Verkehr  
 

Fußverkehrsstrategie

Modellprojekt 5: Begegnungszonen


Modellprojekt 5: Begegnungszonen; Foto: adlerschmidt Berlin
Foto: adlerschmidt Berlin

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat 2011 die Fußverkehrsstrategie beschlossen. In deren Rahmen wurden zehn Modellprojekte mit fußverkehrsfördernden Maßnahmen benannt. Das Modellprojekt 5 befasst sich mit dem Thema "Begegnungszonen".



Worum geht es?


Die Menschen bewegen sich mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Auch wenn Auto, Bus oder Fahrrad benutzt werden - das zu Fuß gehen gehört immer dazu.

Das Modellprojekt 5 der Berliner Fußverkehrsstrategie soll Ideen entwickeln, wie Straßen zukünftig aussehen könnten, damit das zu Fuß gehen einfacher und sicherer sowie die Aufenthaltsqualität gefördert wird. Alle Verkehrsarten sollen verträglich miteinander auskommen. Dabei kann ein besseres Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme nicht "angeordnet" werden. Im Idealfall ergibt sich dies aus der Straßengestaltung von selbst.
Das Projekt soll dafür einen "Baukasten" mit möglichen Lösungsansätzen entwickeln. Die Ergebnisse sollen als Impulsgeber für die Bezirke und als langfristige Verstetigung der Fußverkehrsförderung wirken.
Unter Berücksichtigung der Berliner Haushaltslage werden aufwändige Komplettumbauten kaum möglich sein. Deshalb werden Wege gesucht, wie auch mit gezielten Maßnahmen die Situation verbessert werden kann.

Wie geht es?


Die Berliner Bezirke und Interessenvertretungen des Fußverkehrs haben insgesamt 33 Vorschläge für das Modellprojekt eingereicht. Nach einer umfangreichen Prüfung wurden drei Straßen als erste Pilotprojekte ausgewählt:

Ausgewählte Pilotprojekte
Maaßenstraße Bergmannstraße Checkpoint Charlie
Ausgewählte Pilotprojekte

Maaßenstraße in Schöneberg mehr


Maaßenstraße in Schöneberg

Bergmannstraße in Kreuzberg mehr


Bergmannstraße in Kreuzberg

Bereich um den Checkpoint Charlie mehr


Bereich um den Checkpoint Charlie
Der Planung voraus geht eine gründliche Bestandsaufnahme mit Analyse der bestehenden Konflikte. Mit Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibenden werden dann Möglichkeiten zur Aufteilung von Fahrbahn, Gehwegen und Aufenthaltsflächen untersucht. Auch Kinder und Jugendliche aus den Projektgebieten werden gezielt in den Beteiligungsprozess eingebunden.

Die Gestaltung wird die Besonderheiten der jeweiligen Straße berücksichtigen und gleichzeitig mit unverwechselbaren Merkmalen zu einem hohen Wiedererkennungswert dieser neuen "Begegnungszonen" führen. Beschildert werden die Straßen als "verkehrsberuhigter Geschäftsbereich" mit Tempo 20.

Begleituntersuchungen


Zur Bewertung der Pilotvorhaben werden Vorher-Nachher-Untersuchungen durchgeführt. Auf Basis verschiedener Kennziffern wie z.B.
  • Verkehrsablauf,
  • Geschwindigkeitsverhalten,
  • Unfallsituation und
  • Akzeptanz

werden die Auswirkungen für den Fuß- und Radverkehr, für den ÖPNV und für den Kfz-Verkehr erfasst. So wird sichergestellt, dass möglicherweise auftretende unerwünschte Auswirkungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden können. Auch in dieser Phase des Gesamtprozesses haben Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende die Möglichkeit, sowohl Ihre Erfahrungen mit dem umgestalteten Straßenraum als auch Ihre Vorstellungen über notwendige Anpassungsmaßnahmen einzubringen.
Logo www.begegnungszonen.berlin.de

Aktuell

Begegnungszone Bergmannstraße

Öffentliche Informations­veranstaltung
am 03.11.2016 im Columbia Theater

Ablauf der Bürger­beteiligung und weitere Informationen mehr
Ablauf der Bürgerbeteiligung

Online-Dialog beendet
Auswertung der Ergebnisse
www.begegnungszonen.
berlin.de

Stand der Umsetzung


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Flyer
Besseres Miteinander – mehr Sicherheit für den Fußverkehr

Postkarte
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