Berliner Mietspiegel 2011
Wofür gibt es Preisspannen?
Wohnungen und Gebäude sind sehr unterschiedlich ausgestattet. Diese Qualitätsunterschiede können Einfluss auf die Miete haben. Dafür gibt es im Mietspiegel eine Feinjustierung über die fünf Kriterien (Art des Gebäudes/der Wohnung, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage) hinaus.
Innerhalb der Preisspanne können diese zusätzlichen Merkmale für Zu- oder Abschläge sorgen, so dass der Vergleichswert eher am oberen Ende oder auch am unteren Ende der Spanne liegen kann.
Der Berliner Mietspiegel bietet dafür eine “Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung” mit mittlerweile rund 80 wohnwerterhöhenden beziehungsweise wohnwertmindernden Merkmalen. Diese Detailfülle in einem Mietspiegel ist eine Besonderheit Berlins. Schon der erste Mietspiegel 1987 bot eine Hilfestellung für die Spanneneinordnung, ganz ähnlich wie heute.
Das Prinzip ist ein Verrechnen: Jedes für die konkrete Wohnung zutreffende Plus- und Minusmerkmal wird verzeichnet, später werden sie zunächst innerhalb der Gruppe gegeneinander aufgerechnet.
Für die Einordnung der einzelnen Wohnung in die Preisspanne werden die fünf Merkmalgruppen abschließend gegeneinander aufgerechnet.
Diese zusätzliche Orientierungshilfe ist juristisch sogar in höchster Instanz als Schätzgrundlage anerkannt worden:
“Bei der Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung handelt es sich um Aussagen, die vom umfassenden Sachverstand der an der Mietspiegelerstellung beteiligten Experten getragen werden (Berliner Mietspiegel 2003, Ziff. 4). Sie berücksichtigt die bisherigen Erkenntnisse sowohl der Praxis als auch der Rechtsprechung (Berliner Mietspiegel 2003, Ziff. 12).”
(Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.04.2005, Az.: VIII ZR 110/04)
Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung
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