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Wintertrockenschäden an Pflanzen bedingt durch einen "Jahrhundertwinter"


30.04.03, Pressemitteilung
Was tun bei Wintertrockenschäden? - Das Pflanzenschutzamt informiert: Der Winter 2002/2003 war eigentlich kein besonders strenger Winter. Sowohl die Tiefsttemperaturen (unter minus 13°C) als auch die Dauer der Frostperiode von Dezember bis Ende März mit geringen Niederschlagsmengen, liegen durchaus im „Normalen“ für den Berliner Raum.

In den zurückliegenden Jahren waren die Winter eher durch mildes und feuchtes Wetter gekennzeichnet. Menschen, aber auch die Pflanzen in den Gärten haben sich daran gewöhnt. Der letzte Winter mit trockener Kälte zeigte deutlich, welche Pflanzen in unseren Gärten langfristig überlebensfähig sind. Probleme mit trockenkaltem Winterwetter hatten u.a. Rhododendren, Kirschlorbeer, Skimmia, Schattenglöckchen, Schneeheide und andere Heidearten, Spindelstrauch, Freilandhibiskus und auch die eine oder andere Rose.

Besonders immergrüne Gehölze leiden in kalten schneelosen Wintern unter Frosttrocknis. Dabei müssen diese Pflanzen auch im Winter über Blätter und Rinde Wasser verdunsten, können aber bei gefrorenem Boden kein Wasser aus dem Boden nachliefern. Die Wasserreserven werden angegriffen. So werden möglicherweise Wasserreserven in der Pflanze verbraucht, bevor Trockenschäden sichtbar sind.

Erst mit Beginn der Vegetation zeigen sich die Symptome. Zahlreiche Kirschlorbeersträucher weisen derzeit gelbe oder weißgraue trockene Blätter auf, die langsam abfallen. Die Pflanzen treiben zwar in der Vegetationszeit häufig wieder aus, nehmen aber im nächsten trockenkalten Winter meist wieder Schaden. Ähnlich verhält es sich bei Efeu an Zäunen oder an Wänden, die Wind und Sonne ausgesetzt sind. Andere Pflanzen sind nicht frosthart genug für unsere Winter und erfrieren. Hierzu zählen u.a. Freilandhibiskus, Blauzypressen, mitunter der Sommerflieder und verschiedene Zedern. Bei diesen Pflanzen wartet man im folgenden Frühjahr vergeblich auf den Austrieb. Auch unter den mehrjährigen Kräutern kam es im Winter zu enormen Schäden. So treiben Thymian, Bohnenkraut, Ysop und Lavendel wenn überhaupt nur unmittelbar über dem Boden aus. Besonders ärgerlich ist der Schaden bei im Herbst 2002 frisch gepflanzten immergrünen Koniferen. Wurden diese Gehölze nicht gründlich angegossen und durch Schattenleinen oder Stroh- bzw. Schilfmatten vor Wind und Sonne im Winter geschützt, ist meist der Totalverlust dieser Pflanzen in diesem Frühjahr zu beklagen. Winterschäden gab es auch bei den Rosen. Sichtbar wird dies jetzt an kümmerlich austreibenden Zweigen bzw. durch chlorotisch verfärbte Blätter. Hier hilft nur ein massiver Rückschnitt auf gesunde Austriebe im Bodenbereich.




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