationen zu Programmhöhepunkten erhalten Sie bei gesonderten Presseterminen, zu denen Sie jeweils persönlich eingeladen werden.

„Anstoß Neukölln“ – Sport und Kultur in der Karl-Marx-Straße (4. bis 7. August)
Wie Sport –- besonders Fußball –- ethnische Grenzen zwischen unterschiedlichen (Jugend-) Kulturen aufheben, ein teilweise konfliktreiches Nebeneinander in ein identitätsstiftendes Miteinander übertragen kann, will „Anstoß Neukölln“ vom 4. bis 7. August in der Karl-Marx-Straße zeigen. Mit vielen sportlichen und kulturellen Ereignissen, in die deutsche und türkische Vereine und Verbände, Geschäfte und Kultureinrichtungen eingebunden sind, wird unter freiem Himmel eine Vorstellung vermittelt von höherer Lebensqualität in der Neuköllner Karl-Marx-Straße. Das Engagement für ein attraktiveres Wohn-, Arbeits- und Freizeitumfeld in der auch als Flaniermeile beliebten Geschäftsstraße dient gleichzeitig der Belebung des Einzelhandels und der Ankurbelung der Immobilienwirtschaft. Bundesligaspieler von Hertha BSC haben Autogrammstunden angekündigt. Der Neuköllner Fußballverein Tasmania mit seiner Bundesliga-Jugendmannschaft und Türkiyemspor beraten den interessierten Nachwuchs über Trainingsmöglichkeiten. Neben Informationen rund um den Fußball zeigen Jugendliche beim Street-Soccer-Turnier ihre Dribbelkünste. Ein vielseitiges Bühnenprogramm bietet unter anderem Vorführungen, die von Kampfsportgruppen über Tanzschulen bis hin zu Rockmusik sowie lateinamerikanischen Rhythmen reichen.  „

"Trommeln für Pankow"“ -– „"Bauschilder"“ sollen Immobilienbranche aufwecken (25. bis 29. August)

Das Zentrum Pankows leidet unter einem geringen Bekanntheitsgrad und schlechten Image. Städtebauliche Defizite, Brachflächen in bester Lage und eine entwicklungsbedürftige Einzelhandelsstruktur prägen das Bild auf der einen Seite. Andererseits ist die Altbausubstanz von guter Qualität, zeugen Schloss und Museen sowie viele öffentliche Grünflächen und Spielplätze von einem familienfreundlichen Umfeld mit hohem Freizeitwert. Diese Vorteile wissen auch viele Künstler zu schätzen, die Pankow als Wohnsitz gewählt haben. Für die Aufhellung der Schattenseite des Pankower Zentrums trommelt die ortsansässige Initiative. Kunstaktionen bei Tag und Nacht stehen im Vordergrund. Percussionbands ziehen durch die Straßen. Die Errichtung eines Kulturkaufhauses wird angedeutet. „"Bauschilder“" an brachliegenden Top-Lagen sollen einen Wettstreit der Investoren um die Filetstücke des Reviers in Gang setzen. Diese werden mit „Light-Writing“ von einer Künstlergruppe illuminiert. Kostas aus der Lindenstraße wird ein Konzert geben.

Die Weitlingstraße im „"Gelbfieber“" - Gelbe Menschen flanieren auf Gelbem Teppich (1. bis 4. September)
Die Anwohner der Weitlingstraße in Lichtenberg sehen Gelb. Sie wollen den Ruf der Straße aufwerten, der schlechter ist als die tatsächliche Situation der Einkaufsstraße. Kunden sollen gebunden werden und neue hinzukommen. Ziel ist es, die vorhandene Einzelhandelsstruktur zu stärken und weiter zu entwickeln. Leerstehende Läden und Geschäfte sollen einen Mieter finden. Die Initiative „"Die Weitlingstraße –- Lichtenbergs Gelbe Seite“" regt mit vielfältigen Aktionen rund um die Farbe Gelb die Belebung der Weitlingstraße an. Vom 1. bis 4. September erliegt die Weitlingstraße dem „Gelbfieber“. Am 1. September wird ein 4.500 Quadratmeter großer und 370 Meter langer gelber Teppich auf der Fahrbahn ausgerollt. Die Kunstaktion, die ein bisher nicht gekanntes Raumgefühl in der Weitlingstraße hervorrufen soll, wird am 2. September mit einer Medienveranstaltung gefeiert. Die Anwohner und Besucher sind dann aufgerufen, in gelber Kleidung in ihrer Geschäftsstraße zu flanieren. Auch die übrigen Tage der Veranstaltung sind voller gelber Überraschungen.

