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Umweltatlas Berlin

01.11 Kriterien zur Bewertung der Bodenfunktionen (Ausgabe 2013)

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01.11.6 Nährstoffspeichervermögen / Schadstoffbindungsvermögen

Beschreibung

Das Speicher- und Bindungsvermögen beschreibt die Fähigkeit eines Bodens, Nähr- oder Schadstoffe an der organischen Substanz oder an den Tonmineralien des Bodens zu binden. Sie hängt vom Tongehalt, der Art der Tonminerale und dem Humusgehalt ab. Die organische Substanz in Form von Humus und Torf hat eine deutlich höhere Bindungsfähigkeit als Tonminerale. Diese ist jedoch vom pH-Wert abhängig und sinkt mit abnehmendem pH-Wert. Eine hohe Bindungsfähigkeit für Nähr- und Schadstoffe haben daher Böden mit hohem Tongehalt und einem hohem Anteil an organischer Substanz bei schwach saurem bis neutralem pH-Wert.

Methode

Das Nährstoffspeichervermögen / Schadstoffbindungsvermögen der Böden wird aus den Stufen der ermittelten effektiven Kationenaustauschkapazität, die die o. g. Kennwerte weitestgehend beinhalten, abgeleitet (vgl. Karte 01.06.9).
Die Bewertung des Bindungsvermögens erfolgt in drei Stufen nach Tabelle 1 aus den Stufen der effektiven Kationenaustauschkapazität, wobei die Stufen 1 und 2 als gering, 4 und 5 als hoch zusammengefasst wurden.

Tabelle 1: Bewertung des Nährstoffspeichervermögen / Schadstoffbindungsvermögens aus den Stufen der mittleren effektiven Kationenaustauschkapazität (KAKeff)
KAKeff [cmolc/kg] KAKeff Stufe Nährstoffspeichervermögen / Schadstoffbindungsvermögen
< 4 1 sehr gering gering
4 - < 8 2 gering
8 - < 12 3 mittel mittel
12 - < 20 4 hoch hoch
≥ 20 5 sehr hoch
Tabelle 1: Bewertung des Nährstoffspeichervermögen / Schadstoffbindungsvermögens aus den Stufen der mittleren effektiven Kationenaustauschkapazität (KAKeff).

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