Wohnen  

 

Familienfreundliches Wohnen in der Stadt

Wohnanlage am Ostseeplatz


Wohnanlage am Ostseeplatz; Foto: Klaus Dombrowsky
Foto: Klaus Dombrowsky


Wohnanlage am Ostseeplatz; Foto: Klaus Dombrowsky
Foto: Klaus Dombrowsky

Umbau einer Wohnanlage aus den 30er Jahren

Die Wohnanlage am Ostseeplatz liegt im Stadtteil Prenzlauer Berg im Bezirk Pankow an der Grenze zu Weißensee und gehörte ehemals der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Prenzlauer Berg (WIP). Im Zuge der Privatisierung eines Teils ihrer Bestände kam es, auch auf Initiative von Mietern dieser Anlage, 2002 zur Gründung der Genossenschaft "Am Ostseeplatz" e.G. Im November 2002 kaufte die Genossenschaft die Wohnanlage, ein Jahr später begann sie mit der Sanierung, da die Häuser in einem sehr schlechten baulichen Zustand waren. Sowohl der Kauf als auch die Modernisierungsmaßnahmen wurden durch das Land Berlin gefördert.

Bei der grundlegenden Modernisierung erhielt die Fassade eine Wärmedämmung, wurden Haustechnik, Küchen, Bäder und Fenster erneuert, Balkone angebaut, eine zentrale Wärmeversorgung durch Bau eines Blockheizwerkes geschaffen. Gleichzeitig entstanden durch Grundrissänderungen familiengerechte Wohnungen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es in den drei- und viergeschossigen Häusern ausschließlich Zwei- und Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen mit durchschnittlich 46 m² Wohnfläche gegeben. Da viele Wohnungen leer standen, ließen sich Grundrissänderungen durch Zusammenlegung von Wohnungen relativ gut realisieren. Auf jeder Etage befanden sich ursprünglich drei Wohnungen. Es wurden entweder zwei zu einer Vier-Zimmer-Wohnung mit ca. 90 m² oder alle drei zu einer Vier- oder Fünf-Zimmer-Wohnung von ca. 135 m² zusammengelegt. Die Zahl der Wohnungen reduzierte sich so von 278 auf 214.

Nachdem in der Anlage jahrelang fast nur kleine und zumeist ältere Haushalte gelebt hatten, sind nach Modernisierung und Umbau rund 30 Familien mit Kindern zugezogen. Zur Beliebtheit der Wohnanlage trägt auch der großzügige und geschützte Innenhof bei, der von den Anwohnern aller Generationen intensiv genutzt wird. Er ist durch einen Hofausgang der meisten Häuser direkt zu erreichen, was insbesondere für die Sicherheit der Kinder von großem Vorteil ist.

Heute sind rund 70 % der Bewohner Mitglieder der Genossenschaft, die übrigen sind als Mieter in ihren Wohnungen geblieben. Wer neu in diese Wohnanlage ziehen möchte, muss allerdings Mitglied der Genossenschaft werden. Dafür sind je nach Wohnungsgröße drei bis zehn Genossenschaftsanteile á 520 Euro zu erwerben. Das monatliche Nutzungsentgelt beträgt 4,70 Euro pro m² nettokalt. Für frei werdende Wohnungen gibt es inzwischen eine lange Warteliste.