Wohnen  

 

Wohnungsneubau

22 ausgewählte Bauprojekte: Neues Wohnen in Berlin


Die Zahl der Menschen in unserer Stadt ist in den letzten Jahren stark angewachsen. Allein in den Jahren 2011 bis 2014 sind 175.000 Einwohnerinnen und Einwohner dazugekommen. Die Bevölkerungsprognose sagt eine weitere Zunahme um 265.000 Personen bis 2030 voraus. Allein das macht den Neubau von 180.000 zusätzlichen Wohnungen nötig.

Viel bauen zu müssen, darf nicht dazu verleiten, schlecht zu bauen. Es geht darum, neben der Menge auch eine hohe architektonische und städtebauliche Qualität sicherzustellen. Nur so kann Berlin die bauliche Verdichtung auf eine Weise bewältigen, die die Lebensqualität in der Stadt erhält und möglichst noch erhöht. Diese 22 fertigen Bauprojekte zeigen, dass Berlin für jeden Geschmack und Geldbeutel eine Wohnung bieten kann.


22 Bauprojekte - 1 Mariengrün  Mariengrün
22 Bauprojekte - 1 Mariengrün
Foto: Tina Merkau
Auftakt nach Maß: Das 2014 bezogene Wohnhaus in Marienfelde war der erste Mietwohnungsneubau eines kommunalen Wohnungsunternehmens in Berlin seit zehn Jahren. Das Haus verdichtet die Großwohnsiedlung aus den frühen 1970er-Jahren und ist eingebunden in ein quartiersübergreifendes Konzept zum Generationenwohnen.
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Im Neubau an der Waldsassener Straße, Ecke Pfabener Weg entstanden 52 Wohnungen. Alle verfügen über einen Balkon oder – im Erdgeschoss – über einen kleinen Garten. Alle Wohnungen sind barrierearm, neun sogar gezielt für Menschen mit Behinderungen ausgelegt.

Das Wohnhaus entstand als KfW-Effizienzhaus 55. Sein Primärenergiebedarf nach Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 liegt bei 21 kWh/(m²·a). Das sichert den Mieterinnen und Mietern vergleichsweise niedrige Energiekosten.

Dass die Wohnungen zu moderaten Mieten angeboten werden konnten, liegt mit daran, dass das Grundstück bereits der landeseigenen degewo gehörte. Der Ansatz, die Siedlung nachzuverdichten, erweist sich so als doppelt richtig: Es nutzt der Stadt und es nutzte den Wohnungssuchenden.

In der Siedlung, in der 2.410 Bestandswohnungen energetisch saniert wurden, setzt die degewo ein quartiersübergreifendes Wohnkonzept für alle Generationen um. Wohnungen und Wohnumfeld werden dabei speziell auf die Lebenssituationen von Singles, jungen Familien und Seniorinnen und Senioren zugeschnitten. Ziel ist es, dass niemand mehr seine angestammte Siedlung mit Beginn einer neuen Lebensphase verlassen muss.

  • Waldsassener Straße 51/51A/51B, 12279 Berlin, Bezirk Tempelhof-Schöneberg
  • 52 Mietwohnungen
  • 1 bis 5 Zimmer
  • 38 bis 112 m²
  • Baugesellschaft: degewo Süd Wohnungsgesellschaft mbH
  • Entwurf: Christoph Rasche, Dipl.-Ing. (FH), degewo bauWerk
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte -2 Treskow Höfe  Treskow-Höfe
22 Bauprojekte -2 Treskow Höfe
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Beim Baustart war es das größte kommunale Wohnungsbauprojekt Berlins: Heute, kurz nach Fertigstellung, sind die Treskow-Höfe ein lebendiges Quartier mit Menschen aller Alters- und Einkommensstufen. Die Mieten variieren – und jede zehnte Wohnung bewohnen Haushalte, die von Transferleistungen leben.
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2,7 Hektar groß ist das Areal am Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Bebaut war es mit maroden Studentenwohnheimen aus den 1960er-Jahren, die seit Ende der 1990er-Jahre leer gestanden hatten. 2013 begann der Bau des neuen Wohnquartiers, in den ein Altbau einbezogen wurde.

Heute bietet das Ensemble aus neun Gebäuden Wohnungen für jeden Geldbeutel. Die Mieten reichen von 7,00 bis 10,50 Euro pro Quadratmeter. Zudem hat die landeseigene HOWOGE sich entschlossen, rund 40 Wohnungen gezielt an Menschen zu vergeben, die Transferleistungen erhalten. Flächensparende Grundrisse und hohe Energieeffizienz (nach dem KfW-70-Standard) halten auch die Nebenkosten gering.

Im Quartier sollen sich alle Generationen wohlfühlen. Deshalb entstanden neben Wohnungen verschiedener Größe auch Geschäfte, eine Kita und zwei Senioren-WGs. Jede der 414 Wohnungen hat Balkon oder Terrasse und ist barrierefrei zu erreichen; alle Wohnungen im Erdgeschoss sind durchgängig barrierefrei.
Trotz urbaner Dichte wirkt das Quartier grün und großzügig. In den Höfen entstanden Kinderspielplätze und eine Boccia-Bahn. Für Pkw gibt es eine Tiefgarage; die Höfe selbst sind autofrei. Das Projekt ist mit dem Qualitätssiegel »Nachhaltiger Wohnungsbau« ausgezeichnet, das nach einem vom Bundesbauministerium entwickelten Bewertungssystem vergeben wird.

  • Hönower Straße 36–56, Treskowallee 20, 22, 24, 24a–c, 10318 Berlin, Bezirk Lichtenberg
  • 414 Mietwohnungen
  • 2 bis 4 Zimmer
  • 38 bis 108 m²
  • Zwei Seniorenwohngemeinschaften mit 23 Apartments, Kindertagesstätte, Läden
  • Baugesellschaft: HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH
  • Entwurf: Claus Neumann Architekten; Ligne Architekten
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte -3 gärtnerei gärtnerei
22 Bauprojekte -3 gärtnerei
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Vielfalt im Kiez: Die gärtnerei bringt Menschen aus allen sozialen Gruppen zusammen. Die landeseigene WBM entschied, neun der 41 Wohnungen (und damit 22 Prozent des Bestands)nur an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein zu vergeben. Auch die breite Spanne der Mietpreise unterstützt das Ziel, im begehrten Kiez um den Boxhagener Platz die soziale Mischung zu erhalten.
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Das Wohnensemble schließt eine Baulücke. Es besteht aus einem siebengeschossigen Vorderhaus und zwei- bis dreigeschossigen Gartenhäusern. Bei der Konzeption war der Name Programm. Mietergärten, ein Gemeinschaftsgarten und begrünte Dächer bringen Licht, Luft und Natur aufs Grundstück. Die Bauten wurden so geplant und realisiert, dass eine stattliche Kastanie auf dem Nachbargrundstück erhalten blieb –und weiter Schatten spenden kann. Auch die Fassaden im Hof und der gemeinsame Fahrradstellplatz werden begrünt. All das erhöht die Lebensqualität und verbessert das Bioklima.

