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Berlin beteiligt sich aktiv am EU-Umweltprojekt "Heaven"


14.05.02, Pressemitteilung
Im Rahmen einer Pressekonferenz stellt die Staatssekretärin für Verkehr und Umwelt, Maria Krautzberger gemeinsam mit Christian Wiesenhütter von der IHK, am heutigen Dienstag, den 14. Mai 2002 um 10.30 Uhr im Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, die Projekte vor, mit denen sich Berlin am EU-Umweltprojekt “HEAVEN” beteiligen wird.

Einleitend informiert Staatssekretärin Maria Krautzberger über das EU-Projekt: „Aufgrund neuer umweltmedizinischer Erkenntnisse hat die Europäische Union schärfere Grenzwerte für Luftschadstoffe verabschiedet, die überall in Europa bis 2005 bzw. 2010 eingehalten werden müssen. Gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Großstädten - Rom, Paris, Rotterdam, Prag und Leicester – beteiligt sich Berlin an dem von der Europäischen Kommission etwa zur Hälfte mitfinanzierten Projekt HEAVEN (Healthier Environment through Abatement of Vehicle Emissions and Noise). Es sollen gemeinsam Wege entwickelt werden, wie der Autoverkehr so gesteuert werden kann, dass die Luft- und Lärmbelastung unter die entsprechenden Grenzwerte gesenkt wird. Die Qualität der Berliner Luft hat sich zwar in den letzten Jahren durch den Einbau von Filteranlagen in Kraftwerke und die Umstellung von Ofenheizungen auf Gas und Fernwärme erheblich verbessert. Die Messungen der Luftqualität in Berlin zeigen allerdings, dass gerade in vielen verkehrsbelasteten Hauptverkehrsstraßen die Luftbelastung die zukünftigen Grenzwerte für Schwebstaub, Stickoxide und Benzol überschreitet. Im Rahmen des HEAVEN Projekts hat sich Berlin gemeinsam mit Paris, Rom, Rotterdam, Prag und Leicester die Aufgabe gestellt, Wege zu entwickeln, wie der Autoverkehr so gesteuert werden kann, dass die Luft- und Lärmbelastung unter die entsprechenden Grenzwerte gesenkt wird “. Um die Wirksamkeit von verkehrslenkenden Maßnahmen nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis zu testen, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unter 23 als hoch belastet eingestuften Straßenabschnitten unserer Stadt, die Beusselstraße in Moabit als ein erstes HEAVEN-Versuchsgebiet ausgewählt. Damit die dort gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Problemgebiete unserer Stadt übertragbar sind, spielten folgende Faktoren bei der Auswahl gerade dieser Straße eine Rolle:
  • die unmittelbare Anbindung an die Autobahn erlaubt eine weiträumige Umfahrung des Gebietes
  • die technischen Voraussetzungen für eine flexible Anpassung der Ampelschaltungen in diesem Gebiet sind gewährleistet
  • der hohe Anteil an LKW-Durchgangsverkehr verspricht relevante Entlastungen durch die verkehrslenkenden Maßnahmen
Im Rahmen der HEAVEN-Demonstrationsphase, die durch Luft- und Lärmmessungen begleitet werden, sind in der Beusselstraße folgende temporäre Maßnahmen geplant:
  • Einführung von Tempo 30 auf der Beusselstraße (von Mitte Juni bis Ende August)
  • Einführung eines Lkw Verkehrsverbots auf der Beusselstraße unter Beschilderung einer entsprechenden Umleitung (vom 26.08. - 15.09.2002)
  • Eine Veränderung der Steuerung der Lichtsignalanlagen zur Sicherstellung eines besseren Verkehrsflusses (Mitte September bis Mitte Oktober 2002)
Staatssekretärin Maria Krautzberger: „Dieser, in den kommenden Wochen beginnenden wichtigen Testphase, gingen umfangreiche Untersuchungen voraus. So wurden seit Beginn des Projekts im Frühjahr 2000 Bürger, Bürgerinitiativen im Untersuchungsraum, Hauptverwaltungen und der Bezirk informiert und mit Fragebogenaktionen eingebunden. Im Frühjahr diesen Jahres fanden zusätzlich Abstimmungen mit der IHK und Vertretern des Fuhrgewerbes zur exakten Festlegung der Maßnahmen in der Beusselstraße statt, die unseren Test unterstützen. Die auch von uns mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Untersuchung werden wir dann gemeinsam mit allen Beteiligten auswerten und dann auch der Öffentlichkeit präsentieren.“




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