Wirtschafts- / Güterverkehr
Wirtschaftsverkehrskonzept
Bildnachweis: (oben links) DB AG/Kirsche / (oben rechts) Lutz Schönfeld / Unternehmenskomm. u. Pressestelle / Berliner Flughäfen
Der Berliner Wirtschaftsverkehr hat sich in den vergangenen Jahren im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels der Stadt und der zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen im zentralen Europa stark verändert. Neue Anforderungen, aber auch die Belastung durch den Güterverkehr machten neue Konzepte erforderlich.
Der Senat von Berlin hat im Jahr 2006 ein integriertes Wirtschaftsverkehrskonzept beschlossen. Das Dokument liefert eine gründliche Analyse der vorhandenen Entwicklungstrends und hilft politische Rahmenbedingungen für effiziente und umweltschonende Wirtschaftstransporte zu schaffen. Das Konzept soll dazu beitragen, die steigenden Anforderungen der Gütertransporte an Funktionalität und Flexibilität zu erfüllen. Gleichzeitig soll die innerstädtische Lebensqualität erhalten bzw. erhöht werden.
Rahmenbedingungen
Wirtschaftsverkehr ist heute überwiegend Kfz-Verkehr - vom kleinen Lieferwagen bis hin zum großen Sattelschlepper. Das war nicht immer so. Grundlegende strukturelle Veränderungen der Berliner Wirtschaft haben dazu geführt, dass Bahn und Binnenschiff in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung verloren haben. Die zu transportierenden Massengüter, wie Steine, Kohle und schwere Industrieprodukte, werden immer weniger. Hingegen werden die Flexibilitäts- und Pünktlichkeitsanforderungen der Transporte immer größer.
Wichtige Trendannahmen des Konzepts sind, dass das Gütertransportvolumen in Zukunft voraussichtlich eher noch abnehmen, der Personenwirtschaftsverkehr hingegen weiter zunehmen wird. Außerdem begünstigen die steigenden Flexibilitätsanforderungen an den Gütertransport den Straßengüterverkehr. Gleichzeitig eröffnen moderne Logistik-Technologien neue Chancen für Bahn und Binnenschiff.
Handlungsbereiche künftiger Maßnahmen
Das integrierte Wirtschaftskonzept identifiziert verschiedene Handlungsbereiche für künftige Maßnahmen:
- Bereits realisierte Innovationen sollen weiter ausgeweitet werden: Kombi-Spur für Bus und Lkw, "Plattform Wirtschaftsverkehr" als Grundlage für Stadt-Logistik, Ladezone und kooperative Baulogistik sind Ideen aus Berlin, die auch in anderen Städten Deutschlands und Europas zum Einsatz kommen.
- Das Konzept benennt Ansatzpunkte zur Sicherung und Entwicklung von wirtschaftsbezogener Infrastruktur (insbesondere Schienenanschlüsse und Umschlagstellen; auch stadtverträglicher Ausbau der Wasserstraßen. Wirtschaftsverkehrslogistiker und Stadtentwicklungsplaner sollen bei der langfristigen Standortsicherung besser zusammenarbeiten.
- Zur Zukunftssicherung gehört ein so genanntes "Terminal-Konzept". Die Entwicklung von innerstädtischen intermodalen Knotenpunkten (Infrastrukturen und Umschlagflächen) schafft die Voraussetzung für eine größere Beteiligung von Schiene und Wasserstraße am Güterverkehr.
- Besonderen Wert legt das Wirtschaftsverkehrskonzept auf verbesserte Information, Kommunikation und Kooperation zwischen den privaten Akteuren und den öffentlichen Stellen. Im Wirtschaftsverkehr sind es im Wesentlichen die privaten Unternehmen, die die notwendigen Innovationen realisieren können. Der Senat wird im erforderlichen Maße die Rahmenbedingungen gestalten.
Download
Das vollständige integrierte Wirtschaftsverkehrkonzept Berlin und Anhang finden Sie hier als PDF zum Download:
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