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Internationaler Tag des Waldes 2003 steht unter dem Motto: "Wald und Wasser"


20.03.03, Pressemitteilung
Der 21. März ist der Internationale Tag des Waldes. Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hat die Welternährungsorganisation FAO diesen Tag als Reaktion auf die globale Waldzerstörung ausgerufen. In diesem Jahr steht der Tag deutschlandweit unter dem Motto "„Wald und Wasser“". Durch die Hochwasserereignisse des vergangenen Jahres hat dieses Thema besondere Aktualität. In Berlin spielen darüber hinaus die Leistungen der Wälder für den Grundwasserschutz eine große Rolle.

Von allen Vegetationsformen bietet der Wald den besten Hochwasserschutz und die wirksamste Abflussregulierung. Wald hat durch hohe Verdunstungsraten und die guten Infiltrationseigenschaften der Waldböden eine hochwassermindernde Wirkung. Die Wälder können somit Hochwasserspitzen mildern, indem sie große Mengen Wasser aufnehmen, speichern und diese Wassermengen zeitlich verzögert und gleichmäßig wieder abgeben. Ein einziger Hektar Wald kann bei günstiger Struktur bis zu zwei Millionen Liter Wasser zurückhalten. Während Brachland zwölf Prozent, Weideland 30 Prozent und Ackerland sogar 35 Prozent der Niederschläge fast ungebremst abfließen lassen, schlucken Wälder nahezu alle Niederschläge; lediglich ein Rest von fünf Prozent fließt ab. Etwa 30 Prozent der Regenmenge, die über gesunde Wälder niedergehen, verdunsten bereits im Kronendach. 40 Prozent werden von Baumwurzeln und Krautschicht aufgenommen, 25 Prozent speichert der Humusboden.

Wald schützt auf diese Art und Weise vor Bodenerosion, mindert Abflussmenge und –geschwindigkeit und kann Treibgut und Geröllmassen zurückhalten. Die Erhaltung und Mehrung von Wäldern ist aber nicht nur ein wichtiger Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz, sondern auch für das Trinkwasser. Das Trinkwasser Berlins wird überwiegend in den ausgedehnten Waldgebieten der Stadt gewonnen. Wälder liefern nicht nur sauberes Wasser. Sie sorgen auch dafür, dass ganzjährig, auch in regenarmen Zeiten, gleichmäßig Wasser zur Verfügung steht. Niederschläge dringen fast vollständig tief in den speicherfähigen Waldboden ein. Ist der Waldboden gesättigt, gibt er überschüssiges Wasser langsam an das Grundwasser ab. Um die Qualität des Wassers zu sichern, müssen Verschmutzungen und Störungen vermieden werden.

Die Berliner Forsten berücksichtigen den Grundwasserschutz bei der Waldpflege insbesondere durch:
  • den Verzicht auf Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatz
  • den Verzicht auf Kahlschläge
  • die Förderung naturnaher laubholzreicher Mischwälder.

So halten die Wälder auch zukünftig hochwertiges Wasser für die Stadt bereit.

Darüber hinaus kann jeder wirksame Beiträge zum Schutz des Trinkwassers leisten zum Beispiel durch:
  • sparsamen Umgang mit Wasser
  • Vermeidung wassergefährdender Stoffe in Haus und Garten
  • Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.





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