Die Wohnungen sind gezielt auf die Bedürfnisse von Familien ausgelegt. Jede Wohnung verfügt über Balkon, Terrasse und/oder einen eigenen kleinen Garten. Eine Hybrideinheit erlaubt es, Wohnen und Arbeiten zu verbinden.

Die energieeffiziente Bauweise trägt dazu bei,dass die Mieterinnen und Mieter nicht durch hohe Nebenkosten belastet werden. Der Komplex wurde als KfW-Effizienzhaus 70 geplant. Der Primärenergiebedarf nach EnEV 2009 liegt bei 43 Wh/(m²·a) im Vorderhaus und bei 53 kWh/ (m²·a) in den Gartenhäusern.

  • Gärtnerstraße 8–9a, 10245 Berlin, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
  • 41 Mietwohnungen
  • 2 bis 4 Zimmer
  • 58 bis 100 m²
  • Baugesellschaft: WBF Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain mbH für WBM GmbH
  • Entwurf: Büro Torsten Labs
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 4 Schleusinger Straße Schleusinger Straße 8/10
22 Bauprojekte - 4 Schleusinger Straße
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Jung und Alt unter einem Dach: Eine neue Wohnanlage in Marzahn macht vor, wie gut das zusammengeht. Eins der beiden Häuser ist dem Seniorenwohnen gewidmet, beherbergt eine betreute Seniorenwohngruppe mit zwölf Plätzen – und eine Kindertagesstätte.
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Die Bauten verdichten eine Siedlung in Marzahn. Sie entstanden in einem Hof der Plattenbauten an der Mehrower Allee. Das erste, voll unterkellerte Wohngebäude bietet auf fünf Geschossen Raum für 38 Wohnungen. 20 davon sind Zweizimmerwohnungen.

Das Erdgeschoss des zweiten, kleineren Neubaus (mit vier Geschossen) teilen sich die Kita und ein Pflegedienst, dessen Räume sich im Stockwerk darüber fortsetzen. Über der Kita liegen die Zimmer und Aufenthaltsräume der Senioren-WG und darüber Ein- und Zweizimmerapartments,die der Pflegedienst ebenfalls betreut, sowie ein Gemeinschaftsraum.

Der Verbindungstrakt zwischen den beiden Wohnhäusern dient als Treffpunkt der Mitglieder, Mieter und Mieterinnen. Im Obergeschoss des Rundbaus liegen Seminarräume für die Genossenschaft. Um die Baukosten zu optimieren, entstanden die Häuser aus Betonfertigteilen. Der Primärenergiebedarf nach EnEV 2009 liegt bei 39 kWh/(m²·a) für das größere und bei 43,2 kWh/(m²·a) für das kleinere Wohngebäude.

  • Schleusinger Straße 8/10, 12687 Berlin, Bezirk Marzahn-Hellersdorf
  • Geschosswohnungsbau, 38 Mietwohnungen, 20 Seniorenwohnungen
  • 1 bis 3 Zimmer
  • 42 bis 109 m²
  • Betreute Senioren-WG mit 12 Zimmern auf 439 m²
  • Kindertagesstätte
  • Baugesellschaft: Berlin-Brandenburgische Wohnungsbaugenossenschaft eG
  • Entwurf: Dirk Lohe Architekt
  • Legende Preiskategorie

 Bauprojekte - 5 Wohnanlage Walldürner Weg   / Michelstadter Weg Walldürner Weg / Michelstadter Weg
22 Bauprojekte - 5 Wohnanlage Walldürner Weg   / Michelstadter Weg
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Neuer Wohnraum huckepack: Die Generalsanierung einer in die Jahre gekommenen Wohnsiedlung nutzte die Charlottenburger Baugenossenschaft,um etliche Bauten aufzustocken. So entstanden zehn preisgünstige Wohnungen, für die keine vorher unbebauten Flächen verbraucht wurden.
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186 Wohnungen zählte die genossenschaftliche Siedlung an Walldürner und Michelstadter Weg vor der Sanierung. Heute sind es 196. Die neuen Mieterinnen und Mieter profitieren von einer etablierten Siedlung, deren Energieversorgung auf aktuellstem Stand ist und deren Außenanlagen ebenfalls erneuert wurden.

Wer schon hier wohnte, hat durch die Aufstockung ebenfalls Vorteile: Um die neuen Wohnungen barrierefrei zu erschließen, entstanden an drei Gebäuden verglaste Außenaufzüge, die an die vorhandenen Treppenhäuser Anschluss haben. Gerade Ältere müssen so weniger Treppen steigen. Mit Unterstützung der Berliner Energieagentur reorganisierte die Genossenschaft die Stromversorgung. Auf den Dächern entstand eine Photovoltaikanlage. Heute können die Mieterinnen und Mieter mit ökologisch erzeugter Elektrizität zu günstigeren Preisen versorgt werden.

Ein neues, erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk unterstützt die bestehende Heizzentrale. Das hat CO2-Emissionen und Energiebedarf der Siedlung weiter reduziert. Der Primärenergiebedarf nach EnEV 2009 liegt für die Häuser im Walldürner Weg nun bei 62 kWh/(m²·a), der der Häuser im Michelstadter Weg bei 56 kWh/(m²·a).

  • Walldürner Weg 31, 31a+b, Michelstadter Weg 83–89, 13587 Berlin, Bezirk Spandau
  • Aufstockung,10 Mietwohnungen
  • 2 bis 4 Zimmer
  • 52 bis 107 m²
  • Baugesellschaft: Charlottenburger Baugenossenschaft eG
  • Entwurf:Ruiken & Vetter Dipl.-Ing. Architekten
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 6 Elfriede-Kuhr-Straße Elfriede-Kuhr-Straße
22 Bauprojekte - 6 Elfriede-Kuhr-Straße
Foto: Wohnungsgenossenschaft
Altglienicke eG
Günstig wohnen im Energiesparhaus mit Blick in die freie, grüne Landschaft: Ein genossenschaftlicher Neubau schafft im Süden Berlins neuen Wohnraum zu moderaten Mieten – und komplettiert dabei eine Siedlung aus den 1990er-Jahren.
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Nach dem Fall der Berliner Mauer war ab 1995 das heutige Frauenviertel auf den Rudower Feldern entstanden. Ein Karree der Siedlung an der Stadtgrenze zu Schönefeld war damals unbebaut geblieben. Gut 15 Jahre später verkaufte der Liegenschaftsfonds das Baugrundstück an die Wohnungsgenossenschaft Altglienicke.

