EU/Internationales  

 

EU Projekte: Bauen und Wohnen

URBAN II

"Barrieren überwinden": Das Berliner Programm

Urban II
Foto: AG Wohnstatt + Machleidt

Die zweite Förderperiode der Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union ist beendet.

Urban war eine 1994 von der Europäischen Union ins Leben gerufene Gemeinschaftsinitiative zur Unterstützung krisenbetroffener Städte und Stadtviertel. Ziel des Programms war es, die ausgewählten Gebiete wirtschaftlich wie sozial zu beleben und damit eine "nachhaltige" Stadtentwicklung sicherzustellen. Mit Urban II startete die Europäische Union 2000 die zweite Förderperiode dieser Gemeinschaftsinitiative, die 2008 endete.

70 europäische Städte, darunter zwölf deutsche, wurden in diesem Zeitraum mit insgesamt 743,63 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Von den 22,2 Mio. Euro, die dem Land Berlin für die Umsetzung des Urban II Gebiets „Ostkreuz“ zur Verfügung standen, erhielt Berlin 15,12 Mio. Euro von der Europäischen Union (EFRE Fonds).

  • Das Gebiet: Rund um das Ostkreuz

    In Berlin wurde das 425 ha große Gebiet rund um das Ostkreuz gefördert. Es liegt südöstlich der Berliner Stadtmitte, etwa fünf Kilometer vom Zentrum entfernt. Das Fördergebiet erstreckte sich auf die Bezirke Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg und setzte sich aus vier unterschiedlichen Quartieren zusammen.

    In Friedrichshain-Kreuzberg war es das überwiegend gründerzeitliche Wohngebiet Stralauer Kiez mit dem denkmalgeschützten Industrie-Ensemble in der Oberbaumcity, das heute ein aufwändig sanierter Dienstleistungsstandort ist.

    Auf Lichtenberger Seite gehörten dazu die Großsiedlung Frankfurter Allee-Süd, die gründerzeitliche Victoriastadt und das mit Reformwohnungsbau durchsetzte Altbauquartier um die Weitlingstraße.

    Wie ein Scharnier zwischen den beiden Bezirken liegt der S-Bahnhof Ostkreuz. Hier kreuzen sich Stadt- und Ringbahn, deren Gleisanlagen fast ein Viertel der Gesamtfläche des Urban II-Gebietes ausmachen und die Quartiere nahezu unüberwindbar voneinander trennen. Diese städtebauliche Zerrissenheit war und ist das augenfälligste Problem des Urban II-Gebietes, aber auch die Häufung ökonomischer und sozialer Probleme wie Arbeitslosigkeit, Abwanderung des Einzelhandels und Bevölkerungsrückgang kennzeichnete die Quartiere.
  • Zielsetzung

    Der Berliner integrierte Handlungsansatz stand unter dem Motto "Barrieren überwinden" und hatte die Vernetzung des Programmgebietes mit den angrenzenden Stadtteilen wie auch die Verknüpfung der einzelnen Quartiere innerhalb des Fördergebietes zum Ziel. Dabei ging es nicht allein um die Überwindung der städtebaulichen Barrieren, sondern auch um die Stärkung des Arbeitsmarktes und des sozialen Miteinanders. Urban II hatte deshalb drei Förderschwerpunkte:
    1. Arbeitsmarktliche und wirtschaftliche Maßnahmen
    2. Stadträumliche und ökologische Maßnahmen
    3. Soziale, kulturelle und kommunikative Maßnahmen
  • Ergebnisse

    Inzwischen verzeichnen die Quartiere z.T. erhebliche Einwohnerzuwächse, der Wohnungsleerstand ist rückläufig, junge Familien sind zugezogen. Nicht nur der aufgewertete Stadtraum und das verbesserte Infrastrukturangebot machen die Quartiere wieder attraktiver, auch die wachsende Vielfalt kultureller und nachbarschaftlicher Angebote trägt zur Aufwertung bei und stützt die Identifizierung der Bewohner mit ihrem Wohn- und Arbeitsort. Insgesamt konnten 38 Projekte im Förderzeitraum mit der Unterstützung von Urban II umgesetzt werden, dreizehn im Schwerpunkt 1, dreizehn im Schwerpunkt 2 und zwölf im Schwerpunkt 3.

Die Ergebnisse der EU-Gemeinschaftsinitiative zu Urban II in Berlin sind in der Abschlussbroschüre dokumentiert.

Nunmehr werden die Erfahrungen und Prozesse der Urban II Projekte im nachfolgenden Programm „Zukunftsinitiative Stadtteil“ (3. Förderperiode 2007-2013) genutzt.



 


 
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