Wohnen  

 

Familienfreundliches Wohnen in der Stadt

Wohnhäuser Fidicinstraße


Wohnhäuser Fidicinstraße; Foto: Fidicinstraße e.G.
Foto: Weeber+Partner


Wohnhäuser Fidicinstraße; Foto: Fidicinstraße e.G.
Foto: Fidicinstraße e.G.

Umbau und Sanierung gründerzeitlicher Mehrfamilienhäuser

Die Häuser der Wohnungsgenossenschaft Fidicinstraße 18 e.G. stehen auf einem schmalen Grundstück zwischen Fidicinstraße und Schwiebusser Straße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Die Wohnanlage gehört zum gründerzeitlichen Quartier rund um den Chamissoplatz, das bereits Mitte der 60er Jahre flächenhaft unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der nördliche Bereich des Grundstücks ist mit einem Vorderhaus, einem Seitenflügel und einem Quergebäude bebaut, der südliche mit einem Vorderhaus einem Seitenflügel und einer Remise. Das Grundstück hat eine Größe von 1.300 m², die Gesamtwohnfläche in den Häusern beträgt 3.550 m².

Nachdem die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG beabsichtigte, das Gebäude an einen Investor zu verkaufen, haben die heutigen Bewohner als selbstorganisierte Genossenschaft das Objekt im Jahr 2003 erworben. Bei der Gründung hatte die Genossenschaft 20 Mitglieder. Pro Wohnung zahlten sie zwischen 10.000 und 30.000 Euro als Genossenschaftsanteile, das entspricht rund 250 Euro pro m² Wohnfläche. Mittlerweile gehören der Genossenschaft 55 Mitglieder an.

Die Gebäude befanden sich zum Zeitpunkt des Ankaufs in einem baulich schlechten Zustand. In den Jahren 2003 bis 2004 erfolgte die Modernisierung und Sanierung der Wohnanlage mit Eigenkapitel, Fördermitteln des Landes Berlin und der KfW Bankengruppe unter der Leitung des Architekten Günther Häußer. Dabei sollte der historische Charakter des Gebäudes und der Wohnungen zwar bewahrt, gleichzeitig aber modernes, familiengerechtes Wohnen ermöglicht werden. Daneben verfolgt die Wohnungsgenossenschaft das Ziel, nachbarschaftliches und selbstorganisiertes Wohnen zu verwirklichen und so die Quartiersbindung vor allem junger Familien zu stärken.

Durch Grundrissänderungen und Wohnungszusammenlegungen wurden flexible und dem Bedarf angepasste Raumstrukturen geschaffen. Die Wohnungen haben eine durchschnittliche Fläche von 95 m². Die Remise wurde zum Kinderhaus umgebaut. Im Hof gibt es einen kleinen Spielplatz und eine Toilette sowie Räume für Kinderwagen und Fahrräder. Neben 32 Wohnungen, in denen rund 100 Bewohner leben, entstand durch die Zusammenlegung von zwei Wohnungen auch eine Kindertagesstätte für Kinder von zwei bis fünf Jahren. Eine weitere Wohnung dient den Hausbewohnern als Gästewohnung.

Insgesamt kosteten Erwerb und Sanierung der Wohnhäuser 4,5 Mio. Euro. Die reinen Baukosten beliefen sich dabei auf 1.022 Euro pro m² Wohnfläche.