Verkehr  
 

Straßen- und Kfz-Verkehr

Parkraumbewirtschaftung

In vielen Innenstadtstraßen Berlins ist die Nachfrage nach Parkraum viel höher als das Angebot. Die Folge ist "Parksuchverkehr", der Zeit und Nerven kostet und zu mehr Lärm und Abgasen führt.
Hier setzt die Parkraumbewirtschaftung an: Sie beeinflusst das Stellplatzangebot und die Nachfrage und trägt so zu einer ausgeglichenen Parkraumbilanz bei. Daher wird sie heute in allen deutschen und europäischen Großstädten zur Verkehrsplanung eingesetzt.

Parkraumbewirtschaftung meint gebührenpflichtiges Parken im öffentlichen Straßenraum. In Berlin werden im öffentlichen Straßenraum zurzeit in 40 Parkzonen rund 103.210 Stellplätze bewirtschaftet. Die Gesamtfläche der Parkzonen beträgt 2.980 Hektar.

Karte Parkraumbewirtschaftung

Die Übersichtskarte zeigt den aktuellen Stand (Juni 2014) der Parkraumbewirtschaftung in Berlin. Die Anordnung und Einrichtung der Parkzonen liegt in der Zuständigkeit der Bezirke. Im Bedarfsfall wird der bewirtschaftete Raum schrittweise erweitert. Bitte beachten Sie, dass Sie bei den Bezirksämtern eventuell aktuellere Daten erhalten.

Die Parkraumbewirtschaftung verfolgt mehrere Ziele:

  1. Effizientes Parken
    In vielen innerstädtischen Straßenräumen Berlins ist die Nachfrage nach Parkraum erheblich höher als das Parkraumangebot. Die Folge ist ein umfangreicher Parksuchverkehr, der bereichsweise 20 bis 30% des gesamten Autoverkehrs beträgt. Die Parkraumbewirtschaftung verändert sowohl das Parkraumangebot als auch die Parkraumnachfrage und führt so zu einer ausgeglichenen Parkraumbilanz ("effizientes Parken").

  2. Stadt- und Umweltverträglichkeit
    Der Verkehr soll effizient und zugleich stadt- und umweltverträglicher organisiert werden - das ist die Maxime des Stadtentwicklungsplans Verkehr Berlin, der die verkehrspolitische Strategie des Senats formuliert. Dies gilt auch für den "ruhenden Verkehr", das Parken. Die Parkraumbewirtschaftung verringert die Lärm- und Abgasbelastungen durch den Parksuchverkehr. Das Parkraumangebot steht dabei immer in Flächenkonkurrenz zu den anderen Nutzungen des Straßenraums wie Fußgänger- und Radverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr oder Wirtschaftsverkehr und es konkurriert mit Flächenansprüchen für Freiraum und Grün. Die Aufenthalts- und Gestaltungsqualität des öffentlichen Raumes wird durch Kfz-Stellplätze oft beeinträchtigt.

  3. Zufriedene Bewohner und zufriedene Gewerbetreibende
    Eine Parkraumbewirtschaftung nützt in erster Linie den Bewohnern, aber auch den Kunden, Besuchern und Lieferanten des bewirtschafteten Gebiets. Die Dauerparker (vor allem Beschäftigte) werden zum Umstieg auf Bus und Bahn bewogen. In manchen Fällen können Stellplatzflächen für andere Nutzungen zur Verfügung gestellt werden, etwa für Ladezonen, Radfahrstreifen oder Fahrradabstellplätze.

Bewohnerparkausweis

Wer in einer Parkzone wohnt und dort gemeldet ist, erhält auf Antrag einen "Bewohnerparkausweis". Damit können Sie in Ihrer Zone das ganze Jahr über parken. Einen Bewohnerparkausweis beantragen Sie bitte beim zuständigen Bezirksamt.

Handwerkerparkausweis

Wer als Handwerker generell auf den Einsatz von Kraftfahrzeugen in Gebieten mit Parkraumbewirtschaftung angewiesen ist, kann auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen einen Handwerkerparkausweis erhalten. mehr

Handy-Parken

Informationen zu den Möglichkeiten des Handy-Parkens in Berlin erhalten Sie unter

Bezirke

Die Berliner Bezirke entscheiden selbstständig über die Planung und den Betrieb der Parkraumbewirtschaftung. Nähere Informationen (zum Beispiel zur Abgrenzung der einzelnen Parkzonen und zu Bewohner- und Gästevignetten) erhalten Sie auf den Webseiten der einzelnen Bezirksämter.

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Kostenfreie Hotline:
0800 / 990 990 1

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