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Umweltatlas Berlin

02.01 Gewässergüte (Chemie) (Ausgabe 2004)

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Kartenbeschreibung

Gesamt-Phosphor (02.01.6)

Phosphor ist ein Nährstoffelement, das unter bestimmten Bedingungen Algenmassenentwicklungen in Oberflächengewässern verursachen kann (nähere Erläuterungen siehe Karte 02.03). Unbelastete Quellbäche weisen Gesamt-Phosphorkonzentrationen von weniger als 1 bis 10 µg/l P, anthropogen nicht belastete Gewässeroberläufe in Einzugsgebieten mit Laubwaldbeständen 20-50 µg/l P auf. Die geogenen Hintergrundkonzentrationen für die untere Spree und Havel liegen in einem Bereich um 60 bis 90 µg/l P.

Auf Grund der weitgehenden Verwendung phosphatfreier Waschmittel und vor allem auch der fortschreitenden Phosphatelimination bei der Abwasserbehandlung ist der Phosphat-Eintrag über kommunale Kläranlagen seit 1990 deutlich gesunken, vor allem in den Jahren bis 1995. Der Eintrag über landwirtschaftliche Flächen ist ebenfalls rückgängig.

Die Phosphorbelastung der Berliner Gewässer beträgt für den Zeitraum 1995-1997:

Zuflüsse nach Berlin 188 t/a
Summe Kläranlagen 109 t/a
Misch- und Trennkanalisation 38 t/a
Summe Zuflüsse und Einleitungen     336 t/a
Summe Abfluss 283 t/a

In den Zuflüssen nach Berlin überwiegen die diffusen Einträge mit ca. 60 %. Der Grundwasserpfad ist mit ca.50 % der dominante Eintragspfad (diffuser Eintrag 100 %).
Beim Gesamtphosphor wird der Mittelwert der entsprechenden Jahre zugrundegelegt.
Deutlich wird die erhöhte P-Belastung der Berliner Gewässer etwa um den Faktor 2 bis 3 über den Hintergrundwerten.
Eine Ausnahme bildet der Tegeler See. Der Zufluss zum Hauptbecken des Tegeler Sees wird über eine P-Eliminationsanlage geführt und somit der Nährstoffeintrag in den See um ca. 20 t/a entlastet.

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