1. Der Beurteilungspegel wird zur Charakterisierung und Einstufung von Geräuschen mit zeitlich veränderlichem Schalldruckpegel herangezogen.
  2. Zum Vergleich können folgende Planungs- und Grenzwerte herangezogen werden:
    Orientierungswert/Tag der DIN 18005 (Beiblatt 1 zu Teil 1 - Schallschutz im Städtebau vom Mai 1987) für die städtebauliche Planung für Friedhöfe, Park- und Kleingartenanlagen 55 dB(A)
    Gutachterlich empfohlene Richtwerte für Erholungszonen in Berlin (IVU: Studie zur ökologischen und stadtverträglichen Belastbarkeit der Berliner Innenstadt durch den Kfz-Verkehr, Gutachten im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz 1991):
    - Orientierungswert
    - empfohlener Grenzwert
    55 dB(A)
    60 dB(A)
    Lärmschutzverordnung der Schweiz für Erholungszonen:
    - Planungswert
    - Immissionsgrenzwert
    - Alarmwert
    50 dB(A)
    55 dB(A)
    65 dB(A)
  3. Als Quelle für die Verlärmung der Grün- und Freiflächen wurde nur der Kfz- und Straßenbahnverkehr auf dem Berliner Hauptverkehrsstraßennetz berücksichtigt. Andere Geräuschquellen, wie der Verkehr des Nebenstraßennetzes, der Schienenverkehr der S-Bahn, der U-Bahn und der Bundesbahn, der Flugverkehr sowie Industrie und Gewerbe wurden nicht berücksichtgt.
    Für die Berechnungen wurden die Verkehrsbelastungsdaten der Straßen aus Zählungen bis 1992 verwendet.
  4. Die Lärmbelästigung wurde auf Grundlage der berechnet. In die Berechnungen gehen z.B. ein: Fahrbahnoberfläche und Schienenoberbau, zulässige Höchstgeschwindigkeit, Geländetopographie der Grün- und Freiflächen, Abschirmungen und Reflexionen an Gebäuden. Eine Abschirmung durch die Vegetation wurde nicht berücksichtigt, da dies wegen der geringen Wirkung in den entsprechenden Richtlinien nicht mehr vorgesehen ist.
  5. Dargestellt sind die Lärmbelastungen in den Wäldern und den ca. 120 größeren Parkanlagen, Kleingärten und Friedhöfen Berlins. Die Berechnungen erfolgen für die mittlere Ohrhöhe eines stehenden Menschen von etwa 1,6 m. Für eine liegende Person können kleinräumig wirksame Abschirmungen und erhöte Bodendämpfung um bis zu 10 dB(A) geringere Beurteilungspegel verursachen.
    Die Berechnungen erfolgten auf der Grundlage der durchschnittlichen täglichen Verkehrsmengen. Diese Werte gelten für normale Werktage. An Sonn- und Feiertagen sind wegen i.a. verminderter Verkehrsströme etwas geringere Pegel zu erwarten.
  6. Kleinräumig wirksame Abschirmungen (z.B. hinter Rotunden oder kleineren Erdaufschüttungen) können partiell geringere Beurteilungspegel verursachen, als in der Karte angegeben. Diese geringeren Beurteilungspegel können ebenso wie besonders hohe Beurteilungspegel im Nahbereich stark befahrener Straßen im vorliegenden Maßstab nicht dargestellt werden.
  7. Der mittlere Beurteilungspegel der Straßen ist der über beide Straßenseiten gemittelte Beurteilungspegel im Anwohnerbereich der Bebauung. Bei Straßenabschnitten ohne Bebauung wurde der Pegel an der Straßenbegrenzungslinie herangezogen. Die Werte dienen hier lediglich zur Orientierung der für die Berechnung des Lärms in den Freiflächen zugrundeliegenden Straßenabschnitte und deren Schallpegel. Eine differenzierte Darstellung des Lärms an der Bebauung findet sich in der Karte 07.02.

Kartenimpressum

Ausgangs-Maßstab:
1 : 50 000

Herausgeber:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz Referat Öffentlichkeitsarbeit

Konzeption:
Gruppe III A 3 (Ökologische Planungsgrundlagen) in Zusammenarbeit mit Referat V B (Lärmbekämpfung)

Textentwurf:
Müller BBM GmbH

Textredaktion:
III A 3

Datengrundlage:

Datenbearbeitung und Kartenerstellung:
Müller BBM GmbH

Farbkonzept:
Ralf Armbruster

Kartographische Herstellung:
MEWA Menzel GmbH, Potsdam

Bearbeitungsstand:
August 1994

Kartengrundlage:
Digitale Arbeitskarte 1 : 50 000 des UIS Berlin;
Topographische Karte 1 : 50 000 (AV) Stand 1974/1982, Landesvermessungsamt Brandenburg;
Übersichtskarte von Berlin (West) 1 : 50 000 Stand 1988/1989/1992/1993, Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen V - Vermessungswesen

Ausgabe 1994