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Quartiersmanagementgebiet – Mitte

Soldiner Straße/Wollankstraße


Soldiner Straße/Wollankstraße - Gebietskarte
Gebietskarte

Daten

Bezirk Mitte

Bezirk Mitte

Gefördert seit 1999
Fläche: ca. 70,84 ha
Einwohner: 15.884
Ausländeranteil: 39,1 %
Bewohner mit Migrationshintergrund: 61,1 %

Weitere Informationen

 
Das Quartier Soldiner Straße / Wollankstraße liegt im nördlichen Teil des Berliner Stadtteils Wedding. Umschlossen wird das Gebiet von der Osloer, Grüntaler und Drontheimer- / Provinzstraße sowie im Norden von der S-Bahn-Trasse und einer Kleingartenanlage. Das Quartier, das seit 1999 als Quartiersmanagementgebiet ausgewiesen ist, verfügt mittlerweile über viele aufgewertete Grün- und Spielflächen und sanierte Altbauten aus der Gründerzeit, die sich vor allem in gestreutem Privatbesitz befinden.

Besonders der 2005 fertiggestellte Pankegrünzug ist ein großer Gewinn für die Bewohnerschaft und mit dem innerstädtischen, unmittelbaren Zugang zum Wasser eine Attraktion im Soldiner Kiez - auch für Besucherinnen und Besucher. In dem hochverdichteten Altbauquartier mit eingestreutem sozialen Wohnungsbau der 1970er und 1980er Jahre leben zur Zeit etwa 15.500 Menschen aus nahezu 70 Ländern.

Insgesamt haben ca. 57 % der Bewohnerschaft einen Migrationshintergrund, die meisten kommen aus der Türkei, aber viele auch aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Polen und arabischen Ländern - 16 % der in den Soldiner Kiez Zugewanderten haben einen deutschen Pass. Das Quartier hat eine sehr junge Bewohnerstruktur: 40 % sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren , knapp 83 % haben einen Migrationshintergrund.

Das Engagement der Bewohnerschaft im Rahmen des Quartiersverfahrens ist selbstverständlich geworden. Einige wirken von Anfang an kontinuierlich im 2004 gegründeten Quartiersrat oder im Vergabebeirat mit. Dazu kommt ein nachbarschaftlich organisiertes Netzwerk von in mehreren Vereinen organisierten Anwohnerinnen und Anwohnern sowie engagierte Einzelpersonen, die sich zum Teil ebenfalls seit Jahren zumeist ehrenamtlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen im Kiez einsetzen.

Auswahl realisierter Projekte

In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt der Förderung von Projekten zur Verbesserung des Wohnumfelds hin zu sozio-kulturellen Projekten verlagert. Zentrale Themen im Gebiet Soldiner Straße sind Integration durch Bildung, Kultur oder Maßnahmen zur Imageverbesserung. So hat sich in den letzten sechs Jahren mit der Kolonie Wedding durch die Umfunktionierung von Gewerbeflächen eine attraktive, über den Wedding hinaus bekannte Kunstszene mit rund 30 Projekträumen, die von der kommunalen Wohnungsgesellschaft degewo unterstützt werden, etabliert. Beteiligt ist auch die erste von Jugendlichen selbst geführte Galerie im Bezirk Mitte, die sich unter dem Namen "Anstalt Wedding" als Projektraum von und für Jugendliche, die sich kreativ und künstlerisch betätigen möchten, versteht.

Im Themenfeld Bildung beziehen sich viele Angebote auf Sprachförderung für alle Altersstufen, die vor allem für Kinder und Jugendliche - unter Einbindung der Eltern - möglichst durchgängig aufeinander aufbauen sollen. Das beginnt schon mit der frühkindlichen Förderung durch Hausbesucherinnen im Programm "Opstapje". Hier wird u.a. dafür geworben, Kinder möglichst frühzeitig in einer Kita unterzubringen.

In den Grundschulen werden regelmäßig Projekte, wie der zusätzliche Förderunterricht SPRINT, der auch als offenes außerschulisches Angebot im Gebiet stattfindet, oder die künstlerische Vermittlung der deutschen Sprache durch das freie Erzählen von Märchen, erfolgreich umgesetzt.

Um regelmäßig Sprach- und Integrationskurse für Erwachsene im Gebiet anbieten zu können, arbeitet das QM mit der Volkshochschule Berlin Mitte zusammen. Unter dem Motto "Sprich mit mir" machen Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter in der Bibliothek am Luisenbad auf sich aufmerksam. Um alle Interessierten umfassend über die im Gebiet Soldiner Straße verteilten Angebote informieren zu können, wurde ein "DeutschlernNetz" mit einer Beratungs- und Vermittlungsstelle u.a. in der "Fabrik Osloer Straße" eingerichtet.

Das Stadtteilzentrum "Fabrik Osloer Straße" ist ein starker Partner des QM. Seit dem Zusammenschluss von "Nachbarschaftshaus Prinzenallee 58 e.V." und der "NachbarschaftsEtage" im Jahr 2008 befinden sich die vielfältigen Kurse, Veranstaltungen und Initiativen zur sozialen Integration unter einen Dach in der Osloer Straße 12.

Für die Bewohnerschaft ist die Pflege des öffentlichen Raums - auch mit Blick auf das persönliche Sicherheitsempfinden - sehr wichtig. In diesem Bereich werden Beteiligungsprojekte wie "Tu was für dein Grün im Kiez", aber auch bauliche Maßnahmen wie die Beleuchtung der Durchwegung Drontheimer- / Koloniestraße in Kooperation mit der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, die die Betriebs- und Folgekosten trägt, umgesetzt. Um die Stärken des Gebietes noch deutlicher hervorzuheben, wurde eine zweijährige Imagekampagne gefördert.


Aushang zur Quartiersratswahl 2008; Foto: QM Soldiner Straße / Wollankstraße
Aushang zur Quartiersratswahl 2008

Trafohäuschen; Foto: QM Soldiner Straße / Wollankstraße
Trafohäuschen


Quartiersräte; Foto: QM Soldiner Straße / Wollankstraße
Quartiersräte

Quartiersratsitzung; Foto: QM Soldiner Straße / Wollankstraße
Quartiersratsitzung

Fotos: QM Soldiner Straße / Wollankstraße

 


 
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