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Presse und Aktuelles

Tag gegen Lärm


29.04.03, Pressemitteilung
International Noise Awareness Day am 30. April 2003 Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung begrüßt die Initiativen und Aktionen zum Tag gegen Lärm, der dieses Jahr unter dem Motto: "15 Sekunden Ruhe um 14:15 Uhr" steht.

Nach den Umweltproblemen Wasser und Luft, die wir in der Stadt einigermaßen in den Griff bekommen haben, ist vor allem der durch den Verkehr verursachte Lärm das gravierende Umweltproblem, das es zu mindern gilt. Die akustische Verschmutzung der Umwelt nimmt täglich zu, immer mehr Menschen beklagen sich über Lärm, fühlen sich nicht mehr wohl in ihren eigenen vier Wänden, und schon gar nicht draußen. Straßen- und Schienenverkehrslärm, Fluglärm, Nachbarschaftslärm, Lärm am Arbeitsplatz und in der Freizeit -- die Formen von Lärm sind vielfältig und allgegenwärtig. Gehör, Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität leiden. Jede und Jeder können viele geräuschvolle Aktivitäten unterlassen und unvermeidbare Geräusche auf das Mindestmaß beschränken.

Diese Empfehlungen sind aus Sicht der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung dahingehend zu ergänzen, dass alle Berlinerinnen und Berliner zu mehr Ruhe in den Berliner Straßen beitragen möchten. Das beginnt mit der Verkehrsmittelwahl.
  • Wer statt mit dem Auto zu Fuß geht, mit dem Fahrrad oder Bus, der Straßenbahn, U- oder S-Bahn fährt, macht am wenigsten Lärm. Dabei ist er bei kurzen Wegen oft schneller und bei langen pünktlicher, bewegt sich gesünder, spart Nerven und produziert weniger Abgas. (Übrigens besitzt die Hälfte aller Berliner Haushalte kein Kfz und ist ohne ein eigenes Auto mobil)
Erste Schritte zur Lärmminderung wurden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in den letzten Jahren eingeleitet:
  • Im Modellversuch Verkehrslärmminderung wurden verschiedene straßenverkehrsbehördliche Instrumente getestet. Die Geschwindigkeitsreduzierung erwies sich hierbei wirkungsvollstes Instrument - sicherlich nicht zuletzt wegen der relativ guten Kontrollierbarkeit. Der Versuch zeigte aber auch, dass bereits die erreichten Entlastungen von den Anwohnern sehr positiv bewertet wurden.
  • Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unterstützt bei mehreren Projekten die Förderung von erdgasbetriebenen Fahrzeugen, diese Fahrzeuge haben deutlich geringere Emissionen sowohl bei der Geräuschentwicklung als auch bei den Luftschadstoffen.
  • Das Maßnahmenprogramm zur Lärmsanierung der Straßenbahn beschreibt die vorwiegend technischen Maßnahmen, die in den nächsten Jahren dazu beitragen werden, dass die Straßenbahn spürbar leiser wird.
  • Der Berliner Senat wird die Verschärfung von Emissionsvorschriften, z. B. für Pkw, Reifen oder Straßenbahnen auf BR-Ebene einfordern.
Darüber hinaus wurde im Rahmen von Modellprojekten damit begonnen, für zwei Bereiche mit hohem Handlungsbedarf - Ortsteil Mitte und Altstadt Köpenick - eine umfassende Lärmminderungsplanung zu erarbeiten. Hierbei werden die verkehrs- und stadtplanerischen Belange berücksichtigt und die Lärmminderungsplanung wird als fester Baustein in die Stadtentwicklungsplanung integriert. Zielrichtung ist die Nutzung von Synergieeffekten bei der Umsetzung und Wirkung von Maßnahmen, die sich aus Verkehrs-, Stadt- und Umweltplanung sowie aus Verkehrssicherheitsmaßnahmen ergeben. Für das Modellprojekt Köpenick liegt das Gutachten als Entwurf vor; die Ergebnisse wurden bereits in der Öffentlichkeit dargestellt und diskutiert. Für das Modellprojekt Mitte ist eine Präsentation und Diskussion der Ergebnisse im Herbst zu erwarten.

Wohin wendet sich ein Bürger, wenn er Hilfe braucht?
Zunächst an das Umweltamt im Bezirk. Das hilft auch im Zweifel weiter. Bei Baulärm, genehmigungsbedürftigen gewerblichen Anlagen, Großveranstaltungen und Verkehrslärm ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zuständig.
Das Eisenbahnbundesamt ist für Lärm von S- und Eisenbahn zuständig. Das Umweltbundesamt informiert über grundsätzliche Fragen zum Lärmproblem.




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Katrin Dietl
Tel.: 030 90139-4040
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