"Lichtenberger Fennpfuhlmeile(n)steine“" -– Ein Ortsteil in Insellage mitten in der Stadt sucht den Anschluss ans Umfeld (8. bis 11. September)
Wegen seiner Insellage wird der Lichtenberger Ortsteil Fennpfuhl von Außenstehenden kaum wahrgenommen. Der Verkehr rauscht auf Hauptstraßen an der Wohn- und Einkaufsgegend vorbei, ohne dass jemand Notiz nimmt von dem, was sich hinter Plattenbauten und Bäumen verbirgt. In Berlin ist eine derartige Mischung aus weitläufigen Grünanlagen und von Grund auf sanierten Mietblocks, in denen teilweise eine multiethnische Bevölkerung wohnt, wohl kaum noch einmal anzutreffen. In manchen Wohnkomplexen leben Menschen aus mehr als 30 Nationen. Das Zentrum bilden sowohl ein Warenkaufhaus als auch ein See mit Wasserfontäne im Fennpfuhlpark. Vom 8. bis 11. September übernehmen die "„Lichtenberger Fennpfuhlmeile(n)steine“" das Zepter im Ortsteil. Die Fennpfuhler Isolation soll durch sieben Themenmeilen aufgehoben werden. Höhepunkte sind die Eröffnung des nach Betreiberangaben ersten Kreativkaufhauses Deutschlands sowie die Verhüllung des Monumentalbrunnens am Anton-Saefkow-Platz. Außerdem werden bei einem Hochhaustreppenlauf sportliche Höchstleistungen gefordert. Ein Klassikkonzert und "„Ostrock auf der Bühne"“ sorgen für Unterhaltung. Ziel der Aktionen ist die wirtschaftliche und soziale Stärkung des Zentrums sowie dessen Anbindung an angrenzende Einkaufszentren.

Die schönsten Straßen der Welt –- Die Via Condotti zu Gast in der Friedrichstraße (23. September bis 3. Oktober)
Die Friedrichstraße beginnt den Dialog mit den schönsten Straßen der Welt. Dieses Jahr ist Roms Via Condotti zu Gast, im nächsten Jahr soll sich ein renommierter Einkaufsboulevard einer osteuropäischen Metropole an der Friedrichstraße präsentieren. Ziel ist die Umsatzsteigerung des Einzelhandels und die bessere Vermarktung der Friedrichstraße als luxuriöse Flanier- und Einkaufsmeile für Berliner und Touristen. Die Gasttage der Via Condotti zeigen sich dem Besucher durch die visuelle Verwandlung der Friedrichstraße in den römischen Boulevard. Die Initiatoren versprechen, dass das Straßendesign „von sich Reden machen“ wird. Transparente mit künstlerisch gestalteten Fotos der Via Condotti schmücken die Fassaden der Friedrichstraße. Künstler säumen das Straßenbild. Kulinarische Spezialitäten aus unterschiedlichen italienischen Regionen erfreuen den Gourmet. Das elftägige Fest der Via Condotti in der Friedrichstraße wird mit einer Eröffnungsgala zelebriert. Es ist gleichzeitig der Abschluss des diesjährigen Wettbewerbs „"MittendrIn Berlin! –- Die Zentren-Initiative“".




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