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02.07 Flurabstand des Grundwassers 2006 (Ausgabe 2008)

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Karte 02.07 Flurabstand des Grundwassers 2006 (Ausgabe 2008)

Erläuterungen und Kartenimpressum
  1. Der Flurabstand wurde rechnerisch aus der Geländehöhe und der Grundwasseroberfläche über dem Meeresspiegel ermittelt.
  2. Den Angaben über die Geländehöhe liegt ein Modell der Geländeoberfläche zu Grunde, das auf unterschiedlichen Datengrundlagen mit unterschiedlichen Genauigkeiten beruht.
    • Für etwa 70 % des Gebietes wurden die Daten des Digitalen Geländemodells DGM5 mit einer Gitterweite von 5 m und einer Genauigkeit von+/- 0,5 m verwendet. Diese Daten lagen für große Teile der Innenstadt, den Südwesten Berlins und das Gebiet um den Müggelsee vor und sind Ergebnis der Auswertungen von Daten aus Laserscanbefliegungen sowie photogrammetrischen Erhebungen.
    • Für die anderen Bereiche wurden Daten aus dem Datenpool für das digitale Geländemodell des Informationssystems Stadt und Umwelt zugrunde gelegt. Diese Daten wurden aus überwiegend eingemessenen Punkten aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen. Aufgrund der Inhomogenität der Datenlage ist der Fehler im unbesiedelten Außenbereich höher als im besiedelten Innenbereich, da im Außenbereich - bedingt durch die geringe Punktdichte - teils über weite Strecken interpoliert werden musste. Die Daten sind insgesamt deutlich ungenauer als die des DGM5.
    Die Daten wurden mit Hilfe eines Rechenverfahrens (Surfer) interpoliert und auf ein einheitliches Raster mit 10 m Gitterweite bezogen.
  3. Den Angaben über den Grundwasserstand liegen ca. 1 500 Messwerte von Mai 2006 aus eingemessenen Grundwassermessstellen zugrunde, die mit Hilfe des oben genannten Rechenverfahrens interpoliert und dann auf ein einheitliches Raster bezogen wurden.
  4. Durch die Ausbildung von grundwasserhemmenden Schichten (Geschiebemergel) auf den Hochflächen des Barnim und des Teltow geben die Grundwasserstandswerte in den gespannten Bereichen nur die Grundwasserdruckfläche an, nicht aber die tiefer liegende Grundwasseroberfläche, die für den Flurabstand entscheidend ist.
    Aus diesem Grunde wurde hier die Unterkante des über dem Grundwasser liegenden Geschiebemergels in die Berechnungen einbezogen. Hierzu wurden die Schnitte des "Geologischen Atlas von Berlin" sowie Daten aus ca. 33 000 Bohrungen entsprechend ausgewertet. Ergebnis ist ein Datenbestand zur Grundwasseroberfläche.
  5. Aus den Werten für die Geländehöhe und den Werten der Grundwasseroberfläche wurde durch Differenzbildung der Flurabstand bestimmt.
  6. Um möglichen Fehlinterpretationen vorzubeugen, sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
    • Die Daten zu den Geländehöhen weisen aufgrund der Datenlage z.T. Ungenauigkeiten auf. Dies betrifft einerseits Gebiete im Außenbereich, in denen zu wenig eingemessene Höhenpunkte vorlagen, um die differenzierte Topographie ausreichend zu erfassen. Andererseits sind auch in den Gebieten, die durch Daten des DGM5 abgedeckt wurden einige methodisch bedingte Fehler (z.B. Fehlinterpretation des Laserscan-Verfahrens bei Glasdächern und Solarkollektoren) enthalten, die z.T. zu falschen Höhenangaben und damit zu scheinbaren Senken mit geringen Flurabständen führen, die in der Realität nicht vorhanden sind. Solche Gebiete treten z.B. in der dicht bebauten Innenstadt auf, sind aber selten und in ihrer Ausdehnung eng begrenzt.
    • In Bereichen, in denen Grundwasser unter mächtigen, schlecht durchlässigen, grundwasserhemmenden Geschiebemergelschichten ansteht (gespanntes Grundwasser), ist in der Regel von Flurabständen von mehr als 10 m auszugehen. Die Unterkante des Grundwasserhemmers wurde dort als Oberfläche des Grundwassers angenommen.
    • Insbesondere in den Geschiebemergelschichten auf den Hochflächen kann kleinräumig oder regional in sandigen oder kiesigen Einlagerungen oberflächennah schwebendes Grundwasser (Schichtwasser) auftreten. Diese Vorkommen sind kaum lokalisierbar und räumlich eng begrenzt und werden durch das gewählte Verfahren nicht erfasst und sind nicht dargestellt. Die Flurabstandswerte beziehen sich auf den Hochflächen vielmehr auf den Hauptgrundwasserleiter, im Panketal auf den Panketalgrundwasserleiter.
    • Im Nahbereich der Brunnen unterliegt die Grundwasseroberfläche je nach Förderleistung starken Schwankungen. Aus diesem Grunde können hier Flurabstände von mehr als 10 m auftreten, die in ihrer flächenmäßigen Ausdehnung im gewählten Maßstab ebenfalls nicht darstellbar sind.

Datengrundlagen für das verwendete Höhenmodell
Datengrundlagen für das verwendete Höhenmodell

Kartenimpressum

Ausgangs-Maßstab:
1 : 50 000

Herausgeber:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Sonderbereich Kommunikation

Konzeption:
SenGesUmV Gruppe II E 3 (Geologie und Grundwassermanagement)
SenStadt Referat III F (Informationssystem Stadt und Umwelt)

Textentwurf:
Dr. Hannappel (Hydor Consult GmbH), III F , SenGesUmV II E 3

Textredaktion:
III F

Datengrundlage:

  • Digitales Geländemodell DGM 5 (II C 1)
  • Höhendaten des ISU
  • Messwerte von ca. 1500 Grundwasserbeobachtungsrohren (Mai 2006)
  • Bohrungsdaten des Archivs der Landesgeologie Berlin
  • Daten des Gewässerkundlichen Landesdienstes

Datenbearbeitung und Kartenerstellung:
Hydor Consult, III F, J. Gerstenberg

Bearbeitungsstand:
Mai 2007

Kartengrundlage:
Digitale Arbeitskarte 1 : 5 000 des ISU Berlin (ISU 5, Stand 2005)

Aktualisierte Ausgabe 2008

Karte als PDF-Dokument


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