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Umweltatlas Berlin

05.06 Natur- und Landschaftsschutzgebiete (Ausgabe 2003)

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Brandenburg

Brandenburg ist reich an besonders schützenswerten Landschaften und Lebensräumen. Die Schutzwürdigkeit dieser Gebiete ist durch ihre Naturnähe, das Vorkommen von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten seltener, wildlebender Tier- und Pflanzenarten oder ihre Vielfalt und Seltenheit, hervorragende Schönheit und besondere Eigenart gegeben.

Unterschutzstellungen werden zur Erhaltung und Entwicklung dieser Merkmale, bei akuter oder potentieller Gefährdung sowie generell zur Erhaltung und Wiederherstellung des Naturhaushaltes vorgenommen. Ein Schutzgebietskataster erfasst die geschützten Flächen unter anderem mit Angaben zur Größe, zum Stand der Inventarisierung, der Erarbeitung von Behandlungsrichtlinien und Datum der Sicherung. Viele Natur- und Landschaftsschutzgebiete sind zu Großschutzgebieten zusammengefasst (1 Nationalpark, 3 Biosphärenreservate, 10 Naturparks). Besondere Bedeutung für den Flächenschutz haben auch die früheren Truppenübungsplätze.

Das bis 1990 geschaffene Schutzgebietssystem des Landes Brandenburg umfasste einen relativ geringen Ausschnitt der schutzwürdigen Teile von Natur und Landschaft. Eine große Zahl von einstweiligen Sicherungen, vor allem im Jahr 1990, führte in Gebieten, die bisher nur geringe Anteile von Schutzgebieten enthielten, zu einer teilweisen Beseitigung des Ungleichgewichtes. Viele Schutzgebiete enthalten Landschaften, Lebensräume und -gemeinschaften sowie Populationen von Arten, die durch Intensivierung der Landnutzung, Zersiedlung und Zerschneidung gefährdet sind.

Natur- und Landschaftsschutzgebiete

In Brandenburg sind 6,0 % der Landesfläche als NSG und 32,5 % als LSG ausgewiesen (Stand Sep. 2003).
Weitere Informationen zu Naturschutz und Landschaftspflege finden Sie unter Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV)

Im dargestellten Teil Brandenburgs gibt es 18 festgesetzte NSG und 11 festgesetzte LSG. Die ältesten, das NSG "Sacrower See und Königswald" und das LSG "Erpetal", wurden bereits 1938 zu Schutzgebieten erklärt. In den letzten Jahren wurde in Brandenburg mit der Unterschutzstellung zahlreicher Gebiete begonnen. Derzeit sind im näheren Umfeld Berlins 13 NSG und 3 LSG im Unterschutzstellungsverfahren (vgl. Tab. 8 und Tab. 9).

Tabelle 8
Tab. 8: Naturschutzgebiete Brandenburgs im Berliner Umland (Stand Dez. 2000)

Excel
[Die Tabelle liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Tabelle 9
Tab. 9: Landschaftsschutzgebiete Brandenburgs im Berliner Umland (Stand Dez. 2000)

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Einige Gebiete, wie das zukünftige NSG "Eichwerder Moorwiesen" und das LSG "Nauen - Brieselang - Krämer" grenzen unmittelbar an Schutzgebiete Berlins ("Tegeler Fließ"/"Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ" bzw. "Eiskeller"/"Spandauer Forst"). Sie schaffen einen Biotopverbund zwischen Berlin und seinem Umland. Ein weiterer Schritt zu einer Verflechtung zwischen Berlin und Brandenburg ist die geplante Ausweisung eines gemeinsamen Naturparks. Der Barnim-Naturpark würde sowohl festgesetzte als auch zukünftige NSG bzw. LSG in beiden Ländern einschließen. Hierzu zählen u.a. der "Bucher Forst" und die "Karower Teiche" in Berlin und die "Schönerlinder Teiche" und Teile des LSG "Westbarnim und Tegeler Fließ" in Brandenburg.

Eine Vielzahl von Lebensräumen für gefährdete Pflanzen- und Tierarten bieten in Brandenburg die ehemaligen Truppenübungsplätze. Hier konnten sich großflächige Heide- und Dünenlandschaften von überregionaler Bedeutung bilden. So nehmen die Sandoffenlandschaften und Sandheiden auf brandenburgischen Militärübungsplätzen ca. 1,4 % und die Calluna-Heiden ca. 0,4 % der Landesfläche ein (vgl. Beutler 1993).

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