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Umweltatlas Berlin

02.14 Grundwassertemperatur (Ausgabe 2014)

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Methode

Um eine flächenhafte Aussage über die Temperaturverteilung im Untergrund zu erhalten, wurde als erster Schritt eine Kriging-Interpolation durchgeführt. Voraussetzung für die Anwendung dieser Methode ist, dass die Grundwassertemperatur eine regionalisierte, das heißt eine ortsabhängige Variable ist. Eine regionalisierte Variable zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass sich benachbarte Punkte stärker ähneln als weiter entfernt liegende.

Die Temperaturverteilung im oberflächennahen Untergrund wird durch die lokalklimatischen Verhältnisse an der Oberfläche sehr stark beeinflusst und die Abstände der Messstellen sind im Land Berlin teilweise sehr groß. Potenziell kleinräumige Temperaturänderungen im oberflächennahen Untergrund werden dadurch evtl. nicht erfasst und der Verlauf der Temperaturisolinien kann daher mit einer hohen Ungenauigkeit behaftet sein.
Grundsätzlich müsste für jede Messstelle eine Prüfung der örtlichen Repräsentanz durchgeführt werden. Der Prüfungsaufwand ist jedoch sehr hoch und im Ergebnis werden Gebiete vorhanden sein, in denen die räumliche Repräsentanz einer Messstelle nicht ausreicht, um genaue Aussagen zur Temperaturverteilung im Untergrund in einem Gebiet zu ermöglichen.

Um die Aussagegenauigkeit für die Temperaturverteilung bis in Tiefen von 40 m unter Geländeoberkante ohne eine Repräsentanzprüfung zu erhöhen, wurden für eine manuelle räumliche Interpolation der Messwerte zusätzlich die lokalklimatischen Verhältnisse und Nutzungen auf der Geländeoberfläche berücksichtigt.
Grundlage für die qualitative Bearbeitung waren die Karten 04.02, langjähriges Mittel der Lufttemperatur 1961-1990 (Ausgabe 2001) und 06.01, Reale Nutzung der bebauten Flächen (Ausgabe 2011).

Zusätzlich wurden für größere Gebiete, in denen für den tieferen Untergrund zwischen 50 bis 100 m Tiefe unter Geländeoberkante keine Temperaturdaten vorliegen, ausgehend von ähnlichen Standortcharakteristiken und bei bekanntem Aufbau des geologischen Untergrunds synthetische Temperaturprofile an virtuellen Bohrungen mit einem Abstand von 1.000 m erzeugt. Diese synthetischen Temperaturprofile wurden für die Prognose der Temperaturverteilung mit herangezogen. Auch hier ist zu beachten, dass aufgrund des Abstands der synthetischen Messpunkte nicht alle räumlichen Strukturen an der Oberfläche und im Untergrund aufgelöst und deshalb in ihrer Wirkung auf die Temperaturverhältnisse berücksichtigt werden können.

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