Verkehr  
 

Radrouten und Radverkehrsanlagen

Einleitung


In den vergangenen Jahren hat Berlin das Angebot für Radfahrer weiter ausgebaut: Dazu gehören natürlich neue Radfahrstrecken und Radwege. Aber auch mitnutzbare Busspuren, Fahrradstraßen und die Öffnung von Einbahnstraßen oder Sackgassen machen das Radfahren in Berlin zunehmend einfacher und sicherer. Verkehrsberuhigte Zonen und Tempo-30-Zonen ermöglichen das Radfahren auf der Fahrbahn. Freigegebene Wege durch die Parks, die Wälder und an den Wasserläufen erhöhen die Attraktivität des Radfahrens in Berlin erheblich.

Für weite Strecken mit dem Rad eignen sich die Berliner Radrouten. Das Routennetz hat eine Länge von etwa 590 km (ohne Streckenüberlagerungen) und verbindet die Innenstadt mit den Außenbereichen Berlins. Ausgehend vom Schloßplatz in Berlin-Mitte führen zwölf Sternrouten strahlenförmig in die Außenbezirke. Sie sind durch einen Außenring, bestehend aus je vier Segmenten und durch ein Doppelkreuz von vier Spangen miteinander verknüpft. Dazwischen werden Ergänzungsrouten eingehängt. Die Routen sind für die Radfahrer schnell zu erkennen, sie werden sukzessive eigens ausgeschildert.

Mit der Wannsee-Route wurde im Frühjahr 2005 die erste der sternförmig in die Außenbezirke führenden Radialrouten eröffnet. Inzwischen folgten weitere sechs radiale Routen: die Gatow-Route, die Spandau-Route, die Hellersdorf-Route, die Route nach Alt-Hohenschönhausen, die Teltow-Route und die Reinickendorf-Route. Im Herbst 2008 wurde die erste Tangentialroute eröffnet: Die so genannte Südspange verbindet Dahlem-Dorf mit Biesdorf-Süd und durchquert dabei Schöneberg, Kreuzberg, den Norden Treptows und den Süden Lichtenbergs. Die Nordspange, welche im Norden der Stadt vom Volkspark Jungfernheide bis nach Alt-Hohenschönhausen führt, wurde im Herbst 2009 zur öffentlichen Nutzung freigegeben.
2015 kamen zwei weitere Routen hinzu: Der Ostring TR7 verbindet die beiden Außenbezirke Köpenick und Marzahn-Hellersdorf, und die komfortabel ausgebaute Hohenschönhausen-Route RR7 lädt dazu ein, den Nordosten von Berlin zu erkunden.

Mit dem rund 68 km langen Berliner Abschnitt des Europaradweges R1 wurde der erste der Radfernwege, die durch Berlin führen, ausgebaut und beschildert. Ebenfalls fertig gestellt wurden die Berliner Teilstrecken der Radfernwege nach Usedom und nach Kopenhagen.
Drei Uferwanderwege und eine Verbindung von Berlin nach Leipzig befinden sich in der Planung bzw. Umsetzung.

Besondere touristische Bedeutung hat der Berliner Mauerweg.


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