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50 Jahre Pflanzenschutzamt Berlin


04.04.03, Pressemitteilung
Aus Anlass des 50. Namenstages des Pflanzenschutzamtes Berlin fand am 01. April 2003 am jetzigen Standort dieser der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nachgeordneten Behörde an der Mohriner Allee in Berlin-Neukölln ein Festkolloquium mit geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Pflanzenschutzfachleuten sowie den aktiven und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern statt. Gastredner waren der Präsident der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Prof. Dr. G. F. Backhaus, und der ehemalige Leiter des Pflanzenschutzamtes und Mann der ersten Stunde dieser Dienststelle, Prof. Dr. H.-P. Plate.

Die Anfänge des Pflanzenschutzamtes liegen im Dunkel der Nachkriegszeit und lassen sich leider nicht mehr eindeutig nachvollziehen. Weil sich ein konkreter Zeitpunkt der Gründung nicht mehr rekonstruieren ließ, wurde die durch den damals für die Behörde zuständigen Senator für Wirtschaft und Ernährung veranlasste Änderung der Dienststellenbezeichnung als Jubiläumstermin festgesetzt. Aus dem Wortlaut der Veröffentlichung im Amtsblatt für Berlin vom 21. März 1953 : "Das Institut für Vorrats- und Pflanzenschutz (Pflanzenschutzamt), Berlin-Zehlendorf, Altkircher Straße 1-3, führt ab dem 1. April 1953 unter Beibehaltung seines bisherigen Sitzes die amtliche Bezeichnung Pflanzenschutzamt".

Diese Vorläufereinrichtung wurde wahrscheinlich schon in der Zeit zwischen April und Juli 1947 gebildet. Sie hatte ihren Sitz zunächst in der Thielallee, Berlin-Dahlem. Wenig später befand sich die Dienststelle bereits in der Altkircher Straße. Das dort gemietete Zweifamilienhaus war bis zur Eröffnung des in der Mohriner Allee 137 in Berlin-Neukölln errichteten Dienst- und Laborgebäudes mit Gewächshäusern und Freilandversuchsflächen am 26. April 1990 Heimstatt dieser Dienststelle. Die politische Entwicklung in Deutschland in den Jahren 1949 bis 1990 führte dazu, dass die nicht zuletzt auch aus fachlichen Gründen weitgehende parallele Entwicklung im Pflanzenschutz auch vergleichbare Institutionen entstehen ließ. Allerdings war die Organisationsform in Berlin (Ost) etwas anders als im Westteil der Stadt. Dort war der Pflanzenschutzdienst zunächst unmittelbar beim Magistrat angesiedelt und an mehrfach wechselnden Stadtorten untergebracht, so in Berlin-Mitte in der Klosterstraße, dann in der Wallstraße und schließlich am Georgenkirchplatz.

Erst zum 1. Januar 1964 wurde auch in Berlin (Ost) ein Pflanzenschutzamt, und zwar beim Bezirkslandwirtschaftsrat Berlin, eingerichtet. Die Dienststelle hatte ihr Domizil zunächst in der Klement-Gottwald-Allee in Berlin-Weißensee. Im Herbst 1968 erfolgte die Verlegung an die Blankenfelder Chaussee in Berlin-Pankow. Nach der Wiedervereinigung wurde die Dienststelle ab Januar 1991 anfänglich noch als Außenstelle des Gesamtberliner Pflanzenschutzamtes mit Sitz an der Mohriner Allee weitergeführt. Zum 1. März 1993 wurden die dort tätigen Mitarbeiter in Berlin-Neukölln untergebracht und die Außenstelle bis Ende 1993 aufgelöst. Der Leiter der Abteilung Stadt- und Freiraumplanung, Dietrich Flicke, übermittelte die Grußworte des Senators für Stadtentwicklung, Peter Strieder, bzw. der Staatssekretärin für Verkehr und Umwelt, Maria Krautzberger. Er stellte u. a. fest, dass das Pflanzenschutzamt Berlin eine feste Größe im Bestreben dieser Senatsverwaltung für eine intakte städtische Umwelt und die Weiterentwicklung einer lebenswerten Stadt Berlin war, ist und bleibt. Prof. Dr. Hans-Peter Plate, langjähriger, ehemaliger Leiter des Pflanzenschutzamtes Berlin referierte über "Wesentliche Aspekte 50-jähriger Pflanzenschutzarbeit in Berlin".

Er unterstrich die Bedeutung des Pflanzenschutzes in den Nachkriegsjahren, der das Ziel verfolgte, die Berlinerinnen und Berliner ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Schon in den siebziger Jahren setzte ein Trend ein, der sich bis zum heutigen Tage fortsetzt: Die Lebensqualität in urbanen Räumen wird zunehmend durch gesundes Stadtgrün bestimmt. Hier gingen vom Pflanzenschutzamt Berlin vielfältige Impulse aus. Dr. Georg F. Backhaus, Präsident der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft referierte über "Perspektiven der Phytomedizin". Er stellte die Bedeutung dieser Wissenschaftsdisziplin für alle Landbausysteme heraus, benannte Fehlentwicklungen, und zeigte den zukünftigen Weg der Phytomedizin auf. Neben dieser geschlossenen Veranstaltung wird sich das Pflanzenschutzamt am 24. Mai 2003 auch hinter die Kulissen schauen lassen und die Bevölkerung von 11:00 bis 17:00 Uhr zu einem Tag der offenen Tür einladen.

Ebenfalls aus Anlass des Jubiläums wird für die Fachwelt vom 27. bis 29. August 2003 das 2. Internationale Symposium über Pflanzengesundheit im Stadtgrün dieses Mal in Berlin stattfinden. Die Tagung wird von der Biologischen Bundesanstalt in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Pflanzenschutzamt sowie der Technischen Fachhochschule Berlin durchgeführt.



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