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Umweltatlas Berlin

04.04 Temperaturverhältnisse in mäßig austauscharmen Strahlungsnächten (Ausgabe 2001)

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Datengrundlage

West-Berlin

Für den Westteil der Stadt lag mit der ersten Ausgabe des Umweltatlas (SenStadtUm 1985) bereits eine Grundlage vor, auf der hier aufgebaut wurde. Damals fanden zwischen 1981 und 1983 jeweils im Sommerhalbjahr in Strahlungsnächten bei schwachen bis mäßigen Winden Messungen von Lufttemperatur und relativer Luftfeuchte statt. Insgesamt wurden auf vier verschiedenen Routen vier Meßfahrten vorgenommen. Die einzelnen Routen umfassten Gebiete unterschiedlicher Flächennutzung und Bebauungsdichte, um eine repräsentative Grundlage für die Übertragung auf nicht untersuchte Räume zu ermöglichen.

Ost-Berlin und Umland

Für den Ostteil der Stadt wurden die Daten in dem Zeitraum von Mai bis Ende September 1991 erhoben. Auf fünf Routen wurden 24 Fahrten unternommen. Eine dieser Meßfahrten wurde als Ost-West-Verbindungsroute von Rahnsdorf bis zum Grunewald angelegt. In Ergänzung zu diesem Programm wurden vorwiegend im Sommer 1992 auf vier Trassen 17 Meßfahrten vom Zentrum der Stadt in das nähere Umland unternommen, um die klimatische Bedeutung der Freiräume am Stadtrand für die belastete Innenstadt herauszustellen. Alle Fahrten wurden in Strahlungsnächten (21.00 - 2.00 MEZ, Bewölkungsgrad unter 4/8) bei austauscharmen Wetterlagen (Windgeschwindigkeit bis 4 m/s) vorgenommen.

Ergänzt wurde das Netz der Meßfahrten durch die Daten von 38 Klimastationen. Die Messungen erfolgten generell in 2 m Höhe.

Aktualisierung auf Datenstand 2000

Die Änderungen der Nutzungsstrukturen im Baubestand ebenso wie die Umwidmung von Flächen ließen an vielen Stellen der Stadt auch klimatisch wirksame Folgen erwarten. Daher wurde zur Einordnung der relevanten Neubau- und Verdichtungsgebiete im Zeitraum September bis November 1999 ein weiteres Untersuchungsprogamm bearbeitet. Es wurden die Daten von 13 Klimastationen des TU-Messnetzes (Forschung) sowie der Wetterkarte der FU Berlin analysiert; drei Stationen wurden im Rahmen des Untersuchungsprogrammes zusätzlich aufgestellt. Desweiteren wurden 12 Nachtmessfahrten durch repräsentative, baulich veränderte Gebiete im gleichen Zeitraum durchgeführt.

Für den Stand der Flächennutzung 2000 in Berlin wurden auf Grundlage der Daten des Flächenmonitoring von I D 1 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung alle Flächen mit gesamtstädtisch bedeutenden Veränderungspotenzialen berücksichtigt, deren Bebauung 2000 bereits realisiert war. Um auch Bauvorhaben erfassen zu können deren Ausführung bereits begonnen wurde, wurden auch Flächen berücksichtigt deren Projekte voraussichtlich erst 2002 fertiggestellt sein werden.

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