Die Genossenschaft investierte fast neun Millionen Euro und errichtete in einem viergeschossigen Neubau 64 Mietwohnungen, teils mit Dachterrasse. Mit seinem U-förmigen Grundriss und der geschwungenen Südfront folgt der neue Komplex genau den Vorgaben des Bebauungsplans von einst – und verdichtet so das heute längst etablierte Viertel in der ursprünglich beabsichtigten Form.

Um Kosten beim Bau zu sparen, verzichtete die Genossenschaft auf einen Generalunternehmer, vergab alle Aufträge über Ausschreibungen an einzelne Firmen und koordinierte das Vorhaben selbst. Der Primärenergiebedarf des KfW-Effizienzhauses 70 liegt bei nur 15 kWh/(m²·a). Das nützt nicht nur der Umwelt und dem Klima: Den Mieterinnen und Mietern sichert es langfristig überschaubare Betriebskosten.

  • Elfriede-Kuhr-Straße 40–50, 12355 Berlin, Bezirk Neukölln
  • 64 Mietwohnungen
  • 2 bis 4 Zimmer
  • 54 bis 99 m²
  • Baugesellschaft: Wohnungsgenossenschaft Altglienicke eG
  • Entwurf: Architekturbüro Schwarzer
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 7 Gartenstadt Lichterfelde-Süd Gartenstadt Lichterfelde-Süd
22 Bauprojekte - 7 Gartenstadt Lichterfelde-Süd
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Energiewende trifft soziales Engagement: Die Genossenschaft Märkische Scholle nutzte die grundlegende Sanierung von 841 Wohnungen aus den 1930er- und 1960er-Jahren, um das Angebot vor Ort um 94 Wohnungen zu erweitern. Davon profitieren Familien, ältere Menschen – und auch all jene, die schon hier wohnten.
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Die Gartenstadt war in die Jahre gekommen – in jeder Hinsicht. Haustechnik und Wärmedämmung entsprachen ebenso wenig heutigen Ansprüchen wie das Wohnungsangebot: zu klein, ungünstig geschnitten, nur über Treppen zu erreichen.

Deshalb stockte die Märkische Scholle zwölf Bauten der 1930er-Jahre auf. Hier entstanden bislang 60 größere Wohnungen vor allem für Familien mit Kindern. Neu gebaut wurden zudem zwei Mehrfamilienhäuser mit 34 Wohnungen. Sie bieten nun barrierearme Wohnungen mit Aufzug für Seniorinnen und Senioren. Die sozialverträgliche Sanierung ermöglichte es den Mieterinnen und Mietern, weiter in ihrer vertrauten Umgebung zu wohnen. Die Genossenschaft realisierte zu eigenen Lasten ein Umzugsmanagement und band Bewohnerinnen und Bewohner von Anfang an eng in das Vorhaben ein.

Die Energie für Heizung und Warmwasser wird heute direkt vor Ort gewonnen – aus regenerativen Quellen. Kernelemente des ausgeklügelten Energiesystems, das ein digitaler Manager dynamisch steuert, sind neben Dämmung und hochmoderner Haustechnik eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, ein Wärmespeicher mit Erdwärmepumpe und eine Photovoltaikanlage. Vorteil für die Mieterinnen und Mieter: Ein Großteil ihrer früheren Energiekosten ist damit entfallen.

  • Schwelmer Straße 1–36, Schöppinger Straße 2, 4, 6, 6a, 8, 10–13, 15, Dorstener Straße: 2, 4, 6, 8, Ostpreußendamm 101–105 12207 Berlin, Bezirk Steglitz-Zehlendorf
  • Aufstockung/Geschosswohnungsbau, 94 Mietwohnungen (davon 60 durch Aufstockung)
  • 1,5 bis 4 Zimmer
  • 45 bis 120 m²
  • Baugesellschaft: Märkische Scholle Wohnungsunternehmen eG
  • Entwurf: eZeit Ingenieure GmbH; IBT.PAN GmbH
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 8 Innerstädtisch Wohnen Innerstädtisch Wohnen
22 Bauprojekte - 8 Innerstädtisch Wohnen
Foto: Patrick Schimkus/IweG
70 Menschen von 0 bis 75 Jahren unter einem Dach: In der Pappelallee realisierte eine Genossenschaft der anderen Art ein Niedrigenergiehaus, in dem das Miteinander großgeschrieben wird – gleich ob man in Familienverbänden, Wohngemeinschaften oder Einzelwohnungen lebt.
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Das Haus entstand direkt am S-Bahn-Ring. Alle Wohnungen orientieren sich deshalb nach Süden, zum gemeinsam genutzten Gartenhof. Zur Bahn halten Laubengänge und weitere Schallschutzmaßnahmen den Lärm auf Abstand. Alle Wohnungen sind barrierefrei, jede hat einen Balkon oder Zugang zum Garten. Allen Bewohnerinnen und Bewohnern stehen ein Gemeinschaftsraum, die Dachterrasse, eine Werkstatt, die Waschküche und eine Gästewohnung zur Verfügung.

Den Anstoß zum Projekt gab die Architektin Irene Mohr, die bereits an der Realisierung des Nachbarhauses beteiligt war. Hauptzweck der Genossenschaft ist der Bau und Betrieb dieses einen Gebäudes. Jedes Mitglied erwarb vor Baubeginn Anteile, damit das Geld für den Eigenanteil an der Bausumme zusammenkam. Etwa 20 Jahre läuft die Finanzierung; so lange zahlen die Bewohnerinnen und Bewohner ein mit Miete vergleichbares Nutzungsentgelt pro Quadratmeter. Danach profitieren sie von gemeinschaftlichem, abbezahltem Wohnraum. Wer vorher auszieht, erhält seine Einlage zurück.

Das Haus ist ein KfW-Effizienzhaus 40. Wärme und Strom werden vor Ort erzeugt: durch ein Gasblockheizkraftwerk, eine Gasbrennwerttherme und eine Photovoltaikanlage auf dem begrünten Dach.

  • Pappelallee 44, 10437 Berlin, Bezirk Pankow
  • 30 Mietwohnungen
  • 1 bis 4 Zimmer
  • 50 bis 135 m²
  • Baugesellschaft: Innerstädtisch Wohnen eG
  • Entwurf: planmarie arge; IBT.PAN GmbH
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 9 Ludwig Hoffmann Quartier Ludwig Hoffmann Quartier
22 Bauprojekte - 9 Ludwig Hoffmann Quartier
Foto: Vincent Mosch
Bezahlbare Innenstadt am Stadtrand: Aus einer denkmalgeschützten Heilanstalt in Berlin-Buch wird ein urbanes, autofreies Wohnquartier für alle Altersgruppen. Neben Wohnungen entstanden und entstehen Läden, Gewerbeflächen, Schulen, Sportanlagen, Kultur-, soziale und medizinische Einrichtungen.
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Namensgeber des Quartiers ist der Architekt des Baudenkmals: Die IV. Städtische Irrenanstalt entstand von 1909 bis 1914 nach Entwürfen von Baustadtrat Ludwig Hoffmann. Die Klinik ist die größte Einzelanlage Hoffmanns in Berlin-Buch. Das Konzept für ihre Konversion ist mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt.

