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Umweltatlas Berlin

06.01 Reale Nutzung der bebauten Flächen /
06.02 Grün- und Freiflächenbestand (Ausgabe 2008)

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Kartenbeschreibung

Beschreibung Karte 06.01 Reale Nutzung der bebauten Fläche

Die Karte 06.01 Reale Nutzung der bebauten Fläche zeigt die verschiedenen Nutzungsarten in ihren Anteilen an der bebauten Fläche Berlins und ihre Verteilung über die Stadtfläche (Stand 31.12.2005). Abbildung 1 verdeutlicht die Verteilung der Nutzungsanteile.

Anteile der verschiedenen Nutzungsarten an der bebauten Fläche Berlins
Abb. 1: Anteile der verschiedenen Nutzungsarten an der bebauten Fläche Berlins,
Flächengrößen auf Basis der Teilblockkarte ISU 5

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Mehr als die Hälfte der bebauten Fläche Berlins wird zum Wohnen genutzt. Gewerbe- und Industriegebiete wie auch Gemeinbedarfsflächen nehmen mit 12 % bzw. 16 % noch einen relativ großen Teil der bebauten Fläche Berlins ein. Ihnen folgen die Verkehrsflächen ohne die nicht als Verkehrsfläche dargestellten Straßen mit 7 % und die Mischgebiete I und II mit zusammen etwa 6 %. Sehr wenig Raum nehmen Kerngebiete, Flächen der Ver- und Entsorgung, Wochenendhausgebiete und Baustellen ein. Gegenüber der Ausgabe 2004 hat sich der relative Anteil der Verkehrs-, Gewerbe-, und Industrieflächenflächen leicht erhöht, der Anteil an Baustellen hat sich aufgrund vieler fertiggestellter Bauvorhaben stark verringert (von 1,2 % mit Wochenendhäusern auf 0,6%)

In der Verteilung der Nutzungsarten der bebauten Flächen auf das Stadtgebiet lassen sich charakteristische Strukturen erkennen. So gibt es reine Wohn- und Gewerbegebiete im Stadtrandbereich deutlich häufiger als innerhalb des S-Bahnringes, während dort die Misch- und Kerngebietsnutzungen stärker vertreten sind. Insbesondere konzentrieren sich auf Grund günstiger Transportbedingungen Gewerbegebiete entlang von Wasserwegen und Bahnlinien. Mischgebiete und einzelne Kerngebiete findet man als Folge gewachsener Strukturen oft in den alten Ortskernen der verschiedenen Stadtteile. Auffällig ist die Konzentration der Kerngebiete in den beiden Citybereichen von West- und Ost-Berlin um Kurfürstendamm / Tauentzienstraße bzw. um den Bereich Alexanderplatz / Friedrichstraße. Gemeinbedarfsflächen sind über das gesamte Stadtgebiet relativ gleichmäßig verteilt. Flächen der Ver- und Entsorgung treten hauptsächlich im Stadtrandbereich, häufig in Nachbarschaft von Gewerbeflächen, auf.

Die beschriebenen Strukturen spiegeln sich auch im Vergleich der Verteilung der Flächennutzungsarten innerhalb der einzelnen Bezirke wider (vgl. Abb. 2).

Anteile ausgewählter Nutzungsarten an der bebauten Fläche aller Berliner Bezirke
Abb. 2: Anteile ausgewählter Nutzungsarten an der bebauten Fläche aller Berliner Bezirke,
Flächengrößen auf Basis der Teilblockkarte ISU 5,
1) absoluter Flächenwert vorhanden, jedoch Prozentangabe durch Rundung auf ganze Zahlen = 0 (siehe Datengrundlage)

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Beispiele für die charakteristische Nutzungsverteilung im Stadtrandbereich sind die Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Reinickendorf mit 63 % bzw. 60 % Wohnnutzung und 14 % bzw. 10 % industrieller Nutzung, während sich im Bezirk Mitte mit nur 32 % Wohnnutzung, aber 6 % Kerngebiets- und 14 % Mischgebietsnutzung und einem hohen Anteil an Gemeinbedarfstandorten (31 %) deutlich seine seit je her vorhandene zentrale Funktion widerspiegelt.
Das West-Berliner Zentrum um Kurfürstendamm / Tauentzienstraße weist diese Funktion mit einem Kerngebietsanteil von bis zu 2 % nicht so deutlich auf, da sich das Kerngebiet auf drei Bezirke - Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Schöneberg-Tempelhof - verteilt.

Die Innenstadtbezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf weisen mit 39 % und 47 % einen relativ niedrigen Anteil an Wohnfläche auf. Dafür ist der Anteil an Gemeinbedarfsflächen mit 20 % bzw. 24% hier sehr hoch. Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte sind die Bezirke mit den größten Mischgebietsanteilen (18 %und 14 %). Die ursprünglich vorhandene Nutzungsmischung ist in den Bezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg noch am deutlichsten zu erkennen.

Als Wohnbezirk mit geringer gewerblicher Nutzung (5 %) fällt Steglitz-Zehlendorf (65 % Wohnnutzung) auf.

Ein direkter Vergleich mit den Zahlen der Ausgabe 2004 ist nur bedingt möglich, da die absoluten Flächengrößen der Block- und Blockteilflächen aus denen die prozentualen Angaben der Nutzungsanteile berechnet wurden, nicht - wie bei allen vorangegangenen Ausgaben - der digitalen Teilblockkarte ISU 50 entnommen wurden, sondern auf Grundlage der digitalen Teilblockkarte ISU 5 ermittelt wurden. Diese Geometrie unterscheidet sich insbesondere in der Abgrenzung von Bahn und Verkehrsflächen, was zu Verschiebungen der prozentualen Anteile der verschiedenen Nutzungen führt.
Allgemein läßt sich aber erkennen dass bei insgesamt nur geringfügigen Veränderungen, in fast allen Bezirken der Anteil der Wohnbauflächen leicht zugenommen und der von Gewerbeflächen abgenommen hat.

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