Verkehr  
 

Stadtentwicklungsplan Verkehr

Handlungsprogramm


Handlungsprogramm

Wer sicherstellen will, dass alle Perspektiven des Verkehrs angemessen berücksichtigt werden, muss die maßgeblichen Interessenvertreter frühzeitig und kontinuierlich einbeziehen. Das gilt auch im Zusammenhang mit einem Monitoring zur Analyse und Diskussion der Umsetzung von Maßnahmen des Handlungskonzeptes.

Der aktuelle Stand der Umsetzung des Mobilitätsprogrammes 2016 sieht so aus:
  • Der größte Teil der Maßnahmen ist abgeschlossen bzw. in der Bearbeitung mit absehbarem Abschluss.
  • Wichtige Aufträge zur konzeptionellen Präzisierung einzelner Handlungsbereiche wurden abgeschlossen.
  • Fortsetzung der Schwerpunktverlagerung der Verkehrspolitik in Richtung Bestandssicherung der Infrastruktur hat Vorrang vor Infrastrukturausweitung sowie eine stärkere Priorisierung des nichtmotorisierten Verkehrs.
  • Verzögerungen bei der Umsetzung der Maßnahmen sind meist in zeitaufwendigeren Verfahren, der Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen im Zusammenspiel mehrerer Akteurinnen und Akteure sowie begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen begründet.

Mit dem Mobilitätsprogramm 2016 zieht der Senat die Konsequenz aus dem Stadtentwicklungsplan Verkehr für die Verkehrspolitik der nächsten Jahre. Generelle Ziele des Programms sind, die Mobilität für alle Bevölkerungsschichten zu gewährleisten, einen guten Zugang zur Stadt und ihren unterschiedlichen Teilen zu sichern, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt zu stärken und die negativen Folgen des motorisierten Verkehrs zu vermindern. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass die Maßnahmen nicht isoliert voneinander stehen. Statt dessen greifen sie ineinander und erzeugen so Synergieeffekte, d.h. einen größeren Nutzen bei geringerem Aufwand.

Das Mobilitätsprogramm 2016 nennt konkrete Einzelmaßnahmen für die Umsetzung des verkehrspolitische Programms des Senats. Wichtige Bereiche sind beispielsweise:

  • Bessere Pflege, Erhaltung und Optimierung der vorhandenen Infrastruktur, so dass Instandhaltungsrückstände abgebaut und die Leistungsfähigkeit und Qualität des bestehenden Straßen- und Schienennetzes für den öffentlichen, gewerblichen und privaten Verkehr langfristig gewährleistet werden können. Die Sanierung der Hauptstraßen dient gleichzeitig der Lärmsanierung im ÖPNV; es sollen die Voraussetzungen für kürzere Umsteigewege geschaffen werden.
  • Stärkung des nichtmotorisierten, d.h. Rad- und Fußverkehrs, z.B. durch die Umsetzung einer umfassenden Radverkehrsstrategie, die Schließung von Lücken und Erweiterung des stadtweiten Radverkehrsnetzes (Haupt- und Nebenrouten), die Verbesserung der Bedingungen für das Zufußgehen (Querungshilfen, Fußgängerwegweisungen, mehr Platz für Fußgänger). Dabei sollen die Mobilitätsbedürfnisse an die Anforderungen einer alternden Gesellschaft angepasst und gleiche Mobilitätschancen für alle gewährleistet werden.
  • Intelligentere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, indem beispielsweise Verkehrsströme neu organisiert werden, in Beschleunigungsmaßnahmen, Angebotsverbesserungen im ÖPNV und bessere Verknüpfungen zwischen den Verkehrsträgern des Umweltverbunds investiert wird sowie mehr Flächen in die Parkraumbewirtschaftung eingehen, was Wohngebiete entlastet, dem Kfz-Verkehr Zugang zu Zentren sichert und den ÖPNV stärkt.
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit zur Stärkung des Sicherheitsempfindens der Berlinerinnen und Berliner und Senkung der Luftschadstoffbelastung durch den Verkehr, z. B. durch Nachrüstung von Altfahrzeugen, neue Fahrzeuge und die Nutzung der Elektromobilität auf der Basis regenerativ erzeugten Stroms. Neben der Ausnutzung der technischen Möglichkeiten werden u. a. Konzepte zur Förderung der Integration von ÖPNV und Carsharing und die Anwendung von Fahrradverleihsystemen unterstützt.
  • Erweiterung der Verkehrsnetze nur dort, wo dies zur Beseitigung von Verknüpfung- und Erschließungsmängeln notwendig ist und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt stärkt.
Das komplette Mobilitätsprogramm 2016 finden Sie hier als Download:

Die Umsetzung des Stadtentwicklungsplans Verkehr bzw. des Mobilitätsprogramms 2016 wurde zuletzt für den Zeitraum 2011 bis Ende 2013 überprüft und in einem Fortschrittsbericht zusammengefasst. Diesen finden Sie hier als Download:

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