Radverkehr - Radverkehrsstrategie
Ziele und Leitlinien
Die Radverkehrsstrategie für Berlin soll dazu beitragen, den nicht motorisierten Verkehr zu fördern, damit wir die Qualität des Lebensraumes Stadt auf Dauer erhalten und verbessern.
Fortschritte und Defizite bei der Umsetzung der Strategie überprüft der Berliner Senat regelmäßig anhand von selbstgesteckten Zielen.
Unsere Ziele bis 2010:
Die Radverkehrsstrategie ist im
Stadtentwicklungsplan Verkehr (StEP Verkehr) festgehalten, sie ist Teil des Radverkehrskonzeptes der Stadt. Die Strategie enthält fünf wichtige Ziele:
- Mehr Radverkehr
Der Anteil des Radverkehrs an den in der Stadt zurückgelegten Wegen soll bis 2010 um die Hälfte gesteigert werden (von 10 auf 15 Prozent). Dies entspricht einer jährlichen Zunahme des Radverkehrs um 100.000 Wege am Tag.
- Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Die Zahl der kombinierten Wege soll im gleichen Maße zunehmen wie der Radverkehr insgesamt. Dies erreichen wir durch weitere Verbesserungen bei der Fahrradmitnahme und bei den Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen und Haltestellen.
- Senkung der Unfallzahlen
Die Berliner Radverkehrsstrategie übernimmt das ehrgeizige Ziel der Europäischen Gemeinschaft, die jährliche Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren. Die Anzahl der schwerverletzten Radfahrer soll - trotz Zunahme des Radverkehrs - um mindestens ein Drittel verringert werden.
- Angemessene Finanzierung
Wir gehen davon aus, dass die im Stadtentwicklungsplan Verkehr formulierte Zielsetzung - Steigerung der Mittel für den Radverkehr auf 5 Euro je Einwohner und Jahr bis 2015 - als Orientierung bei der Haushaltsplanung dient.
- Zügige Gestaltung des Radroutennetzes
Das Radrouten-Gesamtnetz soll bis 2010 durchgängig befahrbar sein. Darüber hinaus erforderliche Maßnahmen für einen Ausbau des Netzes sollen bis 2015 umgesetzt sein.
Unsere Ziele beruhen auf vier Grundsätzen und Leitlinien, die unser Handeln beim Ausbau des Radverkehrs bestimmen.
Unsere Grundsätze und Leitlinien:
- Radverkehr als komplexes System verstehen und fördern
Zur Radverkehrsförderung gehören gute Verbindungen, einfache Orientierung, ausreichende Abstellmöglichkeiten, optimale Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mehr Aufmerksamkeit für das Mobilitätslernen, sichere Verkehrsbedingungen, guter Service und ein fahrradfreundliches Klima.
- Gute Verbindungen für den Radverkehr
Direkte, bequeme und sichere Verbindungen für den Radverkehr sollen überall im Stadtgebiet verfügbar sein: auf Haupt- und Nebenrouten, auf Verkehrsstraßen, in den Zentren, den Wohn- und Arbeitsstättengebieten sowie in den Naherholungsräumen der Stadt. Unterschiede in der Qualität der Angebote für den Radverkehr zwischen den inneren und äußeren sowie den westlichen und östlichen Stadtteilen sollen abgebaut werden.
- Berücksichtigung des Radverkehrs bei allen Maßnahmen im Straßenraum
Der Radverkehr soll bei allen Maßnahmen im öffentlichen Straßenraum angemessen berücksichtigt werden: bei der Zuweisung von Flächen und Mitteln, bei der Ampelsteuerung, an Baustellen und Umleitungen sowie bei Straßenreinigung und Winterdienst.
- Effiziente Zusammenarbeit der Akteure
Für die Umsetzung der Radverkehrsstrategie ist eine effektive Koordination und Bündelung der beschlossenen Maßnahmen innerhalb der Verwaltung sowie mit der Polizei, den Trägern des öffentlichen Nahverkehrs, den Verkehrsverbänden und dem Fahrradgewerbe unabdingbar.
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