Umwelt  

 

Wasser und Geologie

Bau von Brunnen und Messstellen


Die Planung eines Brunnens oder einer Messstelle muss auf der Grundlage einer bei der Landesgeologie bzw. dem Landesgrundwasserdienst (Referat VIII E der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) einzuholenden Auskunft über das Grundwasser und über den geologischen Aufbau des Untergrundes erfolgen.

Sofern die Wasserbehörde (Referat VIII D der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) die Errichtung von Grundwassermessstellen im Rahmen eines Erlaubnis- oder Bewilligungsverfahrens fordert, werden die Messstellen innerhalb des jeweiligen Verfahrens zugelassen. Auf Grund des vergleichbaren Gefährdungspotenzials für das Grundwasser müssen bei der Errichtung eines Brunnens oder einer Messstelle die gleichhohen Anforderungen sowohl bei den Bohrarbeiten als auch beim Ausbau eingehalten werden.

Da die Errichtung eines Brunnens immer zum Zweck einer Grundwasserentnahme erfolgt, ist dafür bei der Wasserbehörde (Referat VIII D der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) ein Antrag zu stellen. Mit der Zulassung wird insbesondere eine geophysikalische Vermessung der Bohrung vor deren Ausbau, eine vollständige Abdichtung des Ringraumes gegenüber bindigen, wassersperrenden Schichten sowie ein Nachweis der exakten Lage dieser Abdichtungen und der Nachweis der Dichtigkeit der Aufsatzrohre gefordert.

Tiefe Bohrungen (Bohrungen >= 100 m Tiefe) sind in Berlin grundsätzlich möglich. Für diese Bohrungen, für deren Erschließung und für die Förderung von Grundwasser ist ein bergrechtliches Verfahren erforderlich. Für das Land Berlin wird dieses Verfahren beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, Inselstraße 26, 03046 Cottbus, durchgeführt, woran die Wasserbehörde (Referat VIII D bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) vom Bergamt beteiligt wird.


Achtung!
Änderung des Anzeigeverfahrens bei Gartenbrunnen:


Ab dem 01.09.2014 ist bei anzeigepflichtigen Gartenbrunnen bis zu einer Tiefe von 15 m durch den Bauherrn oder seinen bevollmächtigten Antragsteller selbständig in Eigenverantwortung bei dem Fachbereich Umwelt des jeweils zuständigen Bezirksamtes eine Auskunft und Bewertung zur Altlastensituation einzuholen. Sollte eine Klärung der Altlastensituation nicht erfolgen und es kommt zu schädlichen Veränderungen im Untergrund, ist der Antragsteller nach dem Umweltschadensgesetz haftbar.

Nach Prüfung der eingereichten Anzeigeunterlagen erfolgt keine schriftliche Bestätigung der Anzeige mehr. Wird die Maßnahme nicht innerhalb eines Monats untersagt oder werden innerhalb dieser Frist Bedingungen und Auflagen nicht festgesetzt, so darf sie in der angezeigten Weise durchgeführt werden.

Es werden bei der Wasserbehörde keine Gebühren mehr erhoben. Ggf. fallen beim zuständigen Umweltamt Gebühren an. Das aktualisierte Antragsformular finden Sie hier

Ferner steht das Merkblatt Brunnen zur Gartenbewässerung zum Download zur Verfügung mehr

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Grundwassermessstelle
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