Soziale Stadt  

 

Soziale Stadt, Quartiersmanagementgebiet – Treptow-Köpenick

Kosmosviertel


Kosmosviertel - Gebietskarte
Gebietskarte

Daten

Bezirk Treptow-Köpenick

Bezirk Treptow-Köpenick

Fördergebiet seit 2016
Fläche: ca. 37,6 ha
Einwohnerinnen und Einwohner: 5.810
Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund: 11,10 %
(Stand: 31.12.2015)

 

Gebietsabgrenzung

Das neue Quartiersmanagementgebiet Kosmosviertel liegt am Stadtrand Berlins in Altglienicke im Ortsteil Treptow . Es umfasst die zwischen 1987 und 1991 erbaute Großwohnsiedlung in Plattenbauweise. Es wird im Süden durch die Landesgrenze zu Brandenburg, im Osten durch die Ortolfstraße, im Norden durch den Altglienicker Grund und im Westen durch die Schönefelder Chaussee abgegrenzt.

Ausgangslage

Das Gebiet ist gekennzeichnet durch die elf-, acht- und dreigeschossigen Gebäude, die nach Norden und Westen quadratische Höfe, nach Osten geöffnete Strukturen mit vorgelagerten Einrichtungen der sozialen Infrastruktur bilden. Die unmittelbare Nähe zur A113 Richtung Schönefeld und Berliner Ring erzeugt Lärm- und Luftbelastungen. 50 bis 75 Prozent der Bevölkerung wohnen im Planungsraum in einfachen Wohnlagen. Trotz eines im Vergleich Berlins geringen Anteils von Migranten an der Bewohnerschaft wird die räumliche Konzentration vor allem von Russlanddeutschen als Konfliktpotenzial durch deutsche Bewohner eingestuft. Das Neubaugebiet Kosmosviertel stellt den sozialen Brennpunkt der Bezirksregion dar.

Von Norden nach Süden zieht sich ein desolater Grünzug durch den Siedlungsbereich, in den Spiel- und Sportplätze eingebunden sind. Die wenigen Versorgungsangebote sind im Norden und Süden sowie im zentralen Bereich angesiedelt. Der zentrale Bereich an der Schönefelder Chaussee/Siriusstraße soll gemäß Stadtentwicklungsplan (StEP) Zentren 3 als Ortsteilzentrum entwickelt werden, ist baulich jedoch unvollendet und als städtebaulicher Missstand einzustufen. Den Handlungsbedarf zum Ausbau der einzelhandelsspezifischen Versorgungsfunktion stuft der StEP Zentren 3 als hoch ein. Der öffentliche Raum sowohl im zentralen Bereich als auch insgesamt bedarf deutlicher Aufwertung. Kulturelle Einrichtungen fehlen im Kosmosviertel weitgehend und es ist ein steter Fortgang der Ärzte festzustellen. Das Gebiet ist schlecht an den ÖPNV angebunden.

Das Kosmosviertel weist große soziale Probleme auf:
  • eine überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit mit 15,5 Prozent,
  • einen Anteil von 22,4 Prozent Transfergeldbeziehern.
  • Die Kinderarmut liegt mit einem Anteil von 57,4 Prozent deutlich über dem Durchschnitt.
  • Im Gebiet werden überdurchschnittlich viele Kinderschutzmeldungen (Misshandlungen, Vernachlässigung von Kindern) registriert.

Ziele der Gebietsentwicklung

Für die Gebietsentwicklung ergeben sich unter dem Oberziel der Verbesserung der sozialen Verhältnisse folgende primäre Zielsetzungen:
  • Verbesserung der sozialen und ethnischen Integration,
  • Stärkung der Bildungseinrichtungen sowie Vernetzung von Trägern und Schulen,
  • Vernetzung der Akteure und Stärkung des Stadtteilzentrums,
  • Qualifizierung und Vernetzung der öffentlichen bzw. öffentlich genutzten Freiflächen sowie Schaffung neuer Angebote zur Spiel- und Freizeitgestaltung

Akteurs- und Kooperationsstrukturen

Eine Reihe von Akteuren, Netzwerken und Projekten können in die Quartiersmanagementaktivitäten eingebunden werden: Die regionale Arbeitsgemeinschaft, in denen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe zusammen mit anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe sowie Trägern geförderter Maßnahmen darauf hinwirken, dass die geplanten Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig ergänzen. Daraus haben sich drei AGs entwickelt - Jugendarbeit, Schule sowie Kinderschutzkonferenz, die ebenfalls als relevante Akteure angesehen werden können. Als Ort der Begegnung ist das bestehende Bürgerhaus Altglienicke zu integrieren.

Von besonderer Bedeutung ist der Runde Tisch Altglienicke. Hier treffen Vertreterinnen und Vertreter demokratischer Parteien mit solchen aus der Verwaltung (Stadtplanungsamt, Gesundheitsdienst, Grünflächen- und Sozialamt) zusammen. Gemeinsam mit Akteuren aus Jugendeinrichtungen, Schulen, von sozialen Trägern ebenso von Wohnungsbaugesellschaft und -genossenschaften, aus Sportvereinen und der Polizei will man zur Aufwertung des Kiez-Images, zur Förderung von Demokratie und Toleranz beitragen.

Als weitere Partner sind die großen Wohnungsunternehmen - Stadt und Land sowie die Wohnungsbaugenossenschaft Altglienicke - zu nennen.

Ziel ist es, die bestehenden Netzwerkstrukturen zu verzahnen, auszubauen und eine größere Themenvielfalt zu entwickeln.

Gebäude an der Schönefelder Chaussee; Foto: Peter Zenker
Gebäude an der Schönefelder Chaussee
Foto: Peter Zenker

Auftakt Kosmosviertel; Foto: Birgit Leiß
Auftakt im Kosmosviertel
Foto: Birgit Leiß

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