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Städtebaulicher Denkmalschutz – Spandauer Vorstadt
Kulturhaus Mitte, Auguststraße 21
Vorderhaus Augustraße 21
Saniertes Kulturhaus Mitte
Mit der Neugestaltung des Hofes fanden im Dezember 2007 die langjährigen Sanierungsarbeiten auf dem Grundstück des Kulturamtes ihren Abschluss.
1895 entstanden die Gebäude für die 10. städtische Realschule nach den Plänen des damaligen Stadtbaurats Hermann Blankenstein. In der Auguststraße präsentiert sich die Schule mit dem repräsentativen Lehrerwohnhaus auf schmaler Parzelle. Farbig glasierte Formsteine, plastische Gliederungen sowie reicher Schmuck am Hauptgesims und am Giebel. Das dreiflügelige, dreigeschossige Schulgebäude liegt in der ruhigen Blockinnenfläche. Auch hier zeigt sich die solide Formensprache der Berliner Bauakademie. Drei große Rundbogenfester heben die Lage der Aula hervor, in der Wand- und Deckengliederungen der Bauzeit weitgehend original erhalten sind.
Bereits 1998/99 wurde das Lehrerwohnhaus mit Mitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz umfassend modernisiert und instand gesetzt. Heute beherbergt das Gebäude die kommunalen Galerien Weißer Elefant und Galerie Mitte.
Noch bis 1998 wurde das Hofgebäude als Schule mit wechselndem Charakter genutzt. 1999 zog das Kulturamt, das sein angestammtes Quartier in der Rosenthaler Straße verlassen musste, in das Gebäude. Große Schäden erforderten langwierige Sanierungsarbeiten. Wegen undichtem Dach konnten Teile des zweiten Obergeschosses, so auch die Aula, nicht genutzt werden. In einer ersten Bauphase wurden deswegen von 2000 bis 2003 das Dach und die Fassade saniert.
Mit Fördermitteln und Mitteln des Bezirks folgten von 2005 bis 2007 die Sanierungsarbeiten im Gebäudeinneren. Mit einem Aufzug wird für einen barrierefreien Zugang gesorgt. Die Treppenhäuser entsprachen wie bei den meisten ehemaligen Schulen nicht den heutigen Brandschutzanforderungen, so dass neue Abschlusstüren eingebaut werden mussten. Die Aula steht wieder für vielfältige Veranstaltungen zur Verfügung. Hier bereiteten die Anforderungen des Schallschutzes in der Genehmigungsphase erhebliche Probleme. Der Einbau neuer Fenster mit verbessertem Schallschutz war einerseits wegen des Denkmalschutzes und wegen statischer Probleme nicht möglich. Mit dem Einbau von Schallschutzvorhängen konnte schließlich eine befriedigende Lösung gefunden werden.
Restauratorische Arbeiten in der Aula
Aula nach der Sanierung
Das Kulturhaus hat sich zu einem multikulturellen Begegnungsort entwickelt. Zum einen werden künstlerische Programme in einem breiten Spektrum geboten, zum anderen stehen Künstlern und Vereinen die Räume für Arbeiten und Veranstaltungen in Eigenregie zur Verfügung.
Neugestalteter Hof, am 24. Mai 2008 eingeweiht
Foto: lebalto, Atelier für Landschaftsarchitektur
Kulturgarten mit umfangreichem Pflanzenbestand
Foto: lebalto, Atelier für Landschaftsarchitektur
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Lageplan
Daten
Baujahr: 1895, Hermann Blankenstein
Denkmalart: Baudenkmal
Eigentümer: Bezirksamt Mitte
Geförderte Maßnahmen: Instandsetzung der Gebäudehülle, Flure u. Treppenhäuser des Hofgebäudes, Neugestaltung des Hofes
Bruttobaukosten: 1.122.965 €
Fertigstellung: 2007
Links
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