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Umweltatlas Berlin

02.12 Grundwasserhöhen (Ausgabe 2001)

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Geologie und Hydrogeologie

Die heutige Oberflächenform Berlins wurde überwiegend durch die Weichsel-Eiszeit, die jüngste der drei großen quartären Inlandvereisungen, geprägt. Die wichtigsten morphologischen Einheiten bilden das Warschau-Berliner Urstromtal mit vorwiegend sandig kiesigen Ablagerungen bis in große Tiefen sowie die Barnim-Hochfläche im Norden und die Teltow-Hochfläche mit der Nauener Platte im Süden, die zu weiten Teilen mit mächtigen Geschiebemergeln bzw. Geschiebelehmen der Grundmoränen bedeckt sind (Abb. 4).

Abbildung 4
Abb. 4: Geologische Skizze von Berlin

Besondere Bedeutung für die Wasserversorgung und den Baugrund besitzen die im Durchschnitt ca. 150 m mächtigen Lockersedimente des Tertiärs und Quartärs. Sie bilden das Süßwasserstockwerk, aus dem das gesamte Trinkwasser und ein Großteil des Brauchwassers der Stadt gefördert wird.
Der darunter liegende etwa 80 m mächtige tertiäre Rupelton stellt eine hydraulische Barriere zu dem tieferliegenden Salzwasserstockwerk dar (Abb. 5).

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Abb. 5: Hydrogeologischer Schnitt durch Berlin

Durch die wechselnde Abfolge von Grundwasserleitern und -geringleitern sind im Berliner Raum im Süßwasserstockwerk vier hydraulisch unterscheidbare Grundwasserleiter (Limberg, Thierbach 1997) ausgebildet. Der zweite, überwiegend saalezeitliche Grundwasserleiter wird als Hauptgrundwasserleiter bezeichnet, da aus diesem der überwiegende Anteil für die Trinkwasserversorgung gefördert wird.

Die Grundwasserverhältnisse dieses Hauptgrundwasserleiters werden in der Gleichenkarte dargestellt.

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