Soziale Stadt  

 

Soziale Stadt, Quartiersmanagementgebiet – Reinickendorf

Klixstraße / Auguste-Viktoria-Allee


Klixstraße / Auguste-Viktoria-Allee - Gebietskarte
Gebietskarte

Daten

Bezirk Reinickendorf
Bezirk Reinickendorf
Fördergebiet seit 2016
Fläche: ca. 159,3 ha
Einwohnerinnen und Einwohner: 21.659
Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund: 44,32 %
(Stand: 31.12.2015)

 

Gebietsabgrenzung

Das neue Quartiersmanagementgebiet liegt am westlichen Rand Reinickendorfs und umfasst ca. 78 ha. Es wird südlich begrenzt durch die Scharnweberstraße, im Westen durch die BAB A111 und die Otisstraße und im Norden durch die S-Bahn-Trasse. Im Osten treppt sich die Gebietsgrenze von der Rodelandstraße über die Lienemannstraße bis zur Ollenhauerstraße auf Höhe der Auguste-Viktoria-Allee ab.

Ausgangslage

Durch die Zäsur, die der Flughafen Tegel und die BAB bilden, liegt das Gebiet in einer stadtstrukturellen "Sackgasse", die in der Vergangenheit seine Entwicklung eingeschränkt hat. Mit der Schließung des Flughafens ergibt sich die Möglichkeit, einer bauliche Entwicklung, möglicherweise unter Einschluss neuer Wohnbebauung, einzuleiten. Damit kommt dem Gebiet eine Scharnierfunktion für die Anbindung dieser neuen Quartiere an den Bezirk zu.

Das Gebiet ist sowohl durch geschlossene Bauweise als auch durch offene Zeilenbebauung geprägt. Trotz der Randlage ist es aufgrund seiner Bebauungsstruktur der verdichteten Stadt zuzuordnen. Ein Großteil der Gebäude ist vor dem Krieg errichtet worden, einige Siedlungen aus den 1920er Jahren stehen als bauliche Ensembles auf der Denkmalliste. Neben dem Siedlungsbau von Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften findet sich Wohnungsbau im Einzeleigentum. Westlich der Klixstraße wurden in den 1990er Jahren Mietwohnungen mit Belegungsbindung, teilweise im Stil von Stadtvillen, errichtet. Es überwiegt ein mittlerer Erhaltungszustand.

Ziele der Gebietsentwicklung

Im Rahmen der Gebietsentwicklung werden folgende Ziele verfolgt:
  • Stärkung der sozialen Infrastruktur,
  • Stärkere Einbindung des Planungsraums Klixstraße in/an das soziostrukturelle Band längs der Auguste-Viktoria-Allee,
  • Verstetigung und Ausbau der Kooperation der sozialen Träger bei der Mitgestaltung des künftigen Quartiersmanagementgebiets,
  • Qualifizierung der Bürgerbeteiligung,
  • Erhöhung der Aufenthaltsqualität der Grün- und Freiflächen,
  • Steigerung der Erziehungskompetenz von Eltern,
  • Steigerung der interkulturellen Kommunikation und Begegnung.

Akteurs- und Kooperationsstrukturen

Die wichtigste Vernetzungsagentur ist die "Kiez AG der AVA (Auguste-Viktoria-Allee)". An ihr nehmen nach Angaben der Verantwortlichen aus dem Bezirk alle zwölf Kitas, alle vier Schulen, die Polizei, die beiden Kirchengemeinden, die Jugendhilfeträger Lebenswelt, Albatros und Aufwind, die Freizeiteinrichtungen Jugendcafé Laiv (Lebenswelt) und Interkultureller Mädchentreff (Albatros) teil. Außerdem gehören Gangway e. V., "Kein Abseits e. V.", Selam gUg, das KJHV Familienzentrum, der Steg e. V. das Lodos Clubheim - betreute Jugend WG, das Mehrgenerationenhaus (Albatros), das Rote Kreuz (Migrationsberatung und Kita), der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und vom Bezirksamt der Integrationsbeauftragte und die Vertretung des Regionalteams West (Jugendamt) teil. Das Netzwerk trifft sich fünfmal im Jahr und führt zusätzlich ein Treffen für die Jahresplanung durch. Das vorhandene Netzwerk gilt es zu festigen.

Der Anteil der sieben größten Eigentümer von Wohnungen, darunter die Charlottenburger Baugenossenschaft, die GEWOBAG und die Berliner Baugenossenschaft, halten einen Anteil von 47 Prozent an der Gesamtwohnfläche. Zu ihnen bestehen teilweise intensive Kontakte seitens des Bezirksamtes. Die Genossenschaften sind untereinander gut vernetzt. In den letzten Jahren haben die Genossenschaften Teile ihres Bestandes energetisch erneuert. Bei den Einzeleigentümern gibt es in diesem Handlungsfeld deutliche Rückstände.
Ziel ist eine Kooperation mit den Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften zur bedarfsgemäßen Anpassung und energetischen Ertüchtigung des Wohnungsangebots im Gebiet sowie zum Ausbau von bezahlbarem Wohnraum für besondere Zielgruppen.

Siedlung Quäkerstraße; Foto: Patricia Schichl
Siedlung Quäkerstraße

Hinterhof Klixstraße; Foto: Patricia Schichl
Hinterhof Klixstraße

Stadtteilbibliothek Reinickendorf West; Foto: Patricia Schichl
Stadtteilbibliothek Reinickendorf West

Reinecke-Fuchs-Grundschule; Foto: Patricia Schichl
Reinecke-Fuchs-Grundschule

Fotos: Patricia Schichl

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