Baubeginn war 2012. In den ersten Abschnitten sind 210 Wohnungen entstanden – allesamt in den bis zu dreigeschossigen historischen Bauten. Rund 500 sollen es einmal werden. Dazu sind ergänzende Neubauten am Nord- und Ostrand des Quartiers geplant, in denen dann auch größere Wohnungen realisiert werden sollen. Zwei Schulen und eine Kindertagesstätte haben bereits ihren Platz im Quartier gefunden. Bis Ende 2016 entsteht eine Sportanlage mit Dreifeldhalle und Außenplätzen.

Das Quartier bringt den Standort Berlin-Buch voran. Es erweitert das Wohnungsangebot und kann so viele Menschen, die hier arbeiten, dauerhaft an den Standort binden. Zugleich bietet es anderen Berliner Haushalten (und besonders Familien) eine kostengünstige Alternative zu den hochbegehrten Innenstadtquartieren.

  • Wiltbergstraße, Pölnitzweg, Röbellweg, 13125 Berlin, Bezirk Pankow
  • Umnutzung, 210 Miet- und Eigentumswohnungen
  • 1 bis 4 Zimmer
  • 30 bis 130 m²
  • 2 Schulen, Kindertagesstätte, Sportanlage, Bauten für Handel und Gewerbe
  • Baugesellschaft: Ludwig Hoffmann Quartier Objektgesellschaft mbH & Co. KG
  • Entwurf: Ludwig Hoffmann (Bestand)
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 10 Starlofts Starlofts
22 Bauprojekte - 10 Starlofts
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Zuhause im Kaufhaus: 2007 schloss das Warenhaus am Anton-Saefkow-Platz. Der Umbau des Gebäudes zu Wohnungen hat das Ortsteilzentrum nach Jahren des Leerstands neu belebt – und Wohnraum für 85 Haushalte geschaffen.
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Die Wohnungen entstanden in einem acht Meter breiten Randbereich der quadratischen Obergeschosse des Gewerbebaus aus dem Jahr 1985. Im Zentrum dieses Kranzes aus Wohnungen blieb Raum für Flure, Technikflächen und Gemeinschaftsräume. Mieterinnen und Mieter im obersten Geschoss nutzen ein großes Atrium gemeinsam.

Markenzeichen der Wohnungen sind deren vier Meter hohen Räume und der erhaltene Retrochic des Hauses: Die dunkelbraune Fassade aus DDRZeiten wurde energetisch saniert, in ihrem Aussehen aber kaum verändert. Auch in den Treppenhäusern sind die alten DDR-Kacheln erhalten.

Auch das Gewerbe ist an den Platz zurückgekehrt und trägt zur Belebung bei. Im Erdgeschoss des Kaufhausbaus sind Einzelhändler, eine Apotheke und Gastronomen eingezogen. Zudem wurde die alte DDR-Kaufhalle gegenüber abgerissen und durch einen neuen Lebensmittelmarkt ersetzt. Das Projekt erhielt 2014 den Bauherrenpreis des Bezirks in der Kategorie »Umnutzungen«.

  • Anton-Saefkow-Platz 8, 10369 Berlin, Bezirk Lichtenberg
  • Umnutzung, 85 Mietwohnungen
  • 2 bis 3 Zimmer
  • 55 bis 125 m²
  • Einzelhandel, Gastronomie
  • Baugesellschaft: Ulrich & Lakomski Projekt Anton-Saefkow-Platz GbR
  • Entwurf: Architekturbüro Papendieck, Rade+Partner - Partnerschaftsgesellschaft
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 11 VivaCity Seegalerie VivaCity Seegalerie
22 Bauprojekte - 11 VivaCity Seegalerie
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Selbstbestimmt Wohnen im Alter: Drei Mehrfamilienhäuser am Wasser geben älteren Menschen ein Zuhause in gehobener Lage und Ausstattung – und schließen eine Bebauungslücke aus Zeiten der IBA ’87, der Internationalen Bauausstellung von 1987.
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Das Konzept des Quartiers folgt den Wünschen aktiver Seniorinnen und Senioren, so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu führen und auch bei gesundheitlichen Einschränkungen in der heimischen Umgebung versorgt zu werden.

Möglich macht das einerseits die Gestaltung der Wohnungen, Bauten und Außenräume nach den Prinzipien des Universal Designs. Die Versorgung im Krankheitsfall sichert das Haus Humboldt. Das Heim mit 115 Pflegeplätzen und 31 Apartments wird vom Johanniter- Stift betrieben. Dafür entstand ein sechsgeschossiger Neubau hinter den Wohnhäusern, der auch den Kindergarten »Seestern« beherbergt.

Die drei viergeschossigen Wohnhäuser liegen direkt am Ufer des Tegeler Hafens. Mit Heizungswärme und Warmwasser werden sie durch das Blockheizkraftwerk des Pflegeheims versorgt.
Zwischen Wohnhäusern und Pflegeheim schafft ein öffentlicher Weg mit Freitreppe eine neue Verbindung vom Ortszentrum Alt-Tegel zur Humboldt-Bibliothek.

  • Karolinenstraße 19, 13507 Berlin, Bezirk Reinickendorf
  • 36 Eigentumswohnungen
  • 1 bis 5 Zimmer
  • 38 bis 136 m²
  • Pflegeheim mit 115 Plätzen und 31 Apartments, Kindertagesstätte
  • Baugesellschaft: Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH
  • Entwurf: Fuchshuber und Partner Freie Architekten BDA (Wohnen), Feddersen Gesellschaft von Architekten mbH (Pflegeheim)
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 12 Hofgarten zur Stadtmitte Hofgarten zur Stadtmitte
22 Bauprojekte - 12 Hofgarten zur Stadtmitte
Foto: SANUS AG
Gehobenes Wohnen in historischem Ambiente: Der Hofgarten zur Stadtmitte hat Wohnungen für Zuziehende im Umfeld von neuer BND-Zentrale, Charité und zwei Bundesministerien geschaffen. Das Projekt bewahrt die noch vorhandene Bausubstanz des einstigen Reichspostverteilamts – und ist Baustein einer Revitalisierung des vergessenen Viertels zum lebendigen Kiez.
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Gehobenes Wohnen in historischem Ambiente: Der Hofgarten zur Stadtmitte hat Wohnungen für Zuziehende im Umfeld von neuer BND-Zentrale, Charité und zwei Bundesministerien geschaffen. Das Projekt bewahrt die noch vorhandene Bausubstanz des einstigen Reichspostverteilamts– und ist Baustein einer Revitalisierung des vergessenen Viertels zum lebendigen Kiez.

