Wohnen  

 

Wohnungsneubau

Genossenschaftsförderung


Foto: SenStadtWohn
Foto: SenStadtWohn

Projektaufruf

Das Land Berlin fördert zur Stärkung des Genossenschaftswesens in der Stadt Vorhaben von Wohnungsbaugenossenschaften, die sowohl den Neubau als auch den Bestandserwerb umfassen können. Im Rahmen eines Projektaufrufs sind in einem Genossenschaftsregister eingetragene Genossenschaften (e.G.) oder Genossenschaften in Gründung (i.G.) daher aufgerufen, Vorschläge für förderfähige Vorhaben in Berlin einzureichen.

Gefördert werden sollen auch Haushalte mit geringen Einkommen, die Wohnraum bei einer Genossenschaft in Berlin beziehen möchten. Für alle drei Förderbausteine stehen insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Eckpunkte der Genossenschaftsförderung

Förderung des Neubaus

(nur i.V.m. Förderung gemäß WFB 2018):
  • zinsloses, nachrangiges Darlehen als Eigenkapitalergänzung i.H.v. 10 Prozent der Gesamtkosten (max. 21.000 EUR je WE) für alle Wohneinheiten eines Vorhabens, sofern nachgewiesen wird, dass das Vorhaben andernfalls wirtschaftlich nicht tragfähig wäre;
  • Voraussetzungen:
    • Eigenkapitalanteil von 10 Prozent der Gesamtkosten und
    • mindestens 30 Prozent geförderte Wohnungen beim Bauvorhaben (Begründung von Mietpreis- und Belegungsbindungen);
  • Geförderte Wohnungen:
    • Baukostenzuschuss i.H.v. 10 Prozent auf das Förderdarlehen gemäß WFB 2018 zu Beginn der Laufzeit (dafür Kürzung des Förderdarlehens in gleicher Höhe)
    • Reduzierung des Tilgungszuschusses in Fördervariante 1 auf 15 Prozent am Ende der Laufzeit
    • mindestens 15 Prozent geförderte Wohnungen gemäß Förderalternative 1 zu 6,50 EUR/m² Wohnfläche und höchstens die Hälfte der geförderten Wohnungen für anfänglich 8,00 EUR/m² Wohnfläche gemäß Förderalternative 2 (dann jedoch kein Zuschuss),
    • gilt, sofern nicht anderweitige Vereinbarungen (z.B. städtebauliche Verträge) entgegenstehen.


Förderung des Bestandserwerbs:

  • zinsloses, nachrangiges Darlehen;
  • Höhe und Tilgung des Darlehens entscheiden sich im Einzelfall auf Grundlage des Antrags;
  • Voraussetzung: Eigenkapitalanteil von 10 Prozent;
  • Begründung von Entgeltnutzungs- und Belegungsbindungen für mindestens 25 Prozent der Wohnungen bei deren Freiwerden;
  • Anfangsmiete: 6,50 EUR/m² Wohnfläche bei Freiwerden mietpreis- und belegungsgebundener Wohnungen innerhalb der ersten fünf Jahre nach Erwerb, Fortschreibung der Anfangsmiete ab dem sechsten Jahr nach Erwerb mit zwei Prozent p.a.


Verfahren

Anträge auf Förderung sind frühzeitig (beim Neubau vor Baubeginn) bei der Programmleitstelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zu stellen. Ein aus Fachleuten zusammengesetztes Gremium beurteilt die Vorhaben auf ihre Förderfähigkeit und gibt Empfehlungen ab. Über die Aufnahme in das Förderprogramm entscheidet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Die Bearbeitung der Anträge erfolgt durch die IBB, die diese danach dem Bewilligungs­ausschuss zur Entscheidung vorlegt.

Nach positiver Entscheidung des Bewilligungsausschusses schließt die IBB im Auftrag des Landes Berlin mit dem Förderempfänger den Fördervertrag, in dem die Rechte und Pflichten aus der Förderung im Einzelnen geregelt werden.


Förderung des Erwerbs von Geschäftsanteilen

Für Haushalte mit geringen Einkommen soll künftig der Erwerb von Geschäftsanteilen von Wohnungsbaugenossenschaften gefördert werden. Entsprechende Verwaltungsvorschriften sind derzeit noch in Arbeit; mit einem Inkrafttreten ist im Laufe des Herbsts 2018 zu rechnen.

Aktuell


Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Württembergische Straße 6
10707 Berlin

Dirk Böttcher
IV A 2 – Wohnungspolitik, Fachaufsicht IBB
Tel.: 030 90139-4760
E-Mail: dirk.boettcher@sensw.berlin.de

Programmleitstelle
André Moschke
Tel.: 030 90139-4767
E-Mail: wohnungsbaufoerderung@sensw.berlin.de

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