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Neubau der Fahrbahnen und Gehwege an der Straße Unter den Linden


10.07.03, Pressemitteilung
Koalitionsvertreter einigten sich in einem Spitzengespräch Nach einem Spitzengespräch mit Senator Peter Strieder haben Vertreter der beiden Koalitionsparteien PDS und SPD Vereinbarungen zum Neubau der Fahrbahn, zur Verbreiterung der Gehwege und zur Verkehrsführung getroffen. Damit wird die Investitionsmaßnahme, die auch nicht geringe Arbeitsplatzeffekte durch die auszuführenden Bauleistungen als auch durch die mit der Aufwertung der Straße zu erwartende positive Entwicklung der anliegenden Geschäfte mit sich bringt, weitergeführt.

Folgendes wurde vereinbahrt:
  • Da die Fahrbahnen der Straße Unter den Linden durchgängig erhebliche Schäden, wie Spurrinnen, Risse und Querrinnen aufweisen, die im Wesentlichen auf eine unzureichende Tragkonstruktion zurückzuführen sind und auch der unterirdische Leitungsbestand sich in sehr desolatem Zustand befindet und erneuert werden muss, werden die im Frühjahr diesen Jahres abgeschlossene Fahrbahnerneuerung und Gehwegverbreiterung zwischen Pariser Platz und Wilhelmstraße wird ab September weitergeführt. Außerdem wäre die Deckensanierung einzelner Teilbereiche wegen der Vielzahl der Schäden und der damit verbundenen Kleinteiligkeit der Maßnahmen kostenaufwändiger.
  • Die Fahrbahnbreite wird dann 11,15 m breit sein. Zur Verkehrsführung wird die Fahrbahn in eine Haltespur, einer Kombispur für Busse, Fahrräder und Taxen, sowie einer überbreiten Fahrspur, die von zwei PKW parallel befahren werden kann, aufgeteilt. Zwischen dem Reiterstandbild Friedrich II. und der Schloßbrücke wird das oberirdische Parken vollständig in die im Bau befindliche Tiefgarage unter dem Bebelplatz verlagert. Die Fahrbahnbreiten betragen hier 9,25 m. Ein 3 m breiter gepflasterter Mittelstreifen erleichtert das Überqueren der Fahrbahnen.
  • Wie im Abschnitt Pariser Platz bis Wilhelmstraße werden die Gehwege auf beiden Seiten um 2,85 m verbreitert. Die 4,5 m breiten Plattenbahnen werden durch Basaltstreifen gerahmt, Unter – und Oberstreifen werden mit Bernburger Mosaik gepflastert. Damit wird einerseits die Tradition der Gehwegbefestigung der Straße Unter den Linden weitergeführt und andererseits eine optimale Führung für Sehbehinderte erreicht. Mit der Verbreiterung der Gehwege wird die Straße Unter den Linden zum Flanierboulevard. Gastronomen können Tische und Stühle aufstellen, ohne die zahlreichen Touristen und Passanten zu behindern.
  • Der Baumbestand entlang der Gehwegen zeigt seit vielen Jahren aufgrund schlechter Boden- und Lichtverhältnisse erhebliche Wachstumsschäden. Im Rahmen dieser Baumaßnahme bietet sich nunmehr die Chance, den durch Salze und schadhafte Leitungen verunreinigten Boden vollständig und umfangreich auszutauschen und durch hochwertigen humusreichen Mutterboden zu ersetzen. Zusammen mit der Anlage neuer Lüftungskanäle und Pflanzgräben werden die neu gepflanzten Linden auf den verbreiterten Gehwegen im vergrößerten Abstand zu den Gebäuden erstmalig optimale Entwicklungsmöglichkeiten haben. Im ca. 1km langen Abschnitt der Baumallee sind auf den beiden Gehwegseiten insgesamt 180 Baumpflanzungen vorgesehen. In den letzten Jahren nachgepflanzte Jungbäume in vitalem Wachstumszustand, ca. 1/3 des Baumbestandes, sollen wieder eingepflanzt werden.
Bauphasen
Der Abschnitt zwischen Wilhelm- und Glinkastraße wird im September begonnen und soll bis Ende 2004 abgeschlossen sein. Die Bauarbeiten zwischen Charlottenstraße und Schloßbrücke können nach Schließung der nördlichen Baugrube für die Herstellung der Tiefgarage unter dem Bebelplatz voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres weitergeführt werden. Bis 2006 soll die Straße Unter den Linden insgesamt fertig gestellt sein.

Die Straßenbauarbeiten im Überblick:
1996           Neugestaltung der Mittelpromenade
2000-2002   Neubau der Fahrbahnen und Gehwege auf dem  Pariser Platz und im Abschnitt Pariser Platz bis Wilhelmstraße
2003-2004   Wilhelmstraße bis Glinkastraße
2004-2005   Charlottenstraße bis Schloßbrücke
2005-2006   Glinkastraße bis Charlottenstraße

Finanzierung
Die Kosten belaufen sich nach den derzeitigen Bauplanungsunterlagen auf insgesamt 12,7 Mio. Euro. Im Bereich des festgelegten Entwicklungsbereichs „Hauptstadt- und Regierungsviertel“ werden sie zu 60% mit Bundesmitteln finanziert. Senator Peter Strieder wurde beauftragt über eine Erweiterung des Entwicklungsbereichs auf den Abschnitt Glinkastraße bis Staatsoper wird mit dem Bund zu verhandeln. Zudem wird derzeit geprüft, wie durch die weit gehende Wiederverwendung vorhandener Materialien und den Verzicht auf gusseiserne Baumscheibenabdeckungen die Kosten reduziert werden können.




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