An der Westseite des BND-Neubaus stand das ehemalige Verteilamt, dessen Bauten bis ins Jahr 1880 zurückreichen, mehr als 25 Jahre leer. Für die neue Nutzung wurden die beiden Altbauflügel restauriert. Ein U-förmiger Neubau verbindet sie und gibt dem Komplex ein Gesicht zur Straße. Das Brückenhaus im Gartenhof wurde wiedererrichtet. Es beherbergt heute Wintergärten und Terrassen. Zudem wurde einer der Altbauflügel zur Panke hin verlängert.

Die Grundrisse der Wohnungen wurden nach Wünschen der neuen Bewohner und Bewohnerinnen angepasst. Auch ein kostensparender Eigenausbau war möglich. So trifft heute der Charme originaler Kappendecken auf individuelles Wohndesign. Der Concierge-Service, ein hauseigenes Fitnessstudio und die Tiefgarage werden gemeinschaftlich genutzt. Wohnungen im Erdgeschoss haben eigene Gartenterrassen zum Hof.

  • Scharnhorststraße 6–7, 10115 Berlin, Bezirk Mitte
  • Umnutzung/Geschosswohnungsbau, 118 Eigentumswohnungen
  • 1 bis 5 Zimmer
  • 40 bis 173 m²
  • Baugesellschaft: SANUS AG
  • Entwurf: Hofmann Architekten GbR
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 13 Am Lokdepot Am Lokdepot
22 Bauprojekte - 13 Am Lokdepot
Foto: Erik-Jan Ouwerkerk
Die Häuser auf einer ehemaligen Bahnbrache vervollständigen einen unvollendeten Block der Gründerzeit und bilden eine neue Stadtkante zu den Freiräumen an der Bahntrasse. Zugleich spüren die 17 Häuser den Wohnformen von morgen nach – mit hoher Gestaltungsfreiheit, kombiniertem Wohnen und Arbeiten, sozialen Komponenten und einem nahtlosen Übergang vom privaten zum öffentlichen Raum.
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Die drei Haustypen variieren Spielarten des Fabrikwohnens mit hohem Grünbezug. Im Typ L gibt es 4,50 Meter hohe Wintergärten, im Typ M Lofts. Typ S ermöglicht auf sieben Meter schmalen Grundstücken Wohnungen mit Fenstern zu beiden Seiten. Der gesamte Sockel ist dem Gewerbe vorbehalten: An der Straße nur ein paar Stufen hoch, nimmt er in der Senke zum ehemaligen Lokdepot bis zu zwei Geschosse ein.

Ein modulares System frei wählbarer Trennwandtypen ließ den Nutzerinnen und Nutzern freie Hand bei Aufteilung und Aneignung der Räume. Die Grundrisse lassen sich damit auch jederzeit umgestalten.

Zentral ist die Idee guter Nachbarschaft:Haus 8 beherbergt einen Gemeinschaftsraum, und im Haus der Parität entstehen eine Kita, ein Repair- Café und betreute Wohnungen für Menschen mit psychischen und geistigen Beeinträchtigungen. Ebenso offen präsentieren sich die Außenräume: Sie verknüpfen das ganze Quartier – unter anderem durch eine Fahrradrampe – mit dem Park auf dem Gleisdreieck und binden die denkmalgeschützten Lokhallen, heute Depots des Deutschen Technikmuseums, in den öffentlichen Raum ein.

Das Projekt wurde bei der Verleihung des Deutschen Architekturpreises 2015 mit einer Anerkennung ausgezeichnet und ist einer der vier Preisträger im BDA-Preis Berlin 2015. Der Primärenergiebedarf nach EnEV 2009 liegt bei 37 kWh/(m²·a) und damit auf Niedrigenergiehausniveau.

  • Am Lokdepot 1–18, 10965 Berlin, Bezirk Tempelhof-Schöneberg
  • Neubauquartier, 182 Eigentumswohnungen
  • 2 bis 6 Zimmer
  • 45 bis 190 m²
  • 36 betreute Wohnungen, 150 Studentenapartments,
  • 23 Gewerbeeinheiten
  • Baugesellschaft: UTB Grundstücksentwicklungsges. mbH, Grundstücksverwaltungsges. Heyden Berlin-Hamburg mbH & Co. KG, Baugruppen LOK 008 und LOK 11, HD Projektentwicklungs GmbH, Stiftung trias
  • Entwurf: ROBERTNEUNTM Architekten GmbH, de+ architekten gmbh, SCHÄFERWENNINGERPROJEKT GmbH, Zeidler Partnership Architecs
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 14 Dennewitz Eins Dennewitz Eins
22 Bauprojekte - 14 Dennewitz Eins
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Ein maßgeschneidertes Zuhause zu moderatem Preis und ein Gewinn für die Stadt: Das Baugruppenprojekt Dennewitz Eins ist beides. Der Neubau entstand auf einem Grundstück an der Hochbahn, das als unattraktiv galt, und gibt dem umliegenden Quartier am Gleisdreieck neue Impulse.
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Der 80 Meter lange Komplex vereint drei Einzelhäuser hinter einer Fassade. Jedes Haus wurde von einem anderen Architekturbüro geplant. So betreute jedes Büro eine überschaubare Hausgruppe mit 12 bis 14 Parteien. Die Grundrisse sind auf die Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten und wurden mit ihnen erarbeitet. Das schließt auch Größe und Lage der 300 Fenster (im Rahmen vorab vereinbarter Höhenlinien) ein. Den Garten zwischen Haus und Hochbahn und die Dachterrasse mit Küche und WC nutzen alle gemeinsam.

Die Planung war von vornherein darauf abgestimmt, ein Kostenlimit von 2.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche einzuhalten. Das Haus wurde deshalb als veredelter Rohbau errichtet. Über den weiteren Innenausbau entscheiden die Nutzerinnen und Nutzer individuell. Statt eines Kellergeschosses sind Lagerräume als Metallboxen auf dem Dach untergebracht. Als kostengünstige Wärmedämmung dient ein Verbundsystem ohne Oberputz. Darüber legt sich als Armierung eine Schicht aus goldfarbenen Stahlgittern. Sie gewährleisten vor bodentiefen Fenstern und Loggien zugleich die Absturzsicherung.

Die Energieeffizienz des Hauses sichert dauerhaft niedrige Nebenkosten: Der Primärenergiebedarf nach EnEV 2009 liegt bei 39,5 kWh/ (m²·a).

