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Transparente Verwaltung

Was macht eigentlich… das Fischereiamt Berlin?


Fischereiamt Berlin
Fischereiamt

Fischerei hat Zukunft in Berlin


Davon konnten sich am 24. September 2014 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Transparente Verwaltung" 13 Bürgerinnen und Bürger selbst überzeugen. Unter ihnen waren auch vertreten, Interessierte aus Politik und Verbänden. Gespannt hörten sie der Amtsleiterin Susanne Jürgensen zu, die sie in der offiziellen Dienstkleidung des Fischereiamtes über das Grundstück führte.

"Den Fischen geht es gut in Berlin." Mit diesem Statement beendete Susanne Jürgensen die lebhafte Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern im Fischereiamt. Das war nicht immer so: Die Gewässerqualität und die Strukturvielfalt der Gewässer, sowie die Zunahme der heimischen Fischarten ist ein Prozess, bei dem das Land, der Bund und die EU aktiv beteiligt waren. Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) schreibt Maßnahmen zum Erreichen des guten ökologischen Zustands fest. Das Fischereiamt leistet mit seinen 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Berufssparten (z.B. Fischereiwissenschaftler, Fischwirte, Schiffsführer und Verwaltungsmitarbeiter) einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz.

Aale und Hechte werden soweit herangezogen, dass sie in die Gewässer ausgesetzt werden können. In einem zweijährigen EU-Projekt erhalten Aale Sender, um ihr Wanderverhalten zu erforschen. Auch für den Stör sollen die Berliner Gewässer künftig als Durchzugsgebiet wieder attraktiv werden. Dazu müssen Staustufen innerhalb der Stadt für ihn passierbar gemacht werden.

Das EU-geförderte Forschungsschiff Piscator ist das wichtigste Arbeitsinstrument des Fischereiamtes. Wasserproben, Sediment, Plankton und Fische werden entnommen, die dann wieder anderen Forschungseinrichtungen zur Verfügung stehen. Von der technischen Ausrüstung des Schiffes konnten sich die Gäste während einer Fahrt überzeugen. Fischschwärme und Wassertiefen können mit Hilfe eines GPS-gesteuerten Echolots erfasst werden.

"Wie sieht ein Arbeitsalltag aus", fragte eine junge Frau. Die Fischereiforscher haben sowohl Verwaltungsaufgaben (z.B. Berichte und Stellungnahmen schreiben, Gesetzesgrundlagen erarbeiten, Fachfragen beantworten) als auch mit der Sammlung und Auswertung von verschiedenartigen Daten Forschungsarbeit zu leisten. Im Labor erfuhren die Gäste, dass die Schuppen von Fischen mit Wachstumsringen versehen sind, über die, mit viel Erfahrung, das Alter bestimmt werden kann.

Im Außenbereich waren unterschiedliche Fanggeräte aufgebaut. Von Land aus betrachtet, wird deutlich, welche Dimensionen der Fischfang erfordert.

Neben der Forschung ist das Fischereiamt aber auch eine Ordnungsbehörde. Die Binnenfischerei ist nach dem Grundgesetz Ländersache. Fischen und Angeln erfordern eine finanzielle Abgabe (Fischereiabgabe), mit deren Erlös dann wieder die Forschung, die wiederum dem Erhalt des Fischbestandes zugute kommt, finanziert wird: eine Win-Win-Strategie. 27 Fischereibetriebe gibt es noch in Berlin, die die jahrhundertealte Tradition fortsetzen. Die Fischerinsel in Berlin-Mitte erinnert beispielsweise an die gute Versorgung der Berliner Bevölkerung mit Fisch um die Jahrhundertwende.

"Wie werden die Fischereirechte in Berlin vergeben?", fragte ein Gast. Die Amtsleiterin wies auf alte Rechte hin, die innerhalb der Familien vererbt wurden. Das Land selbst hat über die Hälfte der Rechte inne, die verpachtet werden in Form von Angelkarten genutzt werden. Die Vielfalt der Aufgaben und die Komplexität, einen Fischbestand am Leben zu erhalten, beeindruckten die Gäste und bleiben sicher in guter Erinnerung.

Weitere Informationen:
Das Fischereiamt Berlin stellt sich vor.
Das Fischereiamt Berlin stellt sich vor.

Amtsleiterin Susanne Jürgensen
Amtsleiterin Susanne Jürgensen

Begrüßung der Bürgerinnen und Bürger im Fischereiamt
Begrüßung der Bürgerinnen und Bürger im Fischereiamt

Amtsleiterin Susanne Jürgensen im Gespräch mit Bürgern
Amtsleiterin Susanne Jürgensen im Gespräch mit Bürgern

Lebhafte Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern im Fischereiamt
Lebhafte Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern
im Fischereiamt

Lebhafte Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern im Fischereiamt
Führung durch das das Fischereiamt
 
Führung durch das das Fischereiamt
 
Forschungsschiff Piscator