Wohnen  

 

Wohnen im Alter

Betreutes Wohnen


Betreutes Wohnen - junge Frau liest Senior vor; Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com
Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com

Das Wohnen bleiben in der eigenen Wohnung ist mit großem Abstand der am häufigsten geäußerte Wohnwunsch für das Alter. Senioren- bzw. Altenheime sind deutlich weniger beliebt, weil die Selbstbestimmtheit und die Selbstständigkeit in erheblichem Umfang aufgegeben werden muss. Gleichwohl gibt es Lebensumstände, die ein Verbleiben in der eigenen Wohnung unmöglich oder zumindest beschwerlich machen.

Dies kann bei beginnenden körperlichen Gebrechen oder speziellen gesundheitlichen Risiken der Fall sein, aber auch bei psychosozialen Problemen, wie zum Beispiel Vereinsamung, Depressionen und Ängsten.

Zwischen dem Wohnen in der eigenen Wohnung und dem Heim gibt es seit einigen Jahren eine besondere Wohnform, das "Betreute Wohnen".

Zwischen 1996 und 1999 wurden bundesweit mehr als 300 Angebote jährlich für "betreutes Wohnen" am Markt neu angeboten. Dieser Aufwärtstrend ist längst gebrochen. Gerade bei den teuren Angeboten gibt es bereits Leerstand. Dies liegt vor allem daran, dass für das Wohnen in der eigenen Wohnung immer mehr zusätzliche Dienstleistungen angeboten werden und auch die Wohnungsanpassung für altengerechten Wohnungsumbau verstärkt in das Blickfeld gerät. Das Einzugsalter für "Betreutes Wohnen" liegt im Durchschnitt bei etwa 80 Jahren.


(Anregungen zum "Betreuten Wohnen" sind entnommen aus:
Deutscher Mieterbund/Kuratorium Deutsche Altershilfe (Hg.) Ratgeber Betreutes Wohnen, Köln 2000. Renate Narten Wohnen im Alter - Bausteine für die Wohnungswirtschaft, Hannover 2004.)