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Umweltatlas Berlin

07.01 Verkehrsmengen (Ausgabe 2017)

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Kartenbeschreibung

Die Verkehrsbelastung verteilt sich nicht gleichmäßig auf das Berliner Straßennetz. Es findet deutlich sichtbar eine Bündelung auf den Streckenabschnitten der Stadtautobahn sowie den aus dem Umland auf das Stadtzentrum zuführenden, zumeist als Bundesstraßen fungierenden Strecken statt.

Tabelle 6 verdeutlicht die Straßenabschnitte mit den höchsten werktäglichen Verkehrsbelastungen bezogen auf die Gesamtangabe für Kfz und Lkw. Die Bereiche der A100 zwischen Alboinstraße und Tempelhofer Damm bzw. Dreieck Charlottenburg und Spandauer Damm weisen bundesweit mit die höchsten werktäglichen Belastungen mit mehr als 167.000 Kfz/24 Std. auf. Sie zählen damit zu den drei täglich am stärksten belastete Straßenabschnitten in Deutschland (eine Liste der "Top 10 der täglichen Verkehrsbelastung (DTV) im deutschen Autobahnnetz im Jahr 2015" finden Sie hier). Bezüglich der Lkw-Spitzenbelastungen ist die Verteilung auf den einzelnen Autobahnabschnitten ähnlich, auf den Stadtstraßen ist sie jedoch abweichend, da hier die Lage der innerstädtischen Gewerbe- und Industriegebiete die Verteilung der Lkw-Fahrten beeinflusst.

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Tab. 6: Streckenabschnitte mit höchster werktäglicher Querschnittsbelastung (DTV-wt/24 Std)
für Kfz und Lkw 2014 (Ingenieurbüro statplan 2016)

Excel
[Die Tabelle liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Gegenüber der letzten Auswertung 2009 hat sich die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung (DTV), bewertet an der Fahrleistung km/Tag, leicht verringert, obwohl das erfasste Streckennetz um fast 11 % zugenommen hat. Der größte Anteil der neu aufgenommenen Straßenabschnitte weist DTV unterhalb von 10.000 Kfz auf. Hier wurden einige verkehrlich relevante Abschnitte des untergeordneten Straßennetzes einbezogen.

Konzentriert man daher den Vergleich auf die Belastungsklassen mit einem DTV >10.000, so lag deren Anteil bei der Auswertung 2009 bei 32 % der Streckenlänge bzw. gut 60 % der täglichen Fahrleistungen gegenüber 27 % bzw. 56 % bezogen auf die Jahreszählung 2014.

Trotz zunehmender absoluter Anzahl an zugelassenen Pkw (plus 60.000 im Vergleich 2014 zu 2009, vgl. Abb. 1) hat sich damit im gesamten Zählnetz die Verkehrsbelastung (km/Tag) verringert. Die Anteile verteilen sich jedoch unterschiedlich auf die einzelnen Belastungsklassen.

Wenn auch kontinuierlich stärker emittierende Altfahrzeuge durch schadstoffreduzierte Neuwagen ersetzt werden und damit tendenziell auch bei steigenden Fahrzeugleistungen die Schadstoffemissionen abnehmen, so bleiben doch viele durch den Verkehr verursachte Probleme wie der antriebsunabhängige Reifenabrieb, die Lärmbelastungen sowie der enorme Flächenbedarf des ruhenden und fahrenden Verkehrs auch in Zukunft als gravierende Beeinträchtigung der städtischen Lebensqualität erhalten (vgl. Karten 03.11.2 Verkehrsbedingte Luftbelastung im Straßenraum 2015 und 2020 (SenStadtUm 2016) und 07.05 Strategische Lärmkarten (SenStadtUm 2013)).

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