Soziale Stadt  

 

Soziale Stadt, Quartiersmanagementgebiet – Spandau

Spandauer Neustadt


Spandauer Neustadt - Gebietskarte
Gebietskarte

Vorrangige Bebauungsart / Infrastruktur

Die Neustadt erstreckt sich mit ca. 44,6 ha über eine Fläche von 20 Baublöcken. Im Wesentlichen ist das Gebiet durch eine gründerzeitliche Baustruktur mit einer 4- bis 5-geschossigen Blockrandbebauung geprägt. Das Zentrum des Viertels bilden die Schönwalder Straße als Geschäfts- und Einkaufsstraße, der Koeltzepark als große Grün- und Spielanlage sowie die Lutherkirche mit dem Lutherplatz. Dieser innere Bereich der Spandauer Neustadt zwischen Neuendorfer und Schönwalder Straße gehört zu den ältesten Vorstadtbereichen Spandaus.

Entwicklungsziele, Leitbild

Das Quartier entwickelt sich zu einem besonderen Raum, in dem Stadtkultur gelebt wird. Als Ort mit direktem Anschluss an Stadtnatur, Havel und Anbindung an die Altstadt bietet das Gebiet Familien mit unterschiedlichen Biografien und Lebensentwürfen Platz zur Entfaltung. Engagierte Schulen sind Herzstücke eines familienfreundlichen Kiezes. Sie sind Beweggründe für Familien zu kommen und ein entscheidender Standortvorteil.

Bestehender Handlungsbedarf

Die Wiederaufnahme des lokalen Bildungsverbundes, die Gestaltung der Bildungsübergänge mit besonderem Augenmerk auf dem Übergang von den Grund- in die Oberschulen sowie Weiterarbeit an einer engmaschigen Bildungs- und Präventionskette unter Einbeziehung der Eltern sind die Schwerpunkte im Handlungsfeld Bildung, Ausbildung, Jugend.

Im Handlungsfeld Arbeit und Wirtschaft gilt es, die lokalen Ressourcen der Bewohnerschaft, der Unternehmen und Gewerbetreibenden und weiterer Partner stärker zu nutzen und zu vernetzen. Handlungserfordernisse werden darüber hinaus in der Stabilisierung der lokalen Ökonomie, der Neuansiedlung von Gewerbe und der Imagearbeit für das Gebiet gesehen.

Die Stärkung des Nachbarschaftszentrums Paul-Schneider-Haus, die Förderung von Orten und Aktivitäten nachbarschaftlicher, kultureller und interreligiöser Begegnung sowie die Stärkung des Kulturstandorts Neustadt werden die Arbeit im Handlungsfeld Nachbarschaft bestimmen.

Von weiterhin großer Relevanz sind im Handlungsfeld Öffentlicher Raum die Themen Sauberkeit und Verantwortung für den öffentlichen Raum. Darüber hinaus werden Fragen der Klimaanpassung in Zukunft auf der Quartiersebene eine immer größere Rolle spielen.

Die Begleitung der Bewohnerbeteiligung im Zuge von geplanten Baumaßnahmen im öffentlichen Raum, die Stärkung der Beteiligungskultur, der Selbstorganisation sowie informeller Strukturen durch niedrigschwellige Angebote sind Erfordernisse im Handlungsfeld Beteiligung, Vernetzung und Einbindung der Partner.

Schlüsselprojekte

Nach Umbau des Paul-Schneider-Hauses zum Nachbarschaftszentrum und Mehrgenerationenhaus ist die Entwicklung dieses Ankerpunktes zum Stadtteilzentrum ein Schlüsselprojekt im Gebiet. Der Bau der neuen Jugendfreizeiteinrichtung Triftstraße/Krienickesteig sowie das Projekt "Education Point" (Netzwerkfonds) gehören zu weiteren wichtigen Vorhaben. Darüber hinaus sind Projekte zur Bewegungsförderung (Kletterwand in der Lynar-Grundschule, Netzwerk Bewegung) und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts (Projekt "Neustadtheldinnen") wichtige Maßnahmen im Quartier.

Beteiligung

Im QM-Gebiet Spandauer Neustadt sind zurzeit 38 Anwohnerinnen und Anwohner sowie Partner der Quartiersentwicklung im Quartiersrat und der Aktionsfondsjury vertreten. Sie entscheiden über den Einsatz von Projektmitteln und erarbeiten gemeinsam mit weiteren Verfahrensbeteiligten im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) die Schwerpunkte der Quartiersentwicklung.

Daten

Bezirk Spandau

Bezirk Spandau

QM-Gebietsgröße

44,6 Hektar

Gebietsfestlegung

08.12.2009
Mittlere Intervention (Kategorie II)
Gebiet der Sozialen Stadt gemäß §171e BauGB

Bewilligte Programmmittel seit Gebietsfestlegung

14,947 Mio. € (Stand 2017)

Bevölkerungsstruktur (Stand: 31.12.2017)

  • Einwohnerinnen und Einwohner:
    10.229 im QM-Gebiet (3.711.930 Berlin)
  • Migrantinnen und Migranten:
    51,73% im QM-Gebiet (32,52% Berlin)
  • Bezieherinnen und Bezieher von Transferleistungen:
    35,80% im QM-Gebiet (16,59% Berlin)
  • Arbeitslosenanteil - Daten anteilig bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl des jeweiligen Planungsraums (LOR):
    8,62% im QM-Gebiet (4,30% Berlin)

Weitere Informationen





Lynarstraße; Foto: S.T.E.R.N. GmbH
Lynarstraße;  Foto: S.T.E.R.N. GmbH

Kletterwand in der Lynar-Grundschule; Foto: S.T.E.R.N. GmbH
Kletterwand in der Lynar-Grundschule
Foto: S.T.E.R.N. GmbH

Nachbarschaftszentrum Paul-Schneider-Haus; Foto: S.T.E.R.N. GmbH
Nachbarschaftszentrum Paul-Schneider-Haus
Foto: S.T.E.R.N. GmbH

Gruppenfoto: Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Projekt "Education Point"; Foto: Spandauer Jugend e.V.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Projekt "Education Point";  Foto: Spandauer Jugend e.V.

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