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Transparente Verwaltung / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
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Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

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Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH

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Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

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Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

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Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


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Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

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Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

Transparente Verwaltung

Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

Transparente Verwaltung

Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

Transparente Verwaltung

Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

Transparente Verwaltung

Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH


 

Transparente Verwaltung

Was macht eigentlich… die Städtebauförderung / Stadterneuerung?


Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.
Maria Berning und Christiane Westphal stellen das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung vor.

Das Fördergebiet Luisenstadt Mitte birgt so manche Überraschung. Das erlebten 30 Bürgerinnen und Bürger hautnah als sie am 7. Juli 2016 an der Veranstaltung zur Transparenten Verwaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilnahmen. Hier erfuhren sie etwas über Sanierungsgebiete und Stadterneuerung. Bei einem Stadtrundgang durch die Nördliche Luisenstadt konnten sie sich davon überzeugen, wie sinnvoll Städtebaufördermittel sind.

Maria Berning leitet das Referat für Städtebauförderung und Stadterneuerung. Hier arbeiten 24 Menschen, meist Stadtplanerinnen und -planer, aber auch Verwaltungsangestellte. Drei Themenbereiche bestimmen ihre Arbeit: Integrierte Stadterneuerungsverfahren, Grundsatz- und Finanzierungsfragen. 68 festgesetzte Fördergebiete gebe es in Berlin, für die Mittel von insgesamt 107 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sagte Maria Berning. "Ein trockenes Thema", fügte Christiane Westphal hinzu, "aber wichtig für die Entwicklung der städtischen Quartiere". Sie arbeitet auch im Referat und ist für Monitoring und Evaluation der Städtebauförderprogramme zuständig. Sie freute sich, dass so viele Gäste in den Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gekommen waren, um sich über das Thema zu informieren. Christiane Westphal zeigte auf einer Karte, wo in Berlin Städtebauförderprojekte zu finden sind: "Zum Beispiel die Kindl-Treppe im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee", meinte sie.

Das Referat verwaltet die Fördermittel des Bundes und Landes und gibt sie an die Bezirksämter weiter. "Eine große Summe", meinte Maria Berning, "aber verteilt auf 68 Quartiere bleibt für die einzelne Maßnahme nur wenig übrig." Erfahrungsgemäß dauere eine Fördermaßnahme 10 bis 15 Jahre, erläuterten die beiden Frauen. Ein Sanierungsgebiet, wie die Nördliche Luisenstadt werde als Rechtsverordnung vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit besteht eine sogenannte Durchführungsverpflichtung für die Gemeinden, in diesem Fall, das Bezirksamt Mitte von Berlin.

Sanierungsbeauftragter Nördliche Luisenstadt

Andreas Bachmann ist aus dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement und für die Durchführung der Sanierungsprojekte in der nördlichen Luisenstadt zuständig. Er kennt sich vor Ort gut aus. Als Stadtteilladen wurde ein Laden in der Heinrich-Heine-Straße / Ecke Köpenicker Straße angemietet. Hier tagt der Sanierungsbeirat mit seinen gewählten Vertretern und es finden Versammlungen und Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Die Neugestaltung des Vorplatzes mit dem Heinrich-Heine-Denkmal ist auch ein Sanierungsprojekt. Den zugewachsenen Platz mit versteckten Ecken nutzen heute Drogenhändler für ihre Geschäfte. Das soll sich zukünftig durch die neue Gestaltung ändern. Die Büsche sollen ausgelichtet werden und die Hochbeete wegfallen. Knapp 40 Millionen Euro Fördermittel fließen insgesamt in das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.

Mit Headsets ausgestattet führt Andreas Bachmann mit seiner Kollegin Urte Schwedler die Gäste durch das Sanierungsgebiet. In der Rungestraße werden die Straßenbeleuchtung und die Straße saniert. Historische Straßenbeläge, wie die typischen Berliner Gehwegplatten sollen hier wieder verwandt werden, eine Investition von 1,3 Millionen Euro.

Wohnen in Spreenähe

Andreas Bachmann stoppt an der Köpenicker Straße vor einem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte. "160 neue Wohnungen sollen auf dem Parkplatz zwischen Gebäude und Bürgersteig entstehen. Das Grazer Architekturbüro Love architecture and urbanism hat den Wettbewerb für das schwierige Grundstück gewonnen", erläuterte Andreas Bachmann. Ein Drittel der Wohnungen sollen kostengünstig angeboten werden, fügte er hinzu.

Dann geht die Führung weiter Richtung Spree am Deutschen Architekturzentrum vorbei. Hier entsteht eine neue Straße, für die das Land Grundstücke erwerben musste, erläuterte Maria Berning. Das sei ein schwieriger und langwieriger Prozess gewesen, meinte sie. Direkt am Ufer befinden sich Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG. Die Baugruppe erlaubt, dass Gäste ihr Ufer passieren dürfen. Hier steht auch ein verbunkertes Bootshaus der DDR-Grenzer, das heute ein Veranstaltungsraum ist. Die Gäste gehen an den Zelten der Kommune Teepeeland vorbei. An einem Kiosk kann man Getränke gegen eine Spende bekommen. Im Hintergrund steht die marode Ruine der ehemaligen Eisfabrik, für die es noch keine neue Nutzung gibt. Hier produzierten die Eismaschinen der Firma Linde bereits 1914 Kühleis für die Großstadt.

Die Gäste konnten noch viele weitere Projekte des Sanierungsgebietes besichtigen. Ende und Höhepunkt der Führung war das Engelbecken. Andreas Bachmann zeigte an dieser Stelle ein altes Foto, das veranschaulichte, wie vor 25 Jahren die Wasseridylle im DDR-Grenzgebiet zugeschüttet war. Der Bürgerverein Luisenstadt und das Landesdenkmalamt initiierten den Wiederaushub des historischen Engelbeckens. All das führte dazu, dass die Gäste am Ende der Führung von den Chancen und Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes überzeugt waren.

Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.
Vor dem Plattenbau der Wohnungsbaugesellschaft Mitte entsteht ein neues Wohnhaus des Grazer Architekturbüros Love architecture and urbanism.

Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.
Der Platz mit dem Heinrich-Heine-Denkmal wird mit Fördermitteln neu gestaltet.

Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.
Die Wohnhäuser der Baugruppe Spreefeld eG haben im Erdgeschoss auch gewerbliche Nutzungen wie eine Tischlerei.


Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.
Das ehemalige Bootshaus der DDR-Grenzer kann heute als Terrasse und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.
Für die historische Eisfabrik am Spreeufer gibt es noch keine neue Nutzung.

Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.
Die Gäste passieren auch die Zelte der Kommune Teepeeland.


Weitere Informationen

Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Rundgang durch das Fördergebiet Luisenstadt Mitte; Quelle: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH