Weltweit sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich 1,3 Millionen Menschen auf den Straßen. Hinzu kommen bis zu 50 Millionen Verletzte. Die Hälfte aller Getöteten weltweit ist als Fußgänger, Radfahrer oder motorisierter Zweiradfahrer unterwegs gewesen.
Damit sich die Verkehrssicherheit weltweit erhöht, haben die Vereinten Nationen am 11. Mai 2011 zum "Jahrzehnt der Verkehrssicherheit" aufgerufen. Ziel ist es, die fatalen menschlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen eines der weltweit größten Gesundheitsprobleme zu verringern.
Im Jahr 2012 ereigneten sich auf den Berliner Straßen 130.782 Verkehrsunfälle, dabei wurden 16.898 Personen verletzt und 44 Personen getötet (lt. Verkehrssicherheitslage 2012 des Polizeipräsidenten in Berlin).
Dennoch hat Berlin nach einer Ermittlung des Europäischen Verkehrssicherheitsrates den sichersten Straßenverkehr aller europäischen Hauptstädte. Auf Berliner Straßen starben demnach 1,64 Menschen pro 100.000 Einwohner, im Durchschnitt kamen die Hauptstädte auf einen Wert von 3,95.
Das Verkehrssicherheitsprogramm Berlin 2010 hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Schwerverletzten und Verkehrstoten bis zum Jahr 2010 weiter zu reduzieren (um 30 % gegenüber dem Jahr 2004).
Eine Maßnahme dazu ist die Errichtung einer Straßenverkehrs-Unfallkommission (UK) mit Beteiligung der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde und der Straßenbaulastträger - eine von ca. 500 Unfallkommissionen im gesamten Bundesgebiet.
Die UK hat die Aufgabe, Unfallhäufungsstellen im Stadtgebiet im Hinblick auf eine Erhöhung der Verkehrssicherheit zu untersuchen und geeignete Maßnahmen zu beschließen. Die Geschäftsführung obliegt der Verkehrslenkung Berlin (VLB).