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Umweltatlas Berlin

01.15 Ingenieurgeologische Karte (Ausgabe 2017)

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Schmelzwassersand der Hochflächen

Zu diesen Sedimenten werden die über, innerhalb (inglazial) und unter der weichselzeitlichen Grundmoräne abgelagerten Schmelzwassersande (qw/S/gf) gerechnet.

Die über der Grundmoräne ausgewiesenen weit verbreiteten Schmelzwassersande können einen Anteil von spätpleistozänen bis holozänen Abschwemmmassen enthalten. Sie haben vom schluffigen Feinsand bis zum Grobsand ein sehr unterschiedliches Körnungsspektrum mit einer zum Teil sehr variablen Mächtigkeit.

Lokal sind Schmelzwassersande auch unter der weichselzeitlichen Grundmoräne verbreitet. Innerhalb dieser Bereiche trennen diese glazifluviatilen Fein- bis Grobsande die obere Grundmoräne (qw//Mg) von der unteren Grundmoräne (qs//Mg).

Des Weiteren treten innerhalb des Geschiebemergels inglaziale Sande auf, die meist nur eine lokale Verbreitung finden und im allgemeinen auch eine geringe Mächtigkeit aufweisen. Diese Sande sind petrografisch nicht von den glazifluviatilen Schmelzwassersanden zu unterscheiden, so dass die Grenzziehung zwischen weichsel- und saalekaltzeitlichem Geschiebemergel oft schwierig ist.

Auf Grund ihres rolligen Charakters besitzen die Schmelzwassersande ein hohes Wasserleitvermögen und stellt einen guten Grundwasserleiter dar.

Tab. 5: Bodenphysikalische Werte des Schmelzwassersandes der Hochflächen (qw/S/gf)
Korngrößenverteilung: Feinsand: z.T. schwach schluffig, z.T. mittelsandig, z.T. kiesig
Fein - Mittelsand: z.T. grobsandig
Mittelsand: z.T. grobsandig, z.T. mit Steinen
Grobsand: mittelsandig, z.T. kiesig, z.T. mit Steinen
Kurzzeichen/Gruppensymbol nach DIN 18 196: SU - SW
Ungleichförmigkeit U: 1,7 - 11,0
Dichte des feuchten Bodens ρ: 1,5 - 1,95 g/cm³
Trockendichte ρd: 1,4 - 1,9 g/cm³
Wassergehalt w: 2 - 17 %
Lagerungsdichte: mitteldicht

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