  • Dennewitzstraße 1, Pohlstraße 1–3, 10785 Berlin, Bezirk Mitte
  • Geschosswohnungsbau, 39 Eigentumswohnungen
  • 1 bis 5 Zimmer
  • 52 bis 184 m²
  • Baugesellschaft: Dennewitz Eins GbR
  • Entwurf: ArGe D1 Architekten; roedig.schop architekten, DMSW Partnerschaft von Architekten, Siegl & Albert GbR
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 15 Stadtquartier Friesenstraße Stadtquartier Friesenstraße
22 Bauprojekte - 15 Stadtquartier Friesenstraße
Foto: Blaufisch Architekten
Produzierendes Gewerbe und Wohnen im selben Quartier: Zwischen Chamissokiez und Flughafen Tempelhof entstand auf einer großen Stadtbrache ein Viertel, das urbane Vielfalt zum Prinzip macht: entworfen von zehn Architekturbüros und realisiert durch einen Bauträger, neun Baugruppen, eine Baugenossenschaft und Gewerbetreibende.
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Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hatte das Grundstück 2009 in einem Bieterverfahren ausgeschrieben. Das Konzept der Projektentwicklungsgesellschaft Stadtquartier Friesenstraße (SQF) für das nachhaltige, ökologische Quartier, der städtebauliche Entwurf, ein städtebaulicher Vertrag mit dem Bezirk und weitere rechtliche Vereinbarungen bildeten die Grundlage für den Bau eines nachbarschaftlichen Quartiers mit Park. Zu seiner Entstehungszeit war das Projekt eines der bundesweit größten Vorhaben für selbstorganisiertes, gemeinschaftliches Bauen und Wohnen. Die unterschiedlichen Trägerschaften und Eigentumsformen sollten die soziale Mischung fördern.

Die siebengeschossigen Wohnhäuser bilden an Schwiebusser und Friesenstraße eine L-förmige Randbebauung. In einigen Hausgemeinschaften sind Gemeinschaftseinrichtungen entstanden. Südlich der Häuserreihe liegt ein Quartierspark, den alle nutzen. Einzig ein schmaler Streifen an den Bauten ist Hausgärten vorbehalten. Eine Reihe von Gewerbestudios mit Schallschutzwänden schirmt Park und Wohnhäuser vom Trubel der benachbarten Columbiahalle ab. Auf einer Parzelle hat sich zudem ein Messe- und Ladenbaubetrieb angesiedelt.

Das energetische Konzept ist dezentral und integriert Erdwärme, Holzpelletheizung und Blockheizkraftwerke. Ein Neubau erreicht Passivhausstandard; daneben entstanden ein großes KfW-Effizienzhaus 55 und mehrere KfW-Effizienzhäuser 70.

  • Schwiebusser Straße 36–46, Friesenstraße 15–15f, 10965 Berlin, Bezirk Tempelhof-Schöneberg
  • Neubauquartier, 180 Eigentumswohnungen
  • 2 bis 5 Zimmer
  • 40 bis 140 m²
  • 16 Gewerbeeinheiten, Betriebsgebäude mit Produktionshalle, Quartierspark
  • Baugesellschaft: Projektentwicklungsgesellschaft Stadtquartier Friesenstraße GbR (2 Häuser in Bauträgerschaft), 9 Baugruppen, 1 Baugenossenschaft, Artis GmbH
  • Entwurf: Rudolf Höges, de+ architekten gmbh, blaufisch Architekten, Anne Lampen Architekten BDA, basc.et gmbh, Blase & Kapici Architekten, HS Architekten BDA Hirschmüller Schindele GbR, montagarchitekten, SCHÄFERWENNINGERPROJEKT, Roswag Architekten Gesellschaft von Architekten mbH
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 16 Haus Eisenzahn Haus Eisenzahn
22 Bauprojekte - 16 Haus Eisenzahn
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Ein Zuhause für Familien und die Generation 50+: Mit einer hohen Zahl kleinerer Apartments für Ältere und mit größeren Wohnungen, die sich später verkleinern lassen, lotet das gemeinschaftsorientierte Haus Eisenzahn Spielarten des Generationenwohnens aus.
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Das Haus schloss eine Baulücke an einer ruhigen Seitenstraße des Hohenzollerndamms. Errichtet wurde es für eine Baugruppe, die von der Bürgerstadt AG initiiert und begleitet wurde. Zur Straße liegen Flächen für wohnverträgliches Kleingewerbe. Über einen Pkw-Aufzug erreicht man die 16 Stellplätze der Tiefgarage.

Den großen Mehrzweckraum für Fitness, Feste und Geselligkeit im Erdgeschoss, einen Abstellraum für Kinderwagen und Rollatoren, den Gemeinschaftsgarten und den Dachgarten mit 160 Quadratmetern nutzen die Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam.

Alle Wohnungen sind barrierefrei und seniorengerecht ausgebaut. Jede hat einen mindestens zehn Quadratmeter großen Balkon; die drei Wohnungen im Erdgeschoss öffnen sich zu einem eigenen Gartenanteil.

Die Grundrisse auf den Geschossen wurden in Modulen von Zwei- und Dreizimmerwohnungen geplant und auch die Haustechnik entsprechend ausgerichtet. Zwischenwände in Trockenbauweise erlauben eine flexible Aufteilung der Räume. Größere Wohnungen lassen sich so später teilen – etwa wenn die Kinder einer Familie ausziehen.

Errichtet als KfW-Effizienzhaus 70, liegt der Primärenergiebedarf des Neubaus bei 40,65 kWh/ (m²·a).

  • Eisenzahnstraße 38, 10709 Berlin, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Geschosswohnungsbau, 31 Eigentumswohnungen
  • 2 bis 5 Zimmer
  • 63 bis 156 m²
  • Baugesellschaft: Planungs- und Baugemeinschaft Haus Eisenzahn GbR, c/o Bürgerstadt AG
  • Entwurf: Feddersen Gesellschaft von Architekten mbH
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 17 EBA51 EBA51
22 Bauprojekte - 17 EBA51
Foto: Holzer Kobler Architekturen GmbH
Ein Studentendorf aus Containern? Was zunächst nach temporärer Lösung klingt, ist in Wirklichkeit ein durchdachter Weg, in kurzer Bauzeit und zu überschaubaren Kosten langlebige, nachhaltige und energieeffiziente Unterkünfte für Studierende zu schaffen – dauerhafte Wohnqualität und hoher Coolnessfaktor inbegriffen.
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Frankie, Johnny und Nellie sind die Namen der drei Gebäudetrakte, die an der Treptower Eichbuschallee entstanden sind. Das Ensemble ist Ergebnis eines Architekturwettbewerbs, in dem Anfang 2013 der Entwurf des Büros Holzer Kobler Architekturen den ersten Preis erhielt.

