Wohnen  

 

Große Neubaustandorte

Übersicht der neuen Stadtquartiere für den Wohnungsneubau in Berlin


Schwerpunkte des  Wohnungsneubaus
Schwerpunkte des Wohnungsneubaus (Stand: Januar 2017)

Stadtquartiere des Wohnungs- und Städtebauprogramms Wachsende Stadt IV 2016 Potentielle Wohneinheiten Überblick
Blankenburger Süden mehr ca. 5.000-6.000
Buch ca. 2.000-2.500
Buckower Felder mehr ca. 800-900
Ehemaliger Güterbahnhof Köpenick mehr ca. 1.000-2.000
Europacity / Lehrter Straße mehr ca. 4.000
Gartenfeld ca. 3.000-4.000
Johannisthal / Adlershof mehr
ca. 2.000-2.500
Lichterfelde Süd mehr ca. 2.500-3.000
Michelangelostraße mehr ca. 1.500-2.500
Schumacher Quartier mehr
ca. 5.000
Wasserstadt Oberhavel ca. 4.500-5.500


weitere Stadtquartiere Potentielle Wohneinheiten Überblick
Rathaus Tempelhof und Umfeld mehr ca. 500

Diese – bis auf die Europacity, Wasserstadt und Adlershof – neu zu entwickelnden Quartiere sollen Heimat für 100.000 Berlinerinnen und Berliner bieten. Sie werden jeweils eine sehr große Zahl von Wohnungen umfassen. Das macht sie ökonomisch tragfähig und schafft einen Mehrwert für ihre Nachbarschaften – weil nur bei dieser Größe eigene Schulen und andere soziale Infrastruktur für die Quartiere geschaffen werden können.

Die neuen Stadtquartiere sollen lebendige Kieze werden, in denen die Bevölkerung gern wohnt, arbeitet und lebt. Die städtebauliche und soziale Qualität sowie die Integration in die angrenzende Nachbarschaft sind hierbei entscheidend. Es soll aus dem Erbe des Siedlungsbaus der 1920er Jahre gelernt und dieses mit dem Leitbild der gemischten Stadt, welches in den Gründerzeitquartieren vorzufinden ist, verknüpft werden.

Die neuen Stadtquartiere werden relativ dicht bebaut und sind dafür gut mit Freiräumen ausgestattet. Die Identität der neuen Stadtquartiere beruht auf ihren gestalterischen Qualitäten und ihrer sozialen Vielfalt. Sie sind robust und imstande, sich veränderten Anforderungen anzupassen. Weiterhin sind die neuen Stadtquartiere klimafreundlich und weitgehend barrierefrei. Somit sollen diese neuen Quartiere alle sozialen Schichten und Altersgruppen ansprechen.

Um eine stabile Sozialstruktur zu erreichen, werden landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, Baugruppen und private Unternehmen als Bauherren einbezogen. Der Anteil von 30% Sozialwohnungen trägt zur Berliner Mischung bei und folgt dem wohnungspolitischen Ziel, bezahlbaren Wohnraum in allen Teilen der Stadt zu schaffen.

Die Mischung in den Quartieren generiert auch Arbeitsplätze. Neben dem Zugang zum gesamtstädtischen Arbeitsmarkt ist lokales Gewerbe wichtig. Nicht nur der örtliche Bäcker, sondern auch Büros, Dienstleistungen, spezialisierte Werkstätten sowie Kunst und Kultur müssen sich dort ansiedeln. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Erdgeschosswohnungen geschenkt, weil sich dort das städtische Leben abspielt.

Die Stadtquartiere sollen gut an den ÖPNV angebunden und im Inneren vor allem fußläufig erschlossen sein. Sie bieten dem Fahrradverkehr attraktive und vernetzte Wege und unterstützen neue Formen der Mobilität wie beispielsweise Car-Sharing. Dies erfordert eine gewisse Dichte der Bebauung mit vier bis sieben Geschossen, aber auch einladende Freiräume. Die Freiräume öffnen Chancen für soziale Aktivitäten und vielfältige Möglichkeiten der Nutzung, Mitgestaltung und Aneignung. Somit wird die Gartenstadt des 21. Jahrhunderts gebaut.