Von Jungfernheide nach Alt-Hohenschönhausen
Ausgangspunkt der
18 km langen Nordspange ist der Volkspark
Jungfernheide, Schnittpunkt mit dem westlichen Außenring des Berliner Fahrradroutennetzes.
Vom Eingang des Freibades führt die Route im großen Bogen um den Jungfernheideteich in Richtung Autobahnzubringer Tegel.
Durch das Blätterdach des Laubwaldes hört man noch startende und landende Flugzeuge vom
Flughafen Tegel. An einem pilzförmigen Schutzdach verlassen wir den Park in Richtung Heckerdamm und queren den abgesenkten Kurt-Schumacher-Damm.
Hinter dem Einkaufszentrum Heckerdamm weist ein Schild in Richtung Richard-Wagner-Platz und ermöglicht auch Ortsunkundigen, den Weg über den Goerdelersteg zum Rathaus Charlottenburg zu finden.
Wir fahren weiter in Richtung Plötzensee, vorbei an dem Kloster der Karmelitinnen, der Katholischen Kirche Maria Regina Martyrum und dem evangelischen Gemeindezentrum durch ausgedehnte Laubenkolonien.
Vor der Zentrale des Deutschen Paket Dienstes biegen wir rechts in den Friedrich-Olbricht-Damm ein. Auf beiden Seiten der Straße verbirgt sich hinter Mauern und Wachtürmen die Jugendstrafanstalt Berlin. Die berüchtigte
NS-Hinrichtungsstätte
Plötzensee, heute eine Gedenkstätte, ist über den Hüttigpfad zu erreichen. Der Plötzensee selbst, das zweite Sommerbad auf unserem Weg, liegt nordöstlich der Schleuse auf der gegenüberliegenden Seite des Hohenzollernkanals.
Die Beschilderung leitet uns über die stark befahrene Goerdelerdamm-Brücke. Durch eine schmale Grünanlage zwischen Stadtring und
Westhafen radeln wir weiter, zwei Brücken über die Mündung des Hohenzollernkanals in den Westhafenkanal querend. Kräne, Öltanks, Speicher und Kontorgebäude säumen die Hafenbecken. Wir biegen am
Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal rechts in einen Geh- und Radweg ein und durchfahren die Grünanlage am Eckernförder Platz.
Rechts der Kanal, links der Campus des
Virchow-Klinikums, folgen wir dem neu ausgebauten Weg bis zur Föhrer Straße. Hier verlassen wir den Kanal auf der Föhrer Straße. Achtung: Am U-Bahnhof Amrumer Straße, gegenüber der Beuth Hochschule für Technik Berlin, führt die Route unter einer Überbauung rechts in die Triftstraße.
Nach Querung der Müllerstraße rollen wir über den Max-Josef-Metzger-Platz in Richtung Gerichtstraße. Die Route tangiert Berlins erstes
Krematorium. Auf dem Rondell des Nettelbeckplatzes spielt ein bronzener Klavierspieler auf einem bronzenen Klavier am Fuß der Brunnenanlage.
Wir folgen weiter der Gerichtstraße, fahren unter dem S-Bahnring hindurch, passieren das Stadtbad Wedding und überqueren das
Panke-Flüsschen bis zur Hochstraße. Auf der Wiesenstraße kreuzen wir die Nord-Süd-S-Bahn und erreichen den
Volkspark Humboldthain mit dem dritten Sommerbad der Route. Vor uns den Technologie- und Innovationspark der
TU Berlin, umrunden wir den Humboldthain.
Bis zum Bezirk Pankow behält die Route ihre östliche Richtung bei. Hinter der Bezirksgrenze und dem einst zugemauerten
Gleimtunnel treffen wir auf den Mauerpark, die Max-Schmeling-Halle und den Berliner Mauerweg.
Die Stadtwelt wird bunter, wir befinden uns im Stadtteil Prenzlauer Berg. Oben die Hochbahn, unten die Straßenbahn, unterqueren wir die von den Berlinern als "Magistratsschirm" bezeichnete Hochbahn über der Schönhauser Allee. Die Route trifft auf die
Gethsemanekirche, bekannt geworden durch ihre Offenheit gegenüber gesellschaftliche Problemen in der
DDR besonders während der Wendezeit.
Auf der Dunckerstraße, in die wir nach links einbiegen, fahren wir erneut über den S-Bahnring.
Auf beiden Seiten des S-Bahngrabens stehen sich im Neorenaissance- und neogotischem Stil die Gebäude der Käthe-Kollwitz- und Heinrich-Schliemann-Oberschule gegenüber.
An der Erich-Weinert-Straße wenden wir uns nach rechts, kreuzen die stark befahrene Prenzlauer Allee und radeln auf der ruhigen Wohnstraße links die
Staatliche Ballettschule Berlin mit der Schule für Artistik, durch die
Wohnstadt Carl Legien, Weltkulturerbe seit 2008.
An einem der schönsten Pumpwerke Berlins vorbei erreichen wir die Greifswalder Straße und fahren ein Stück in Richtung Weißensee.
Am Ortsteilschild von Weißensee, auf Höhe der Gürtelstraße, können wir die stark befahrene Straße verlassen und radeln durch das Komponistenviertel in Richtung Orankesee, rechts der größte
jüdische Friedhof Berlins.
Durch die Meyerbeerstraße-, Smetana- und Chopinstraße, der Musikliebhaber summt die Namen der Straßen mit, erreichen wir die Indira-Gandhi-Straße, an deren nördlichem Ende das vierte Freibad an unserem Weg liegt: der Weiße See.
Wir fahren nicht in Richtung des Sees, sondern radeln auf der Hansastraße weiter, bis die Route rechter Hand auf den Orankeweg, die erste Fahrradstraße im Bezirk Lichtenberg, trifft. Hier liegt gegenüber einem schattigen Biergarten das fünfte
Freibad unserer Route.
Am benachbarten
Obersee kann das Wohnhaus Lemke besichtigt werden, gebaut nach einem Entwurf von Mies van der Rohe.
Wir rollen wieder durch ruhige Wohnstraßen bis zur Konrad-Wolf-Straße.
In
Alt-Hohenschönhausen stößt die Nordspange auf die Sternroute
RR 7 nach Ahrensfelde. Hier befindet sich der ehemalige Dorfkern von Alt-Hohenschönhausen mit dem Endpunkt der Nordspange. Obwohl einige Gutshäuser und das Schloss noch erhalten sind, ist im Gegensatz zu dem benachbarten Alt-Marzahn von dem historischen Dorf nur noch wenig zu erkennen. Hinter dem Dorfkern erscheinen die ersten Wohnhochhäuser der Großsiedlung.
Auf der Ahrensfelde-Route gelangt man zum Außenring des Berliner Fahrradroutennetzes, nach Ahrensfelde oder in den Landschaftspark Barnimer Feldmark.

Strandbar am Weißen See |
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Wohnhaus Lemke, gebaut nach einem Entwurf von Mies van der Rohe |
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Parklandschaft Feldmark Gut Falkenberg
Foto: Atelier Loidl |
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Am Mauerpark - Max-Schmeling-Halle |