Auf dem rund 11.000 Quadratmeter großen Gelände gibt es 235 Einzel-, 65 Doppel- und 11 Dreifachapartments für Wohngemeinschaften. Grundbaustein der Wohnfläche ist immer das Einzelapartment mit etwa 26 Quadratmetern.

Außerhalb ihrer Apartments stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Garten mit Sonnenliegen, Urban-Gardening-Beeten und Volleyballfeld, eine Waschbar und eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung.

Die Container – 2,45 Meter breit, 2,90 Meter hoch und 12 Meter lang – wurden im Werk zusammengesetzt und zu Wohnmodulen ausgebaut, die vor Ort mit Bolzen und Stahlschuhen zum festen Stahlgebäude verbunden wurden. Innenraum und Containeraußenhaut sind schalltechnisch und thermisch entkoppelt. So erreichen die Bauten den Standard eines KfW-Effizienzhauses 70.

Die Bauwerke ruhen auf konventionellen Betonfundamenten. Ihre Außenhaut aus Corten-Stahl setzt Jahr um Jahr mehr Patina an – und wird so ohne Anstrich oder Wartung auf Jahrzehnte hin haltbar sein.

  • Eichbuschallee 51, 12437 Berlin, Bezirk Treptow-Köpenick
  • Studentenwohnen, 398 Apartments
  • 1 bis 3 Zimmer
  • 26 bis 78 m²
  • Baugesellschaft: Jörg Duske
  • Entwurf: Holzer Kobler Architekturen GmbH
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 18 Studentendorf Adlershof Studentendorf Adlershof
22 Bauprojekte - 18 Studentendorf Adlershof
Foto: Mila Hacke Architektur/Fotografie
Wohnen, wo man studiert: Das neue Studentendorf in Berlin-Adlershof grenzt an den naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität zu Berlin. Organisiert ist es wie ein klassisches Dorf: zehn Häuser, ein Dorfplatz und viele Gemeinschaftseinrichtungen.
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Das Studentendorf ist Teil des Städtebauprojekts »Wohnen am Campus« in der Wissenschaftsstadt Adlershof. Es bietet 377 Studierenden ein Zuhause. Das architektonische Bild prägen die Denker-Erker der Zimmer. Sie sind Rückzugs- und Aussichtsort in einem.

Die zehn Bauten – in Sachen Energieeffizienz sind es KFW-Effizienzhäuser 40 – gruppieren sich um zwei grüne Höfe und den Dorfplatz. An diesem Platz liegen ein hausinternes Café mit Club, das Vermietungsbüro, eine Kindertagesstätte, ein Fitnessstudio und eine Poststelle mit Waschsalon.

In den dreigeschossigen Häusern sind Wohnlandschaften für jeweils 10 bis 13 Studierende entstanden. Ihre Zimmer reihen sich um einen Gemeinschaftsbereich mit Koch-, Ess- und Sitzbereich. Die beiden Viergeschosser an der Abram-Joffe-Straße erweitern das Angebot um Einzel- und Doppelapartments. Zudem gibt es zwei Gästeapartments.

Ein Vorbild der Anlage ist das Studentendorf Schlachtensee von Fehling, Gogel & Pfankuch aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Betreiberin beider Dörfer ist die Genossenschaft Studentendorf Schlachtensee eG. Finanzierungspartner für das Studentendorf Adlershof war die Schweizer CoOpera Sammelstiftung PUK.

  • Abram-Joffe-Straße 18, 12489 Berlin, Bezirk Treptow-Köpenick
  • Studentenwohnen, 377 Wohnplätze in Wohnlandschaften, 96 Einzel- und Doppelapartments
  • 1 bis 2 Zimmer
  • 18 bis 38 m²
  • Café mit Club, Kindertagesstätte, Fitnessstudio, Waschsalon, Gästewohnungen
  • Baugesellschaft: Studentendorf Adlershof GmbH
  • Entwurf: Die Zusammenarbeiter GmbH
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 19 Neue Gartenstadt Falkenberg Neue Gartenstadt Falkenberg
22 Bauprojekte - 19 Neue Gartenstadt Falkenberg
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Nachbarschaft verpflichtet: Eine Anlage aus 21 Niedrigenergiebauten schreibt die Gartenstadtidee des grünen Wohnens für das 21. Jahrhundert fort. Ideengeber ist die nahe Gartenstadt Falkenberg (Tuschkastensiedlung) von Bruno Taut. Sie zählt seit 2008 zum UNESCOWelterbe und war einst für dieselbe Genossenschaft entstanden.
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In zwei Bauabschnitten wurden in den Jahren 2011 bis 2014 21 Einzelhäuser mit drei bis vier Geschossen gebaut. Sie liegen inmitten von Privatgärten, gemeinschaftlichen Plätzen und Anlagen und Spielbereichen. Diese Gliederung der Außenräume erzeugt ein Wechselspiel von Offenheit und Privatheit.

Die 59 Wohnungen des ersten Bauabschnitts sind für Singles, Paare, Familien und Ältere geeignet. Die Seniorenwohnungen sind altersgerecht und barrierearm gebaut. Vor Ort gibt es zudem eine Kindertagesstätte und einen Jugendtreff. Auch im zweiten Bauabschnitt mit 95 Einheiten ist das Angebot vielgestaltig. Die Palette reicht von der Einzimmerwohnung bis zur Sechszimmermaisonette und von Reihenhäusern mit fünf Zimmern auf drei Etagen bis zur rollstuhlgerechten Wohnung.

Die Bauten sind als KfW-Effizienzhäuser 70 konzipiert und werden ausschließlich mit Erdwärme beheizt. Vier Blockheizkraftwerke liefern Strom und Warmwasser. Der Primärenergiebedarf der Häuser nach EnEV 2009 rangiert zwischen 36 und 69 kWh/(m²·a).

  • Mandelblütenweg 1–13, Sternblütenweg 1–13, Lindenblütenstraße 1–25 und 14–26, 12526 Berlin, Bezirk Treptow-Köpenick
  • Neubauquartier, 154 Mietwohnungen und Reihenhäuser
  • 1 bis 6 Zimmer
  • 46 bis 133 m²
  • Kindertagesstätte, Jugendfreizeiteinrichtung
  • Baugesellschaft: Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG
  • Entwurf: hmp hertfelder & montojo planungsgesellschaft mbH, Blumers Architekten Generalplanung und Baumanagement GmbH
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

20 Gartenviertel am Spandauer See Gartenviertel am Spandauer See
20 Gartenviertel am Spandauer See
Foto: Andreas [FranzXaver] Süß
Vorstadtwohnen mitten in der Stadt – die Reihen- und Doppelhäuser des Gartenviertels am Spandauer See bieten vielen Familien bezahlbare Eigenheime mit Garten. Das Viertel entstand auf Flächen des einstigen Entwicklungsbereichs Wasserstadt Berlin-Oberhavel, die lange Jahre als Chemiestandort und Tanklager genutzt worden waren.
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Der treuhänderische Entwicklungsträger des Landes hatte die Flächen ab Mitte der 1990er- Jahre beräumen und Altlasten sanieren lassen. In der Folge entstanden das Straßennetz und ein kleiner Stadtteilpark. Mit der Eröffnung einer Kindertagesstätte 2005 waren die öffentlichen Baumaßnahmen abgeschlossen.

