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Umweltatlas Berlin

05.06 Natur- und Landschaftsschutzgebiete (Ausgabe 2003)

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Naturdenkmale

Derzeit (Dez. 2003) existieren 682 festgesetzte Naturdenkmale bzw. Flächenhafte Naturdenkmale, die auf 0,03 % der Landesfläche 27,2 ha einnehmen.

Die Naturdenkmale Berlins bestehen zum größten Teil aus alten, seltenen oder wertvollen Bäumen oder Baumgruppen (vor allem Linden und Eichen), wobei Schwerpunkte in den Bezirken Spandau und Neukölln liegen. Das vermutlich älteste lebende ND Berlins ist eine über 800-jährige Traubeneiche (Quercus petraea) - die "Dicke Marie" am Schlosspark Tegel, die bereits seit 1939 als ND geschützt ist. Weitere, relativ häufig vorkommende Einzelschöpfungen der Natur sind die als ND festgesetzten Findlinge. Die 604 Bäume und 63 Findlinge sind durch eine Sammelverordnung für Einzelobjekte von 2002 als ND ausgewiesen. Des Weiteren gibt es in Berlin so genannte flächenhafte Naturdenkmale, die nicht größer als 5 ha sein dürfen. Oftmals sind dies Pfuhle, die als Reste der ehemals zahlreichen Kleingewässer und als charakteristisches Landschaftselement Berlins vielen Pflanzen und Tieren Lebensräume bieten und zur Biotopvernetzung beitragen. Im Stadtbezirk Neukölln stehen besonders viele Pfuhle unter dem Schutzstatus des Naturdenkmals, wie "Roetepfuhl", "Klarpfuhl", "Lolopfuhl", "Krugpfuhl", "Papenpfuhl". 2002 wurden per Sammelverordnung die Pfuhle Kattenpfuhl, Krummer Katzenpfuhl, Priesterpfuhl, Eichenpfuhl und Kienpfuhl, und die Düne Wedding festgesetzt.

Tabelle 5
Tab. 5: Naturdenkmale in Berlin (Stand Dez. 2003)

Excel
[Die Tabelle liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Die insgesamt 14 mit römischen Ziffern versehenen NDe (z.B. ND-III-10 Düne Wedding), die in der Ausgabe 1995 noch in der Tabelle aufgeführt wurden, besitzen aufgrund des 3. Berliner Gesetzes zur Bereinigung des Landesrechtes keinen rechtlichen Status. Es handelt sich bei diesen Gebieten um Flächen, die vor 1976, aufgrund nicht in neueres Berliner Landesrecht überführter Rechtsvorschriften, festgesetzt wurden. Fünf dieser Flächen, der Kattenpfuhl, der Krumme Katzenpfuhl, der Priesterpfuhl, der Kienpfuhl und der Eichenpfuhl wurden 2002 in einer Sammelverordnung, die Düne Wedding als Einzel-Naturdenkmal festgesetzt.

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