Wohnen  

 

Strategie Wohnen - Genossenschaftliches Wohnen

Ergebnis des genossenschaftlichen Neubauwettbewerbs 2012


Senator Michael Müller
Der ehemalige Senator Michael Müller

Stadtentwicklungssenator Michael Müller ehrt neun Sieger im genossenschaftlichen Neubauwettbewerb 2012

Stadtentwicklungssenator Michael Müller hat am 17. Dezember 2012 neun Berliner Wohnungsbaugenossenschaften als "Preisträger und Ideengeber im genossenschaftlichen Neubauwettbewerb 2012 des Landes Berlin" geehrt. Die Wettbewerbssieger können damit als Finanzierungsbeitrag zur Realisierung ihrer Bauvorhaben bei der Investitionsbank Förderprämien beantragen. Nach der Erstellung ausführungsreifer Planungen können sie so zinslose Darlehen erhalten, die zweckgebunden für das Bauvorhaben eingesetzt und nach spätestens 15 Jahren vollständig zurückgezahlt werden müssen. Mit den Förderprämien (maximal 1,0 bis 1,5 Mio. € pro prämiertes Vorhaben) werden die Realisierung der Vorhaben und die Bezahlbarkeit des Wohnens unterstützt.


Preisträger und Ideengeber im genossenschaftlichen Neubauwettbewerb


Beitrag 01 | "Marchlewskistraße 81 – 87"

Bewohnergenossenschaft Friedrichsheim eG

Das Projekt zeigt eine mustergültige Lösung für eine Nachverdichtung im Blockinnenbereich mit gezielter Versorgung älterer Genossenschaftsmitglieder im Kiez. Schwerpunkt ist die sinnvolle Ergänzung des genossenschaftlichen Wohnungsbestands und die Ermöglichung generationenübergreifenden Wohnens.
 
Beitrag 03 | Neubauvorhaben Bremer Straße 49

Mietergenossenschaft Unionplatz eG

Hervorgehoben wird das Engagement der Genossenschaft als Kompensation für die Überlassung des Grundstücks im Rahmen einer Erbbaupacht den Unterhalt und die Pflege des Parks zu übernehmen. Lobenswert ist zudem, dass durch die vorgesehene Nutzung des Erdgeschosses mit Räumen für Nachbarschaftsinitiativen etc. in diesem problematischen Kiez Verantwortung für die Quartiersentwicklung übernommen wird. Diese Öffnung des Vorhabens zum Quartier und Außenraum wird als guter und beispielhafter Ansatz hervorgehoben.
 
Beitrag 05 | Modellprojekt Möckernkiez

Möckernkiez eG

Das Vorhaben ist aufgrund seiner Größe, seiner städtebaulichen Konzeption, der angestrebten Nutzungsmischung und des bürgerschaftlichen Engagements ein herausragendes Projekt im Wettbewerb. Es wird als sehr ambitioniertes und gutes Projekt gewürdigt. Die Genossenschaft sieht die Verwendung der Förderprämie zur Senkung der Genossenschaftsanteile als Subjektförderung vor, was die Jury befürwortet.
 
Beitrag 07 | Neubauvorhaben Eckgrundstück Köpenicker Straße 172 / Eisenbahnstraße 24

Forum Kreuzberg Mietergenossenschaft eG

Das Vorhaben sieht eine Blockrandschließung an städtebaulich bedeutsamer Stelle vor. Die vorgeschlagene Lösung ist architektonisch und städtebaulich sehr gelungen. Der Ansatz einer Vernetzung der Freiflächen benachbarter Grundstücke ist von besonderer Qualität. Die Lösung, das Vorhaben trotz des kleinen Grundstücks durch Angebote der Infrastruktur im Kiez zu vernetzen, wird als besonderer Beitrag gewürdigt. Das Projekt kann eine Antwort auf die mit Gentrifizierungsprozessen verbundenen Probleme in diesem Quartier bieten.
 
Beitrag 13 | Wohnanlage Dörpfeldstraße 75

Wohnungsgenossenschaft Treptow Süd eG

Das Vorhaben ist nutzungsstrukturell folgerichtig aus dem Bestand heraus entwickelt. Die Jury würdigt den Schritt der Genossenschaft, erstmals Neubau zu betreiben und als Bauherr aufzutreten. Die Genossenschaft hat sich dabei eines Wettbewerbsverfahrens bedient, das eine hochwertige Architektur zum Ergebnis hatte. Die Ergänzung der Wohnnutzung durch eine kleinere Gewerbeeinheit zur Dörpfeldstraße wird ebenfalls gewürdigt.
 
Beitrag 14 | Akademisches Wohnen am Campus Adlershof

Studentendorf Schlachtensee eG

Das Konzept ist innovativ und zukunftsweisend. Es bietet eine gelungene Antwort auf die Wohnraumnachfrage der speziellen Nutzergruppe der Studenten. Es ist damit ein Konzept, was die Vielfalt möglicher Nutzergruppen genossenschaftlicher Aktivitäten aufzeigt. Das Beispiel zeigt, dass Genossenschaften auch Lösungen für zeitliche befristete Wohnverhältnisse bieten können.
 
Beitrag 16 | Wuhlebogen – Anders Leben und Wohnen in Köpenick

Wohnungsbaugenossenschaft Köpenick Nord eG

Die beabsichtigte Initialzündung durch das Projekt als 1. Bauabschnitt wird städtebaulich und architektonisch als gute Lösung gesehen. Die im Erdgeschoss vorgesehenen Nutzungen beleben nicht nur das Projekt selbst, sondern stellen ein Angebot an die Nachbarschaft dar. Die Einbindung einer Demenz-Wohneinrichtung in das Konzept erweitert das genossenschaftliche Wohnangebot um eine sozialpolitisch anspruchsvolle Aufgabenstellung.
 
Beitrag 18 | Wohnungsneubau an der Welterbesiedlung Schillerpark

Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG

Den besonderen Anforderungen an den Standort (durch die Nachbarschaft zur Welterbesiedlung Schillerpark) hinsichtlich Architektur und Städtebau wird durch das Projekt entsprochen. Die besondere Qualität des Konzepts wurde im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens erreicht. Begrüßt wurde die Schaffung altengerechten Wohnraums in direkter Nachbarschaft zum Wohnungsbestand. Lebenslanges Wohnen in der Genossenschaft wird durch Wohnungstypologie und Mietmodelle unterstützt.
 
Beitrag 19 | Seniorengerechtes Wohnen im Reinickendorfer Rathausviertel

gewiwo Berlin Wittenauer Wohnungsbaugenossenschaft eG

Die Jury lobt, dass sich die Genossenschaft des Themas seniorengerechtes Wohnen in konsequenter und gut durchdachter Weise angenommen hat. Generationenübergreifendes Wohnen findet in diesem Projekt über die Straße hinweg statt. Zudem zeichnet sich die Vermietungskonzeption durch die Lösung von der Einheitsmiete aus. Abhängig vom Wohnwert steigt die Miete vom Erdgeschoss bis zum Dach.
 

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preisverleihung Fotos der Preisverleihung
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Dokumentation Genossenschaft­licher Neubauwettbewerb 2012 - Bezahlbarer Wohnraum für Berlin

Ausstellung Genossenschaft­licher Neubauwettbewerb - Präsentation der Wettbewerbs­ergebnisse

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