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Presse und Aktuelles

Berichte über Trinkwassermangel sind falsch


22.08.03, Pressemitteilung
Der Bericht der Berliner Morgenpost „"Die Berliner Spree fließt rückwärts -– Trinkwassermangel in Berlin?“" enthält überwiegend Unrichtigkeiten und Halbwahrheiten.

Es ist richtig, dass die langanhaltenden, extrem trockenen Witterungsverhältnisse der letzten Wochen auch an den Wasserständen und Abflüssen der Berliner Gewässer nicht spurlos vorüber gegangen sind.

Ursache für die extrem niedrigen Wasserstände in der Spree in diesem Sommer ist neben den ausbleibenden Niederschlägen die seit Anfang der 90er Jahre zu verzeichnende Verminderung des Abflussvolumens in den südöstlichen Zuflüssen nach Berlin durch den planmäßige Rückgang des Lausitzer Braunkohletagebaus und die damit zusammenhängende Verringerung der eingeleiteten Sümpfungswassermengen in die Spree. Waren es 1989 noch 32,15 m³/s, ging diese Einleitung bis 2002 auf 11,97 m³/s zurück.

Um die sich daraus ergebenden Wasserengpässe zu abzustellen bzw. zu mildern, wird gemeinsam vom Bund und den Ländern Sachsen, Brandenburg und Berlin der Speicher Lohsa II gebaut, der jedoch zurzeit noch nicht betriebsfähig ist, sondern in Hochwasserzeiten, und nur dann, geflutet wird. Der für die Spree in Berlin maßgebende Pegel befindet sich in Berlin-Köpenick am Zusammenfluss von Dahme und Spree. Trotz der bereits sehr langanhaltenden Niedrigwassersituation wird der Wasserstand hier durch die Schleusen und Wehre in Berlin-Mühlendamm, Kleinmachnow und am Eingang des Landwehrkanals auf dem langjährigen Normalniveau von 32,37 NN + m gehalten.

Das Rückströmen der Spree auf dem Abschnitt von der Dahmeeinmündung bis zum Großen Müggelsee ist kein singuläres Ereignis für 2003, sondern mehr oder weniger stark ausgeprägt in den letzten Sommern stets aufgetreten. Berlin droht auf Grund der geringen Wasserstände in Spree und Havel keine Trinkwasserknappheit, weder in der Menge noch in der Qualität.

Die Berliner Wasserbetriebe fördern das Wasser für die Trinkwasserversorgung Berlins nur aus dem Grundwasser, dessen Qualität unabhängig ist von den Wasserständen und Abflüssen der Oberflächengewässer.

Bereits 1991 wurde die Entnahme von Oberflächenwasser für die Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Friedrichshagen eingestellt. Die gute Qualität des Berliner Grundwassers und die Überwachung des Trinkwassers durch die Trinkwasserverordnung garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität des in die Netze eingespeisten Trinkwassers.




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