2003 zogen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in vier Reihenhauszeilen. Seither wurde das Gartenviertel Schritt für Schritt erweitert und nimmt heute – nach Fertigstellung des achten Bauabschnitts – fast das gesamte Quartier Haveleck ein.

Dabei entstanden 360 Reihen- und Doppelhäuser in zehn verschiedenen Haustypen mit unterschiedlichen Grundrissvarianten. Allen gemeinsam ist die Errichtung in Massivbauweise und der Ansatz des grünbezogenen Wohnens. Jedes Haus verfügt über einen eigenen Garten und einen Carport oder Stellplatz am Haus.

  • Am Havelgarten u. a., 13599 Berlin, Bezirk Spandau
  • Neubauquartier, 360 Reihen- und Doppelhäuser
  • 3 bis 6 Zimmer
  • 83 bis 140 m² Wohnfläche
  • 150 bis 250 m² Grundstück
  • Baugesellschaft: Interhomes Ag
  • Entwurf: Interhomes Ag
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 21 Fünf Morgen Dahlem Urban Village Fünf Morgen – Dahlem Urban Village
22 Bauprojekte - 21 Fünf Morgen Dahlem Urban Village
Foto: Werner Huthmacher
Urban wohnen am Wasser und im Grünen: Das autofreie Quartier erweitert das Angebot hochwertiger Wohnungen im Südwesten um eine gefragte Spielart. Es entstand auf einem Gelände, das lange Zeit nur einmal im Jahr Schauplatz eines Volksfestes war und ansonsten brachlag.
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Zu Mauerzeiten war die Truman-Plaza ein Ort mit hohem Symbolwert: 1961 fand auf dem von den amerikanischen Militärs genutzten Areal das erste Deutsch-Amerikanische Volksfest statt. Es endete just am Tag des Mauerbaus. Als die Truppen in den 1990er-Jahren abzogen, fiel das fünf Hektar große Gelände brach.

Mit dem Wohnquartier ist wieder Leben eingezogen: Das Projekt basiert auf einem Masterplan von Wiel Arets Architects. In vier Bauabschnitten entstanden 130 Wohnungen und Eigenheime – in direkter Nachbarschaft zu einer Gebäudezeile mit Läden und Arztpraxen an der Clayallee.

Freistehende Villen, Doppelvillen und Mehrfamilienhäuser gruppieren sich locker zu einem Ensemble, das von Grün und von Wasser bestimmt wird. Die Bauten rahmen einen naturnah angelegten See. Sie sind eingebettet in einen Landschaftspark, der die Vegetation der märkischen Seenplatte zitiert. Das Landschaftskonzept spiegeln auch die privaten Gärten wider, die als Kräuter-, Blumen- oder Wassergärten angelegt sind.

Die Haustypen unterscheiden sich in ihren Grundrissen und in ihren Fassaden. Neben hellen Putz- und Ziegelflächen kamen Elemente aus Holzwerkstoff zum Einsatz. Der Primärenergiebedarf der Bauten liegt im Schnitt bei 53,9 kWh/ (m²·a). Das Projekt erhielt eine DGNB-Zertifizierung in Silber und wurde mit dem European Property Award 2012 ausgezeichnet.

  • Marshallstraße 8–10, 14169 Berlin, Bezirk Steglitz-Zehlendorf
  • Neubauquartier, 130 Eigentumswohnungen, Villen und Doppelvillen
  • 2 bis 7 Zimmer
  • 55 bis 300 m²
  • Baugesellschaft: Stofanel Investment AG
  • Entwurf: Eller + Eller Architekten GmbH; Wiel Arets Architects (Masterplan)
  • Legende Preiskategorie

22 Bauprojekte - 22 Wohnen am Carlsgarten Wohnen am Carlsgarten
22 Bauprojekte - 22 Wohnen am Carlsgarten
Foto: Daniel Hohlfeld
Bezahlbare Eigenheime sind in Großstädten rar: In Karlshorst ist zwischen Bahntrasse und Trabrennbahn gleich eine ganze Eigenheimsiedlung entstanden. Wohnen am Carlsgarten hat gerade Familien mit Kindern ein neues Zuhause gegeben – einer Zielgruppe, bei der in Karlshorst Nachfrage und Angebot seit einiger Zeit weit auseinandergingen.
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Das Gelände, das heute mit Wohnhäusern bebaut ist, gehörte ursprünglich zur benachbarten Trabrennbahn – mit weit versprengten Stallungen und anderen Einrichtungen. Heute sind diese am Südrand der Rennbahn konzentriert. So wurde der größere östliche Teil des Geländes für die Wohnbebauung frei.

Im Westen begrenzt weiter der Pferdesportpark Karlshorst die Siedlung, im Südosten schließen die Wälder der Wuhlheide an. Eine Lärmschutzwand schirmt das Wohngebiet von der Bahntrasse ab.

Die Bauarbeiten starteten mit 21 individuell geplanten Einfamilienhäusern. Der zweite Bauabschnitt wies mit 73 Einfamilien-, 19 Reihenhäusern und einem Doppelhaus bereits ein deutlich höheres Projektvolumen auf.

Im dritten Bauabschnitt entstanden 72 Einfamilien- und 47 Reihenhäuser. Auch hier konnten die Einfamilienhäuser individuell geplant werden. Im vierten und letzten Bauabschnitt wurden noch einmal 85 Einfamilien-, 48 Reihen und sechs Doppelhäuser gebaut. Dabei war die Planung für die Wohngeschosse der Reihenhäuser vorgegeben, ließ aber auch Spielraum für die Wünsche der Bauherrinnen und -herren: Die Dachgeschosse konnten frei gestaltet werden.

  • Am Carlsgarten u. a., 10318 Berlin, Bezirk Lichtenberg
  • Neubauquartier, 379 Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser
  • Baugesellschaft: HELMA Wohnungsbau GmbH
  • Entwurf: HELMA Wohnungsbau GmbH
  • Legende Preiskategorie bis Legende Preiskategorie

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Neues Wohnen in Berlin - 22 Beispiele
Neues Wohnen in Berlin - 22 Beispiele